Ein (scheinbarer?) Exodus und “der Sinn”
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Irgendwas seltsames geht vor sich in Kleinbloggersdorf und Bloggerhausen. Eine Art Exodus. Eine Ausreisewelle?
Immer wieder werden Blogs eingestellt, aufgegeben, gelöscht – oder es wird über den Sinn der Bloggerei nachgedacht. Diesen Monat verschwanden – nur bei WordPress und Blogspot! – schon vier der von mir gelesenen Blogger ohne Erklärung oder Begründung oder Nachricht, drei stellten das Weiterschreiben ein aus nachvollziehbarem Grund bzw. nach Erklärung.
Nur einen von all diesen möchte ich hier namentlich erwähnen: Black Jack nämlich ging über die Regenbogenbrücke (heute habe ich eine Kerze für ihn und seine Familie angezündet). Jackson “kannte” ich, seit er seinen Blog eröffnete im Oktober letzten Jahres.
Es waren Blogs dabei, die ich erst seit einigen Wochen lese. Es sind Blogs dabei, die ich seit meinen Anfangszeiten bei WordPress lese, seit 2010, und Blogs, die ich noch von MyL(EER) kenne. Ja, in zwei Jahren kann viel geschehen. Wer wüßte das besser als ich.
Zusätzlich sind noch gefühlte zehn Blogs am Start, bei denen die Schreibenden den Sinn der Bloggerei anzweifeln. In denen jetzt im Oktober Texte auftauchten, die von Interessenverschiebungen, Überlastungen, Problemen usw. usf. handeln.
Das heißt: fast täglich “verschwand” seit ersten Oktober ein Blog.
Liegt das am Herbst, daran, daß in dieser Jahreszeit mehr am Sinn des Lebens und des Bloggens gezweifelt wird als in den anderen drei Jahreszeiten? Oder daran, daß Sinnfragen überhaupt im Herbst häufiger gestellt werden?
Ist das so?
Nur für mich kann ich feststellen: Das tägliche Schreiben ist nicht jeden Tag gleich schwer oder gleich leicht. Der Wille, es auch in diesem Jahr zu schaffen, ist da, und er ist groß. Für Notfälle und Blockaden, für absolute Lustlosigkeit habe ich auch vorgesorgt und immer zwei oder drei Texte “auf Vorrat” liegen. Auffällig ist, daß ich mich in diesem Jahr auf diesen einen Blog hier konzentrier(t)e.
Nur für mich kann ich versprechen, daß dieser Blog von mir nicht gelöscht werden wird. Und ganz egal, wie sehr ich am Sinn der Bloggerei zweifle, für mich bleibt er immer auch ein Stück Selbsttherapie. Eine Möglichkeit, die Welt anzuschreien, wenn mir danach ist. Eine Gelegenheit, um Aufmerksamkeit zu betteln, wenn ich sie dringend benötige. Ein Quell der Bestätigung für mich, so daß ich nicht nur den wenigen Menschen, die ich persönlich treffe, sondern noch vielen mehr ein Lächeln, ein Grinsen ins Gesicht schreiben kann.
Auch Hilfe hab ich schon bekommen, Denkanstöße, Leseempfehlungen, Lachanfälle … Auch geweint hab ich schon. Und Freunde (mit diesem Wort wird heute ziemlich leichtfertig umgegangen, ich weiß) gefunden.
Bloggerhausen und Kleinbloggersdorf sind also für mich eine Erweiterung der realen Welt, gehören zu meiner realen Welt dazu. Sie sind ein Teil, eine Seite meiner Realität. Und mein Blog? Der ist wie mein Kind(?), mein Auto, mein Vorgarten, meine Eisenbahn – er ist Hobby und Lebensinhalt (nein, nicht der einzige!), Arbeit und Freude und Last und Lust zugleich.
Wohin er sich entwickelt? Zu einem
Streuobstwildblumenwiesenheckenauenheidedünenmischwald
wird er hoffentlich, auf der / in dem sich ganz viele unterschiedliche Tiere und Pflanzen – ähem, Leser und Kommentatoren wohlfühlen, wie ich es auch tu.
Der Verfasser des Blogs schleicht davon und dankt für’s Lesen.
P.S.: Positiv am 9. Oktober 2012 war mein Besuch in einer Kirche.
© 2012 – Der Emil. Text & Bilder stehen unter der Creative Commons 3.0 Unported Lizenz
(Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).
284 / 366 – One post a day 2012 (WP-count: 568 words)


Ich denke auch drüber nach, alles in Grund und Boden zu stampfen…
Tu das nicht. Irgendwann könntest Du es bereuen.
Ich fühl mich aber eben so….
Dann hör erstmal für drei Wochen auf zu schreiben. Mach Pause. Lies auch nicht. Nur drei Wochen 😉
Ich glaube, das ich das nicht kann. Hätte es jetzt Sinn, zu telefonieren?
Das weiß ich nicht …
Mandy, das geht doch jedem mal so. Man hat auch nicht immer die Zeit und den Kopf zum Schreiben. Ich kann und will gerade nicht jeden Tag schreiben, das muß ja auch nicht sein, aber dann überkommt es mich wieder und es fließt nur so aus mir heraus.
Emil, Dich bewundere ich, wie Du das jeden Tag durchhältst. Ich habe den Eindruck, es, das Schreiben ist für Dich Therapie.
Manchmal habe ich wirklich ein schlechtes Gewissen, weil ich gerne mehr kommentieren möchte, aber dann muß ich aufhören mit arbeiten. Das geht ja nun gar nicht, denn dann muß ich verhungern und schon wieder wäre eine Bloghausenerin verschwunden 😉
Das Bloggen hat birgt ja auch ein gewisses Suchtpotenzial, das ist mir inzwischen klar geworden. Deshalb denke, ich, eine gewisse Abstinenz von Zeit zu Zeit ist sicher gesund.
Liebe Grüße
SK
Bei mir haben sich vor einigen Monaten sämtliche Prioritäten in meinem Leben geändert. Das war alles andere als freiwillig und ist es nach wie vor. Meine Bloggerei hat seit dem mitunter massive „Hänger“. Dann kann und will ich mal wieder und mache einfach. Doch die Pausen sind teilweise recht lang. Diese Zeiten nehme ich mir. Ich kündige sie nicht an und ich rechtfertige mich auch nicht dafür. Bisher ist es mir nie passiert, dass diese meine Entscheidungen nicht respektiert worden wären. Insofern sehe ich keinen Grund, das Bloggen ganz einzustellen. Ich brauche in den letzten Monaten teilweise längere Pausen. Pausen, in denen ich meine Energien in ganz andere Richtungen lenken muss. Das ist keine freiwillige Entscheidung, sondern eine zwingende Notwendigkeit. Umso schöner finde ich es, dass ich meinen Gedanken in Wort oder Bild in anderen Zeiten wieder freien Lauf lassen kann. Und besonders schön finde ich es, wenn ich dann immer wieder mir liebe andere Blogger (m/w) lesen und mit ihnen meine Gedanken teilen kann.
Bloggen ist für mich eine Bereicherung. Und auf diese möchte ich keinesfalls verzichten. Auch wenn ich sie in den letzten Monaten nicht Tag für Tag wahrnehmen kann.
Du hast Post!Nein, das war nur das falsche Fenster … Sorry 😉
Ich hab das auch schon so oft erlebt, Blogs, die ich gerne mochte/gelesen habe, waren einfach verschwunden, andere, schrieben gar nicht mehr… wenige sagten Servus,´die meisten waren einfach „weg“.
Das war für mich immer schwer zu verstehen, denn ich persönlich würde nicht einfach so gehen sondern mich verabschieden, (vielleicht auch erklären) damit eventuelle Leser/Bloggerfreunde einen Schlußpunkt hätten.
Ich sehe das Bloggen auch als eine Art Therapie an, um mich zu sammelen, zu orientieren und auch mitzuteilen… vor allem aber hab ich Freude daran.
LG, (und ich hoffe, das ich noch recht lange hierher zu Besuch kommen darf…)n Petra
Ja, die Freude daran , die vergesse ich oft, denn die habe ich auch 😉
Liebe Petra,
ja, dieses wortlose Verschwinden aus dem Netz ist einfach unschön. Ich habe damit in Germanys next Bundeskabinett schon so viele Erfahrungen machen müssen, aber mich bis heute nicht daran gewöhnt. Ich finde auch, dass es ein Gebot der Höflichkeit, der Achtung und des Respekts vor den Lesern ist, sich mit einem letzten Beitrag zu verabschieden. Aber viele sehen dies nicht so, auch das heißt es dann irgendwie zu akzeptieren. Gerade kommt mir der Gedanke, dass dies ein bischen wie virtueller Selbstmord ist, ähnlich dem realen Freitod. Auch dort ist dies ja ein Akt der höchsten Aggression, nicht nur sich selbst gegenüber, sondern auch denjenigen, die man im Leben zurücklässt, die mit diesem aggressiven Akt dann irgendwie klar kommen müssen.
Lieben Gruß von hier aus,
Renate, Social Secretary von Germanys next Bundeskabinett
LG
« … wie virtueller Selbstmord … ein Akt der höchsten Aggression … »
Den Lesern gegenüber ist es nichteinmal aggressiv gemeint, es ist eher gleichgültig … – kann Gleichgültigkeit aggressiv sein?
Aus der Gleichgültigkeit des Schreibers wird die Unsicherheit des (ehemaligen) Lesers – Unsicherheit bedingt oft Aggression, ja …
[ Hier hör ich auf nachzudenken und nehme mir digitalen Selbstmord als Agression, Unsicherheit treuer Leser usw. zum Weiterdenken mit. ]
Sehr schön geschrieben. Ja, aber ich kann verstehen, wenn jemand das Bloggen aufgibt, auch wenn ich den Blog dann vermisse, und die Person dahinter. Manchmal verschieben sich Prioritäten eben, und dass muss nicht immer negative Gründe haben. Wenn man zum Beispiel verliebt ist, vernachlässigt man ja gern auch andere Hobbies, sogar Freunde. Warum also nicht auch einen Blog?
Für mich war schreiben immer wichtig. Als Erstklässler wollte ich es ganz schnell lernen und fing sofort an, Heftchen mit meinen Phantasien vollzukritzeln und mich wie ein echter Schriftsteller zu fühlen. Später hat mir das Schreiben oft aus , nuja, kleinen depressiven Anfällen herausgeholfen. Wenn ich m einen Frust aufgeschrieben hatte, gings mir hernach immer besser, manchmal löste sich das scheinbar riesige Problem schon während des Schreibens in eine Bagatelle auf, weil ich ja noch mal erinnern musste, über Gründe, Ereignisketten usw nachdenken musste.
Deshalb macht mir das Bloggen sicher soviel Spaß.Und ich freue mich über die Menschen, die ich dadurch kennen und schätzen lerne. Den Zugewinn an Einsichten, den ich beim Lesen anderer Blogs gewinne. Und wenn ich dann manche Blogger, die mir virtuell so vertraut und sympathisch sind, persönlich kennenlerne und sich der virtuelle Eindruck bestätigt, dann empfinde ich das als Geschenk
Aber wenn ich plötzlich aus der Volleyballmannschaft wegbleiben muß Oder möchte, in der ich jahrelang gesoielt habe, dann sag ich doch von meiner Erkrankung oder meiner Unzufriedenheit mit den Entwicklungsmöglichkeiten oder meinen geringeren sportlichern Zielen oder von meiner neuen Beziehung, der ich in eine weit entfernte Stadt folge?
Ach, ich merke grad Ich hätte zwei Texte daraus machen sollen 😉
Neenee, gerade beim Verliebtsein habe ich oft bemerkt, wie Freunde plötzlich „verschwunden“ sind. Die sind nicht aus der Stadt weg gezogen. Die waren einfach verschwunden und tauchten nach einer gewissen Zeit wieder auf. Das ist ja nicht böse von denen gemeint. Das ist irgendwas hormonelles 😉
Neenee, gerade beim Verliebtsein habe ich oft bemerkt, wie Freunde plötzlich „verschwunden“ sind. Die sind nicht aus der Stadt weg gezogen. Die waren einfach verschwunden und tauchten nach einer gewissen Zeit wieder auf. Das ist ja nicht böse von denen gemeint. Das ist irgendwas hormonelles 😉
Wenn sie dann wegziehen, weil aus der Verliebtheit eine Liebe geworden ist, dann sagen sie ja Bescheid. Es geht mir um diese Zeit, wo man plötzlich nur mit einem Thema beschäftigt ist. Als meine Enkelin geboren wurde, habe ich zum Beispiel erst über einen Monat später, als ich aus dem Urlaub zurück kam, gemerkt, dass ich meine engsten Freunde gar nicht informiert hatte. Ist peinlich, aber passiert
Ich stelle auch fest, dass überall die Sinnfrage gestellt wird, das Blogs schließen. Für mich stellt sich die Frage nach dem Schließen nicht. Mir macht der Blog keinen Druck. Wenn ich was zu erzählen habe, schreibe ich, wenn nicht, dann nicht. Ich erlebe das Bloggen auch als Bereicherung, auch im realen Leben. Dufte ich doch schon einige Blogger persönlich kennenlernen.
Viele andere sind mir vom vielen Lesen irgendwie einfach nahe, ans Herz gewachsen. Und für mich selber ist der Blog schon fast eine Art Tagebuch und manchmal blättere ich einfach mal zurück.
Ich habe erst wieder den 2010er Adventskalender nachgelesen bei mir. Das Zurückblättern sollte ich mir öfter gönnen …
Es ist die Zeit der Vogelwanderung, der Migration, in die eine oder andere Richtung. Manche Lebewesen richten sich auf ein Winterschläfchen ein, aus eigenem Impuls. Es gibt Zeiten, da kann man der Umwelt nicht mehr mitteilen, was anliegt, da man einen früheren Zeitpunkt, zu dem man entspannter gewesen wäre, versäumt hat.
Du meinst, Blogger sind wie Zugvögel? Oder wie winterschlafende Tiere? Als Denk- und Vortstellungshilfe?
Hm.
Ich neige dazu Analogien mit der Natur zu sehen 😉 Die Unruhe im Blogverhalten war mir auch aufgefallen. Desgleichen die Unruhe unter den Zugvögeln. Bei manchen habe ich mitbekommen, wann sie abgeflogen sind, bei anderen ist mir ihr Abflug erst durch ihr Fehlen bewußt geworden. Was ich tröstlich finde, ist, daß es a) Vögel gibt, die zum Winter hierherziehen, b) Standvögel präsent bleiben c) mit dem Frühjahr auch die bekannten Sommervögel wieder kommen. Dieses Kommen und Gehen, wie Ebbe und Flut wird einem besonders in Zeiten des Wandels bewußt. In einer solchen scheinen wir uns zu befinden.
Bloggen kommt von Web-Log, ein Blog ist also ein webbasiertes Tagebuch. Somit hat es Frau Momo auf den Punkt gebracht. Nur ist das bei den allerwenigsten Bloggern noch so. Einige Blogs sind geprägt von den Interessen oder Hobbys der BetreiberInnen, einige sind themengebunden, viele ausschließlich Projekten gewidmet, etliche zeigen Fotos und ich kenne auch Blogs, die zu Werbeplattformen für eigene Produkte geworden sind. Und dann gibt es da noch die handverlesenen Blogs, deren Schreiber und Schreiberinnen viel von sicch preisgeben, ich nenne sie mal die menschlichen Blogs. Das sind die, die mir besonders am Herzen liegen. Da gibt es eine Frau, die schreibt so wunderbare Reiseberichte, ungeachtet der mehr als überschaubaren Anzahl von Kommentaren. Für mich persönlich kann ich sagen, dass mein Blog sich sehr verändert hat. Vom reinen Zeigen meiner Nähprojekte zu einem Sammelsurium aller möglichen Dinge und Gedanken. Allerdings lese ich mittlerweile mehr in anderen Blogs als selbst zu schreiben. Dafür muss ich mir Grenzen setzen, denn mit dem Lesen ist es nicht getan. Ich möchte meistens etwas dazu sagen. Manchmal klicke ich auch nur den „Like“-Button an, wenn ich keine eigenen Gedanken hinzuzufügen habe. Und manchmal muss ich mit dem Kommentieren aufhören, wie jetzt, sonst steht am Ende, wie früher in Aufsätzen von der Lehrerin angemerkt darunter: Thema verfehlt oder zu ausschweifend.
Ach, ja, eines noch: Schön, dass Du nicht ans Aufhören denkst!!
Liebe Grüße von Elvira
Für mich ist es Tagebuch, deshalb schreib ich ja täglich.
Wer ist die Reisende?
Das ist Scrooge, lebt in den Niederlanden und postet über Bücher und ganz unspektakuläre Reisen (also nicht wie Irgendlink, obwohl sie auch schon eine beachtliche Radtour hinter sich hat), außerdem trägt sie viel zur Deutsch-Holländischen Verständigung bei. http://grenzwanderer.wordpress.com/
Dein Blog ist durchaus mehr als „nur“ ein Tagebuch. Da stecken auch all Deine kreativen Ideen und Gedanken in den Beiträgen. Wo würden die landen, wenn Du kein Blog hättest? Es tut mir wirklich in der Seele weh, wenn ich so viele Menschen hier erlebe, die unglaublich viel Talent haben zum Schreiben, Malen, Werkeln – und keiner da draußen außerhalb der Blogs weiß davon. Wieviel kreatives Potenzial findet sich hier – unglaublich!
Das ist ja nett, dass ich hier erwähnt werde. 🙂 Reiseberichte habe ich immer gern geschrieben, nur lagen sie früher auf meiner Festplatte rum und wurden auf Nachfrage per Mail verschickt. So ist es natürlich etwas einfacher.
Und ich halte es auch so, wie einige andere hier, wenn ich etwas zu erzählen habe und mir danach ist, dann blogge ich, und wenn nicht, dann halt nicht. Ich möchte mich vor allem nicht selbst unter Druck setzen, indem ich sage, dass ich z. B. jede Woche poste. Das funktiniert nicht. Und manchmal gibt es Dinge im nicht-virtuellen Leben, die mir eine Pause abverlangen. Und die nehme ich mir dann auch. Aber in erster Linie soll es einfach Spaß machen.
Du wurdest so positiv benannt, daß ich nachfragen mußte.
Mit der Zeit les ich mich bei Dir durch.
Reblogged this on Germanys next Kabinettsküche und kommentierte:
Germanys next Bundeskabinett bloggt weiter … auf jeden Fall …
… also ich wollte auch schon 1000 send mal aufhören hier bei WP …
…..das ist auch schon mein 4. Blog hier, das kommt daher, weil ich immer mal was Anderes bloggen wollte, bei den Live Spaces war ich auch, den Blog habe ich ja mitgenommen… das ist Blog 1, Blog 2 und Blog 3 waren Versuche was Anderes zu machen- die sind aber fehlgeschlagen… seit Januar 2012 habe ich ja nun mynewworld2012 … da wir ja umgezogen sind, wollte ich keinen alten Blogballast haben…
… meine anderen habe ich nicht gelöscht, sondern nur auf privat gesetzt 😉 ich schau da ab und an auch mal rein… ich blogge seit 2006 …
…. ich habe immer Bescheid gesagt, wenn ich einen neuen Blog mache. ich kann aber verstehen wenn manche sang und klanglos gehen….sie wollen vielleicht nicht erklären warum sie gehen,
… ich habe damit auch so mein Problem. denn ich bin auch enttäuscht, wenn jemand plötzlich weg ist, den ich jeden Tag gelesen habe… irgendeine Beziehung baut man ja doch auf, auch wenn es jetzt nicht diese persönliche drück dich Freundschaft ist…
…. aber letztendlich ist das jedem seine Entscheidung selbst… manchmal kommt mir das bloggen sinnlos und langweilig vor , da denke ich dann auch, wieso machst du das eigentlich ?
… ich blogge auch nur Dinge die ich mag , trotzdem freue ich mich natürlich wenn ich Resonanz bekomme, also wenn ich gar keine Kommis oder Likes habe, macht mich das schon etwas nachdenklich, aber nicht so das ich jetzt den Blog lösche… aber ich denke schon dann, man deine Leser erwarten irgendwas anderes von dir… grundsätzlich blogge ich nur das wo ich auch dahinter stehe…. auch wenn es für Euch manchmal langweilig oder uninteressant ist 😉
Die Frage wieso blogge ich eigentlich, stelle ich mir also auch des öfteren… wenn ich mal gehe, mache ich einen Tschüß Blog 😉 versprochen !
LG TB
Also geht es bei Dir nur (?) nach Lust und Laune?
eigentlich schon , ich habe mir jetzt nicht vorgenommen jeden Tag zu bloggen, oder über ein bestimmtes Thema zu schreiben. Mal blogge ich nur Fotos, mal nur Text, mal nur Musik… so wie es mir halt gerade gefällt. Also kein Konzept , einfach ein aus dem Bauch heraus Blogger 🙂
Ich glaube jetzt schon das es so für mich richtig ist, hab ja schon andere Portale ausprobiert, aber das ist alles nicht meins, am wohlsten fühlte ich mich bei yahoo 360°, dann bei Windows Live und jetzt hier bei WP… bin auch glücklich jetzt hier 😉
LG TB
eija, so mach ich es doch auch 😉
Dieser Blogbeitrag gefällt mir sehr gut, weil er das Thema „Sinn und Dauer eines Blogs“ beinhaltet. Ich muss gestehen, ich bin auch schon einmal sang und klanglos aus einem Bloggerleben verschwunden, sozusagen Harakiri im Windows Live Space. Die Gründe will ich heute nicht mehr nennen, aber eines kann ich Dir dazu sagen: Schon nach ein paar Tagen später habe ich mich über meinen virtuellen Selbstmord geärgert, mir fehlte was und dann die ganze Arbeit, die ich in dieses Projekt gesteckt hatte. …alles futsch, umsonst.
Heute ist es so, dass ich mich auch hin und wieder frage: warum tust du dir das an, hast du nicht genug in der realen Welt zu tun? Klar habe ich, aber wie schon jemand hier vor mir schrieb, man lernt neue Menschen kennen, erfährt etwas Persönliches über sie oder deren Hobbys und irgendwann gehören diese Menschen zu meinem Leben, zwar nicht real aber trotzdem zu mir. Ich freue mich wenn ich Neues bei ihnen lese oder sie mich besuchen kommen. Das spornt an und ich sehe wieder einen Sinn in der ganzen Bloggerei.
Eine kleine Auszeit sollte dennoch immer drin sein, denn Bloggen sollte nicht zum Zwang werden oder nur die Erwartungshaltung anderer Blogger erfüllen. Ich blogge gern, mal mehr, mal weniger, mal nur kurze Beiträge und mal ellenlange Texte.
Danke für diesen interessanten Beitrag, der regte mich mal wieder zum Nachdenken an.
LG Martina
Ah, danke. Du hast mir damit sozusagen den letzten Anstoß gegeben …
Dieses «alles futsch» würde mich auch so sehr ärgern.
eija, soll halt jeder machen, was er will. ich bin mir zwar auch nicht immer sicher, wie das weitergeht, aber löschen werd ich den Blog nicht. Versprochen!!
Ich blogge, weil und wenn es mir Spaß macht und wenn ich glaube, etwas „mitteilen“ zu wollen. Das ist je nach Zeit unterschiedlich, denn das reale Leben und das berufliche Leben haben Priorität. Andererseits empfinde ich das Bloggen als eine sehr gute Methode für mich, den Kopf frei zu bekommen.
Andere mögen das Bloggen in Frage stellen und auch die Nase voll haben, das muss man akzeptieren. Ich hatte diese Krise noch nicht und hoffe, sie überkommt mich auch nicht.
Bloggen ist für mich ein „sich-von-der-Seele-schreiben“, ein Austausch, der mit vielen Gedankenanregungen verbunden ist und ein Zuwachs in vielerlei Hinsicht. Wenn jemand lesen und kommentieren kommt oder ein „like“ setzt, dann freue ich mich.
Liebe Grüße
Anna-Lena
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mir gefällt die Sicht von Herbstbaum. Ja, es ist WandelZeit. Nicht gerade nur, weil es Herbst ist, diese Zeit hat früh im Jahr begonnen und da wandelt sich eben auch so mancher Blog, manches Verhalten, manch Bedürfnis. Es gilt sie zu respektieren. Bauchschmerzen machen mir einzig und allein die vielen Überforderungen, ob nun hier in Bloghausen zu lesen oder im realen Leben zu hören/zu spüren. Von ihnen bin ich leider auch nicht (mehr) frei. Da ist es natürlich, dass man auch ab und an über Sinn und Zweck des Blogs nachdenkt.
Ich halte mich kurz, wenn ich keine Worte habe, zeige dann eher Bilder. Dann gibt es wieder Zeiten in denen es nur so aus mir heraus sprudelt und dann werden die Texte lang und länger. Nein, ich möchte Zurzeit nicht auf Bloghausen verzichten. Auch weil es nicht nur um „meins“ geht, sondern auch um EUCH. So viel Inspiration und so viele Gedankenanstöße, darauf möchte ich nicht verzichten. Aufs gesunde Maß kommt es an.
liebe Grüße
Frau Blau
Es ist schade, wenn Blogs und ihre Schreiber sang- und klanglos verschwinden. Man denkt ja doch irgendwie über die Beweggründe nach.
Übrigens Tina Frau führt den Blog Black Jack weiter.
Ich zweifle auch sehr oft darüber nach, ob der Blog (oder das Blog?) etwas bringt, wo ich doch eher kaum sinnvolle Beiträge poste.
Aber ich würde ihn trotzdem niemals löschen. So denke ich zumindest jetzt. Aber wer weiß, was man in Phasen macht, in denen einem vielleicht alles egal ist?
lg Gabi
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