Vis-à-vis
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An der Straßenbahnhaltestelle stehe ich in der Herbstsonne, die mir ausnahmsweise angenehm ist, weil sie nur sachte wärmt und von einem Lüftchen begleitet wird. Am Bahnsteig gegenüber lehnt ein Mann am Geländer, dessen hellgrau-weißer Bart um einiges wilder wuchert als meiner.
Wir begegneten uns schon öfter, aber immer nur in Bewegung, nie in Ruhe. Heute stehen wir und sehen uns und unsere Bärte an. Wie Spiegelbilder heben wir gleichzeitig einen Arm und streichen uns synchron über und durch den jeweils eigenen Bart.
Darüber beginne ich zu grinsen, und auch bei meinem Gegenüber geraten Bart, Augenbrauen und die Lachfalten in Bewegung. Ich muß ein Losprusten unterdrücken.
Mir schien, wir hätten uns gegenseitig mit einem amüsierten Lächeln beschenkt. Meine Bahn fuhr ein – und wieder machten wir wie Spiegelbilder gleichzeitig eine Handbewegung zum Abschied.
Jaja, der Herbst …
Der Verfasser des Blogs schleicht davon und dankt für’s Lesen.
P.S.: Positiv am 4. Oktober 2012 war die gelaufene Sendung (puh, ohne Fehler) und ein ganz netter Film am Abend.
© 2012 – Der Emil. Text & Bilder stehen unter der Creative Commons 3.0 Unported Lizenz
(Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).
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Zwei Männer mit langen Bärten sind heutzutage wirklich etwas Besonderes. Eine schöne Begegnung!
Gibt es einen wilderen Bart als Deinen?
Halt das Lächeln fest im Gedächtnis. Es gibt manchmal viel zuwenig davon.
Gruß von gleich Nebenan
Danke, lieber Emil für diese schönen Zeilen. So eine Situation kenne ich auch, „Gott sei Dank“ ohne Bart. :-)) So ein Lächeln ist einfach schön und begleitet einem den ganzen Tag. Es ist ein Farbtupfer im grauen Alltag.
liebe Grüsse, Margot
Hast du in einen Spiegel geguckt?
Nein, da stand ein weißbärtiger Herr wartend auf die Bahn in Gegenrichtung 😉
Was für eine schöne Begebenheit. Ich hoffe, ihr kommt bald mal ins Gespräch.
Lächeln kann verzaubern, stimmt freundlich.
Lieber Emil…. zu Deiner Kenntnis ..
ich lese alle Deine Artikel schon vor ab auf Outlook!!!
Danke… immer eine nette Bettlektüre.
Heut habe ich mal ein paar Daumen gehoben!
Sind alle ehrlich gemeint :-))
Dicker Drücker
Marina 🙂
Ich finde, dass solche kleinen mitmenschlichen Begegnungen das Salz in der Suppe des Lebens sind. Mich bringt das immer zum Lächeln und ich denke dann: die Welt ist ja doch besser …