Aue (Sachsen)
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Über den Jahreswechsel war ich in der alten Heimat, im Erzgebige – naja, mehr in der ehemaligen Kreisstadt Aue.
Gegen das Licht mußte ich dort ein Bild von der “ruutn Kirch” machen. Auch wenn es auf dem Bild nicht erkennbar ist, so ist die Kirche doch rot, aus roten Backsteinen erbaut, und leuchtet im Abendlicht intensiv rot. Daher kommt auch der Name, der fast ausschließlich für sie verwendet wird.
Der offizielle Name dieser Kirche ist St. Nicolai oder Nikolaikirche oder St. Nikolai – alle drei Schreibweisen sind in den offiziellen Quellen üblich.
Vor vielen Jahren sang ich einmal als Mitglied eines Kirchenchores dort. Ich weiß nichtmehr was, ich weiß nichtmehr wann. Nur an das Stattfinden dieses “Auftritts” kann ich mich noch erinnern. War es in einem Gottesdienst? War es ein Chorkonzert?
Ich habe es vergessen. Wie so vieles andere, das ich mich zu vergessen zwang. Das ich verdrängte. Blöd nur: Ich weiß nichteinmal mehr, warum ich das tat, das Verdrängen und Vergessen. Nur eines weiß ich jetzt wieder genau: All das muß ich wiederfinden, denn es gehört zu mir. Und ich brauche diese Erinnerungn, um mit mir und mit meinem Leben zurechtzukommen und um dem einen oder anderen Menschen etwas erklären zu können, unter anderem auch mir.
Aber das ich selbst mich zum Vergessen und Verdrängen zwang …
Der Verfasser des Blogs schleicht davon und dankt für’s Lesen.
P.S.: Positiv am Freitag, den 13. Januar 2012 war der gänderte Vertrag mit dem Stromlieferanten.
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Die rote Kirche … ach ja.
Noch 800m weiter und du bist bei mir zu Hause. 😉
Bei mir hätte er noch paar Kilometer weiter fahren müssen, nämlich Lößnitz.
Ich war in Lößnitz. Untere Bahnhofstraße …
Bei den Blechformwerken?
Nein. Ziemlich weit unten – privat, so halbwegs zumindest …
Verdrängen ist sicher kein Weg, der von Erfolg gekrönt ist. Dennoch denke ich, dass man das Eine oder Andere ad acta legen sollte. Anderenfalls quillt der Kopf irgendwann so über, dass kein Raum mehr für Neues bleibt. Nicht so gute Erfahrungen können als Warnung dienen, wenn sich ähnliche Situationen anbahnen. Jederzeit präsent sollten sie jedoch m. E. nicht sein.
Schöne Erinnerungen hingegen wärmen sogar an bitterkalten Tagen. Die sollte man sich stets bewahren.
Mit anderen Menschen erzählen, das hilft, da fallen einem Dinge ein, von denen man geglaubt hat, man habe sie vergessen. Oder alte Fotos anschauen, auch da fallen mir viele Begebenheiten von früher wieder ein. Ich mache das sehr gerne, erzähle auch gern meinen Kindern so alte „Geschichten“. Irgendwie scheint mir, das ist ein Weg zurück zu den Wurzeln, die man hat.
LG
SK
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Hab grad paar Tränchen in den Augen, denn dort, wo du warst, ist auch meine Heimat und die vermisse ich sehr. Allerdings verdränge ich auch vieles, denn dort habe ich die schönsten aber auch die schlimmsten Momente meines Lebens erlebt. Aue – trotz allem ein schönes Städtchen. Warst du auch im Blauen „Engel“?
Nein, ich stand nur davor und habe die astrologischen Preise gesehen …
Na, dein Chorauftritt in der alten Heimat ist nicht schlecht als Anfangspunkt einer Entdeckungsreise. Ich denke, mit Gutem anzufangen läßt weniger Gutes erträglich machen.
An Vieles, besonders auch schlechte Zeiten kann ich mich nach Jahrzenten immer noch erinnern. Vielleicht ist es nicht schlecht, wenn man manches vergessen hat… Andererseits, wie sweetcoffie sagt, helfen Fotos oder bestimmte Orte, wo man mal war, „auf die Sprünge“. Schönen Sonntag wünsche ich