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Wenn alle die Dinge, die unser Leben schneller machen, verschwinden würden: Was wäre dann?
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Plötzlich hätten wir alle wieder ganz viel Zeit.
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Der Lebensrhythmus würde von Hektik zu Gemächlichkeit wechseln. Aber wie so oft ignorieren wir die Wahrheit und glauben der Logik … Hmmm?
Der Verfasser des Blogs schleicht davon und dankt für’s Lesen.
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ein wenig zeit, nur um auszuruhen,
wenn die zeit noch schneller rennt als wir,
laß sie alleine laufen, eine ruhepause sollte drinn sein
zum wenigstens seele auftanken!
gerne gelesen…sehr schön geschrieben,
mit wenigen worten…DANKE!
Oh – ich habe zu danken …
Ach – die Anregung hab ich von dort herbekommen: Kein Öl mehr! Übung für den Ernstfall (3sat)
Ja, habe ich auch gesehen, samt der unlogischen Behauptung über die Logig. Denn unlogisch ist ja dieses dumpfe Gefühl, man könne durch Hektik und Beschleunigung Zeit gewinnen. Logik und Empirie dagegen weisen nach, dass dem nicht so ist.
(Am Rande, das berühmte Carpe diem besagt das genaue Gegenteil von dem, was die meisten Leute glauben. Es ist nämlich nicht die Aufforderung nützlicher Tätigkeit nachzugehen, sondern der Ratschlag seine Freizeit zu genießen)
Brillant umgesetzt hast Du Deine Idee mit dem Freiraum, selbst nachzudenken. Ich hoffe nur es erkennen immer mehr Leute, dass ein Leerraum Freiraum ist.
Logik im wissenschaftlichen Sinne schon. Die menschliche (alltägliche) Logik sagt doch eher, daß ich, wenn ich etwas schnell erledigt habe, hinterher mehr Zeit habe (die die Meisten dann aber ganz schnell wieder mit unsäglich vielen Aktivitäten vollpacken).
Irgendwo hab ich mal gelesen, daß der Urmensch maximal 3 bis 4 Stunden täglich mit dem Nahrungserwerb beschäftigt war – und den Rest des Tages zur “freien Verfügung” hatte
Als ich mir mein Auto nicht mehr leisten konnte, brach eine Welt zusammen. Wie sollte das denn gehen? Ich auf der Kuhbläke, auch noch ganz freiwillig, und dann kein Auto?
Es ging. Wenn immer es geht, fahre ich Rad. Jeden Tag sehe ich, wie sich im Jahreszyklus die Natur verändert, wann die Störche kommen, wie sie ihre Jungen aufziehen und mit ihnen abfliegen… Und ich kann jederzeit mal anhalten und mit Bekannten ein kurzes Schwätzchen machen. Und wenn es mal schneller gehen muss, dann gibt es noch den Bus.
Deine Idee mit den (Leer-) Freiräumen finde ich gut. Der wird bei Gestaltungen immer vergessen, und kann viel aussage.)
Liebe Grüße aus dem Spinnstübchen
Mein Auto hab ich auch abgeschafft.
Aber meine Wahrnehmung ist manchmal noch immer sehr eingeschränkt. Richtig radiklae Schritte zu tun traue ich mich viel zu selten.
Aber Freiraum schaff ich mir schon manchmal.
Bei meinem ersten Sprachkurs in Granada – viele von unserer Schule wohnten privat, das ist bei Tandem-Schulen oft so – wohnte einer meiner Mitschüler bei jemandem ohne Telefon. Um sich mit ihm zu verabreden, blieb einem – hatte man dies nicht schon in der Sprachschule erledigt – nichts übrig, als quer durch die Stadt zu ihm zu laufen, zu klingeln und zu gucken ob er da ist. Das war eine bemerkenswerte Erfahrung.
Heute gibt es dafür den Begriff „Entschleunigung“ – ich mag die Gemächlichkeit lieber.
Und ich bin es zu selten – und es wird auch viel zu selten zugelassen „von der Gesellschaft“ …
Stimmt. Unter dem Diktat der Effizienzsteigerung werden Freiräume geschlossen. Dabei werden oft scheinbare Leerlaufzeiten eliminiert und es geht das verloren, was sonst in dieser Zeit stattfand. Und wenn es sich sammeln, nachdenken und Energie tanken war, das sieht ja von außen auch nach Nichtstun aus. Wenn wir dann auch noch die Freiräume geschlossen haben, die wir brauchen, um Ein- und Auszuatmen, ersticken wir 😉
s.a. http://www.jf-archiv.de/archiv07/200752122139.htm
Das ist zwar nicht unbedingt der aktuellste Text, doch Hartmut Rosa ist ganz großartig zu dem Thema. Soweit ich weiß, ist er Professor für Soziolgie in Jena.
Herzliche Grüße!
Da war auch das Interview in der Zeit …
Danke für den Link, Christa.
Hach mein lieber Emil,
seit ich krank bin seh ich auch immer wieder zu, dass ich mir meine Gemächlichkeit zulege und mir die Zeit dazu nehme. Ja ich weiß, ich muss noch reichlich üben, aber bin auf’m Weg.
Wenn ich ehrlich bin hab ich mir da schon einiges von DIR abgeschaut.
Ich bin echt manchmal richtig fasziniert wie du deine Gemächlichkeit genießen kannst.
Allen Lesern hier wünsche ich noch einen schönen Abend
Du weißt, wann das richtig angefangen hat?
Als ich mich daran gewöhnt hatte, NICHT mit dem Auto zu fahren …
Mir rennt die Zeit davon, ich fasse sie einfach gar nicht mehr.
Dann hoffe ich für Dich, daß Du zur Zeit ein ausgefülltes, erfülltes Leben hast …
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