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Ich nehme jetzt ein wenig Anlauf, um zum eigentlichen Thema zu kommen, das ich heute außerdem mit vielen Wikipedia-Links unterlege. Weitere Sucharbeit bleibt damit meinen Lesern überlassen …
Zwei Wochen vor dem WGT bin ich heute Nacht wieder (Mit-)Veranstalter einer kleinen, “schwarzen” Party hier in Halle (Saale). 19 Uhr schon war ich dort, habe den Aufbau (Dekoration ändern) und das Vorgespräch mitgemacht. Ab 22 Uhr sind die Türen geöffnet, und ich stehe bis mindestens zwei Uhr am Einlaß. Wenn alles wirklich gut funktioniert, ist etwa um sechs Feierabend. (Und ab 12 spätestens wird dann geputzt.)
Seit 2007 (da war ich 43) zähle ich mich zu den Gruftis, den Gothics, den “Satansanbetern” (das sind wir nicht!), zum “schwarzen Gemüse”. Es steckt auch eine Philosophie dahinter, allerdings keine Todessehnsucht. Es ist die Gothic-Kultur, die ein Teil der schwarzen Szene ist. Dazu gehört unbedingt die schwarze / alternative Musik, die vielfältiger als oft vermutet ist. (Ich höre trotzdem alles, sogar Volksmusik, Klassik, Schlager, Jazz, Tekkno, Acid, Rap – nur Dieter Bohlen darf daran nicht mitgewirkt haben …) Jedenfalls bin ich durch die Musik dazugekommen.
Heute trage ich ausschließlich schwarze Klamotten. Kein Pentakel, keinen Thorshammer, kein umgedrehtes Kreuz. Musikalisch bevorzuge ich Mittelalterliches (und damit meine ich: echt Mittelalterliches), Dark Wave, Dark Ambient – Metal und anderes geht nur, wenn die Stimmung dazu da ist. Zu den bevorzugten Bands zähle ich auf alle Fälle ASP – und auch dafür gibt es einen Wikipedia-Eintrag.
Die Band ist vielleicht weniger Menschen bekannt als ihre Musik. Denn nicht nur Otfried Preußlers 1971 veröffentlichtes Buch “Krabat”, sondern auch dessen filmische Umsetzung basieren auf der Sorbischen Krabat-Sage (übrigens ist Sorbisch tatsächlich Amtssprache in der Lausitz!). ASP hat mit ihrem Konzeptalbum Zaubererbruder – Der Krabat-Liederzyklus 2008 darauf (und auf Jurij Brězans Fassung der Sage) zurückgegriffen.
Und wie das so ist: Album und Film erschienen 2008 fast gleichzeitig im Abstand von vier Wochen – bei vielen hat sich die Musik als die zum Film gehörige eingeprägt. Das Album war im Dezember 2008 immerhin auf Platz 13 der deutschen Albumcharts. Auch für mich gehören der 2008er Film und das 2008er Album zusammen.
Ich fasse mal so zusammen: Brězans Buch und der danach gedrehte Film “Die schwarze Mühle” (DEFA, 1975) sowie Preußlers Buch und der 2008er Film und auch ASPs Alben (es gibt da außer dem oben genannten noch Von Zaubererbrüdern – Live & Unplugged) sind durchaus alle interessant und gehören auf eine sehr spezielle Art zueinander.
Vielleicht habt ihr ja Lust, selbst mehr dazu zu sehen, zu lesen oder zu hören.
Der Verfasser des Blogs schleicht davon und dankt für’s Lesen.
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… sehr interessant dein Blog !
Ich steh ja eher nicht so auf diese Musik und schon gar nicht auf Mittelalter … aber bin trotzdem neugierig und klick mal hier alles an was geht ^^
KRABAT ist einer meiner Lieblingsfilme 🙂 … die schwarze Mühle … da hatte ich früher immer Angst , ich war ja noch ein Kind;)
Schönen Sonntag wünsche ich Dir !
Die Musik ist stark 😆
stille, ich weiß gar nicht ob ich zum video, oder überhaupt,
aber ich spüre…und ich lese…höre, fühle…emil, alles gefällt, nur hole dich wieder ein, bitte, du bist ein kämpfer, danke, ich lese gerne bei dir!!!
Stücke mit Geige finde ich immer Super! Danke Dir. Die Steff
Moin Emil, Krabat vor 14 noch gesehen. Sehr mystisch,aber spannend. Musik schau ich gleich mal nach. Beim mitteralterlichen Gesang, sind meine Gregorianische und keltische Gesänge. Hab auch viele CDs davon … Ist eben alles Geschmackssache.
Wünsch Dir einen schönen Sonntag……Illo.******
Ääh Krabat vor 14 Tagen noch gesehen; immer diese Tippselfehler !!!!!
Ich hab den (neuen) Krabat-Film erst einmal gesehen. Aber die Musik hör ich öfter … Am Mittwoch werd ich ja auch wieder mitspielen und -singen.
Kennst Du die DEFA-Verfilmung?
Meine Tochter war 15, als sie zum ersten Mal zum WGT ging. Allein. Nicht eine Minute hatte ich Angst um sie, denn auf sie wurde gut „aufgepasst“. Man hat sie schließlich irgendwann in die Straßenbahn gesetzt und ich habe sie am anderen Ende der Stadt abgeholt.
Die Filme und die Bücher kenne ich.
Der Musikgeschmack meiner Tochter hat sich inzwischen sehr gewandelt. Damals liebte sie Marilyn Manson, Goethes Erben und andere. Mit der Gothikszene hatte ich persönlich nichts zu tun, aber Musik von den Irrlichtern, Schelmish, Speculatius und Schandmaul habe ich reichlich, und du bringst mich auf die Idee, sie mal wieder zu hören.
Liebe Grüße von gleich nebenan
Das WGT ist irgendwie ein Phänomen (wie Wacken, dort würd ich gern mal hin, und zwar NUR für’s Eröffnungskonzert). Ich wohn ja gleich in der Stadt nebenan und versuche seit 2007 – also jetzt seit 5 Jahren – das GANZE Fest mal mitzumachen. Leider hab ich bisher nur einen einzigen Besuch im Heidnischen Dorf geschafft.
Oh – wir haben einen ziemlich ähnlichen Musikgeschmack! Ich werf mal Spectaculatius ein …
In welcher Örtlichkeit hast du denn die Veranstaltung gemacht, wenn ich fragen darf ? ich werde das Gefühl nicht los, dich schonmal in Natura gesehen zu haben.. war ja öfter mal in HAL und LE – und du bist ja eine prägnante Erscheinung 😉
ASP selbst haben ja viele Fans und so wurde mir diese Zaubererbrüder-DVD auch schon mal vorgeführt.. naja, ganz nett.
WGT.. ach, das wäre toll, aber die Kleine würde sich wohl frühstens nächstes Jahr vonder Oma, die in LE-Nähe wohnt, betreuen lassen *träum*
Es war die Rockstation. Aber ich war auch öfter im Wecker in Mersedorf, im Pe1 in Halle und auch schon in der Villa (im Keller) in LE …
ah ja, die letzten beiden besuchte ich früher..
aber du wirst sicher auch auf der Straße ins Auge gefallen sein.. nun ja, viel Spaß noch dir (ein Wunsch, mit dem Gedanken verbunden, dass ich, wenn ich einst über 40 bin, auch noch so „rocke“) =)