Sonnennachmittag (Nº 101 #oneaday)

Sonntagsspaziergang

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Für mich begann gestern das Sommerhalbjahr.

Sonntag. Gestern habe ich sogar frühmorgens schon ferngesehen, ab 9.00 Uhr im ZDF (was da läuft, könnt ihr selber suchen) bis 10.15 Uhr. Danach gab es Kaffee und Toast mit Spiegelei und Orangenmarmelade. Die Nymphen mußten im geschlossenen Käfig ausharren, weil die Fenster weit offen waren.

Die Morgenroutine lief weiter. Nebenbei schaute ich schon mal in meinen Blog, genehmigte die Kommentare, las hier und da ein wenig. So verging die Zeit bis halb zwei.

Mit der Straßenbahn fuhr ich zum ersten Mal bis zur Endhaltestelle hier in Neustadt, bis zur Soltauer Straße. Der Fahrer ist ein alter Bekannter, wir unterhielten uns seine Wartezeit durch über dies und das. Zu seiner Abfahrtszeit machte ich mich auf den Weg in die Natur.

Ich lief nach Nietleben, am Granauer Friedhof und am Heidehof vorbei. Vom nahen Heidebad, einem Freibad an einem wassergefüllten Bergbaurestloch, schallte der Krawall einer Kinderbespaßung herüber. Doch wie froh war ich, als schon nach kurzer Zeit Ruhe einkehrte.

Gemächlich, sehr gemächlich lief ich in der Sonne bergauf. Ich nahm mir Zeit und schaute rechts und links des Weges nach den Pflanzen und Tieren (dort ist auch eine große Pferdekoppel, und vom Heidehof die Gänse und Enten hatten auch Freigang). Immer wieder bückte ich mich nach den Blümchen, fotografierte, roch und beobachtete einfach.

Oben angekommen – der Weg ist nicht weit, wirklich nicht) – setzte ich mich auf einer Streuobstwiese auf die Reste eines umgestürzten Baumes. Im Halbschatten genoß ich die frische Luft, die Ruhe und die lauten Gesänge der Vögel. Hoch oben kreisten Milane, Hummeln brummelten um mich herum und eine Ameisenstraße führte neben mir über den Baumstamm.

Dann lehnte ich mich zurück und döste vor mich hin, in diesem angenehmen Zustand zwischen Wachen und Schlafen, da man der Realität bereits entrückt ist und nur noch entfernt Geräusche wahrnimmt. Es begann sogar ein luzider Traum …

Fast zwei Stunden lag ich dort (N 51° 29′ 09″, E 11° 53′ 17″ – für die, die genau wissen wollen, wo), ab und zu hörte ich ein Auto vorbeifahren. Schließlich rief meine allerallerallerbste Freundin an und wollte endlich den Grabstein sehen aus meinem «Was ist’s». Wir trafen uns unterwegs, und so war ich auch noch mit ihr auf dem Trothaer Friedhof. Und sie war erstaunt, weil das Gebilde nur ca. 50 cm Durchmesser hat und auch nur ganz knapp über dem Boden schwebt.

Nach dem Nachhausekommen habe ich dann schnell ein paar Bilder bearbeitet. Und wenn dieser Blog online geht, werde ich vielleicht schon den Traum von gestern nachmittag weiterträumen.

Euch, meine Leserinnen und Leser, danke ich nochmal ganz herzlich für eure Worte zu meinem 100. Blogbeitrag in #oneaday. Und ich wünsche euch eine wundervolle, sonnige Woche.

Der Verfasser des Blogs schleicht davon und dankt für’s Lesen.

© 2011 – Der Emil CC by-nc-nd der_emil(at)arcor(dot)de

101 / 365 – One post a day (WP-count: 475 words)

Über Der Emil

Not normal. Interested in nearly everything. Wearing black. Listening. Looking. Reading. Writing. Clochard / life artist / Lebenskünstler.
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0 Kommentare zu Sonnennachmittag (Nº 101 #oneaday)

  1. fudelchen sagt:

    Wunderschööön 😆

  2. l075 0f l4u6h1n6, lieber Emil. Der WordPress- Benachrichtigungsdienst führte mich sowohl in die Irre als auch hierhin. Er meldete: „Sonntag. Gestern habe ich sogar frühmorgens schon ferngesehen, ab 9.00 Uhr im ZDF (was da läuft, könnt ihr selber suchen) bis 10.15 Uhr. Danach gab es Kaffee und Toast mit Spiegelei und Orangenmarmelade. Die Nymphen“ dann stellte sich heraus, es handelt sich um Pipmätze.

    Spiegelei auf Orangenmarmelade? wür6

    • der_emil sagt:

      Nein. Toast mit Spiegelei und Toast mit Orangenmarmelade. Nur auf Käse hätt‘ ich die Marmelade direkt draufgeschmiert …

      Ja, und Nymphen – ich leb mit zwei männlichen Exemplaren davon zusammen.

      Danke – ich mußte grad nochmal herzlich lachen.

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