Es fängt gerade an, wieder wirklich toll zu werden.
Ja, in den Burgen und Schlössern, in denen ich mich immer mal wieder aufhalte, überkommt mich regelmäßig ein besonderes Lebensgefühl. Na klar liegt das auch an den Menschen, mit denen ich dort zusammenbin. Ich schrieb schon oft, daß das für mich kleine Auszeiten sind, die ich genieße.
Diesmal aber: Gestern fühlte ich mich beinahe den ganzen Tag fahrig. Da gab es ein vereinsinternes Problem, das unbedingt gelöst werden mußte (und es wurde gelöst, wie gestern schon zu lesen war.) Heute früh hatte ich – wie wirklich jedes Mal – noch überhaupt keine Lust auf diese Burg an diesem Wochenende. Selbst bei Losfahren hatte ich noch ein sehr flaues Gefühl im Magen.
Aber dann, beim Ankommen, erst recht nach dem Aufbauen, beim ersten entspannten abendlichen Kaltgetränk, da war es endlich da, mein Schloßgefühl. Ja, endlich wieder normale Bekloppte, endlich wieder Lachen und Schwatzen und Spaß miteinander haben. Voraussichtlich kein Regen, was gut für mich und die Ausrüstung und für die Natur eben doch nicht gut ist.
Ich weiß, daß es mir hier gutgehen wird. Nein, wirklich mittelalterlich ist hier fast nichts – außer vielleicht der Umgang der Marktleute miteinander. Denn ich stelle mir so ähnlich die Dorfgemeinschaften von anno Tobak vor, derb, geradeaus, ehrlich und noch nicht ganz so versessen nur auf den eigenen Vorteil, sondern eben mehr auf das ganze Dorf bedacht. Und ja, ich weiß auch, daß das mit Sicherheit eine romantisierende Vorstellung ist. Aber mein Schloßgefühl genieße ich dennoch.
Und jetzt geh ich noch zu Freunden, das Wiedersehen feiern.
Erinnerung des Tages:
Leider gibt es hier keinen Zuber. Aber als ich vor vielen Jahren das erste Mal mit Marktleuten mich abends darinnen entspannte, das war schön.
Mit einem Danke fürs Lesen schleiche ich mich davon.
P.S.: Zufrieden machten mich am 07.08.2026 eine ruhige Anfahrt, der langsame Aufbau, das Feierabendbier.
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(Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).

