057.2026: Motivation

Ich bin nicht sicher, ob es wirklich Motivation ist, die fehlt.

 

Irgendwie war es leichter, Text- bzw. Blogideen zu haben, als ich mich noch zum täg­lichen Bloggen verpflichet fühlte. Da war es einfach Routine, eine Idee zu finden, sie in Worte zu fassen und dann zu veröffentlichen. Natürlich war es immer wieder auch eine Last, eine Belastung, ein Ringen darum, an jedem Tag zu müssen …

Jetzt habe ich mich von dieser selbstauferlegten Pflicht befreit. Ja, so sehe ich es noch immer. Aber ich merke, daß es mir jetzt eben wesentlich schwerer fällt, überhaupt noch etwas zusammenzuschreiben. Vieles scheint mir viel zu banal zu sein, anderes zu speziell – und dann gibt es ja auch noch Themen, die ich wirklich nicht bearbeiten will hier im Blog. Was würde es denn bringen, jammerte ich über meine Schwie­rig­keiten mit der Weltlage herum, würde ich von meinen irrationalen Ängsten erzählen, die nähere Zukunft betreffend? Die haben doch mit Sicherheit sehr viele Menschen, die noch klar denken können …

Noch möchte ich mein Experiment mit meiner Freiheit nicht für beendet erklären. Noch suche ich nach etwas, das mich zum Schreiben motivieren könnte, das mir zu neuen Ideen verhülfe. Lange aber werde ich mir diese Unzufriedenheit mit dem Ganzen nicht mehr ansehen können. Selbst dann nicht, wenn ich meine mir von mir gewährte Freiheit … Also, wenn ich mit der nicht ohne Unzufriedenheit umgehen kann, dann verichte ich lieber wieder darauf. Ich bin und bleibe absolut konsequent in meiner Inkonsequenz!

Ehrlich. Wenn ich etwas, das mir nicht mehr so ganz paßt, aufgebe zugunsten von etwas, das mir noch weniger paßt: Dann ist es doch nur verständlich, daß ich zum weniger Unpassenden zurückkehre? Und mir damit über eine Zeit hinweghelfe, in der ich auf der Suche nach Anderem bin? — Noch will ich nicht wieder tagtäglich bloggen, nicht hier in diesem einen einzigen Blog (ich habe ja noch mehr davon). In den nächste Tagen möchte ich einen modus operandi finden, der mir meine Ideen zurückgibt und mich vielleicht dennoch nicht zu einer täglichen „Pflicht” bringt. Keine Ahnung, ob so etwas überhaupt möglich ist.

Jaja, auch wieder nur unsortiertes Zeug aus meinem Denkicht.

 

Mit einem Danke fürs Lesen schleiche ich mich davon.

Der Emil


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Über Der Emil

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