Wenn niemand anderes mit mir spricht, tu ich es.
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Da die Radiosprecherinnen nicht antworten, wenn ich etwas frage, und da ich heute auch mit niemandem telefoniert habe, führte ich – wie jeden Tag – eben Selbstgespräche. Manchmal lese ich auch laut. Und bis auf die Mitarbeiter in den heute aufgesuchten Läden hat ja niemand gehört, daß ich mit mir selbst spreche. AUßer mir jedenfalls.
Was brauch ich denn noch? Da war doch was. Nur was nur? Ach so: Ein langes Kabel USB-A auf USB-C ist notwendig. Aber wenn ich mir die in den Ladengeschäften dafür verlangten Preise ansehe, dann zögere ich doch. Allerding ist das Ding jetzt wirklich nötig. Ich stand heute vorm Regal mit diesen Teilen, und ich schwitzte. Boah, ca. 30 € für ein Kabelchen. Doch dann sah ich etwas, das nur ein Drittel des Kabels kostete und mich meine alten Micro-USB-Kabel weiterhin verwenden läßt: Es gibt Adapter, kleine schwarze Dingelchen, in die ein Micro-USB-Stecker paßt und die auf der anderen Seite eben einen USB-C-Stecker haben. Na also. Ja, ich weiß, jeder zusätzliche Steckkontakt blabla blablabla. Bei einem einfachen Ladekabel, denke ich, spielt das aber doch keine Rolle.
Die Kladde ist bald voll. Ich habe in den letzten zwei, drei Wochen mehr als vorher dort drin aufgeschrieben. Ich muß mir also langsam eine neue aussuchen aus meinem Kladdenzoo. Und weil ich Seitenzahlen liebe, hab ich die auch noch zu numerieren. Gesagt, getan: 192 Seiten (abzüglich ein paar fürs Inhaltsverzeichnis hinten). Nur, daß das Papier des jetzt vorbereiteten Notizbuches nicht so ganz tintenfest ist, wie ich das von anderen Kladden gewöhnt bin, macht mich etwas unsicher. Also habe ich auch in einer zweiten Kladde die Seiten durchnumeriert ungefähr bis zur Hälfte.
Außerdem sollte ich irgendwann damit beginnen, die Termine in den Kalender für nächstes Jahr einzutragen. Natürlich wieder in vier verschiedenen Farben und in verschiedenen Schriftarten. So sehe ich leichter, welchen Charakter ein Termin hat. Marktmönch erkenne ich am grünen Kurrent, Radio an blauen Druckbuchstaben (Kapitälchen) usw. usf. Das mache ich schon einige Jahre so, auch in den Kalendern, die ich benutzen mußte, weil es „meinen” Kalender eben nicht zu kaufen gab in drei von mittlerweile 16 Jahren. Ja, ich sollte beginnen, heute hatte ich keine Lust dazu. So steht in meinem Papierkalender jetzt für das Totensonntagswochenende auch „Kalendereinträge” notiert.
Im Kühlschrank habe ich mich durch die Vorräte gewühlt. Und umsortiert nach MHD, das früher zu Verbrauchende liegt jetzt über dem länger Haltbaren. Ein Stück Gouda ist, wie es umgangssprachlich heißt, schon im Juli „abgelaufen”. Aber es ist noch ordentlich verpackt, es ist nicht verändert in der Farbe und Schimmel ist auch nicht zu sehen. Also wird es beim nächsten Numiroso-Essen zur Hälfte verbraucht, und die andere Hälfte wird dann gerieben eingefroren.
All das und noch mehr hatte ich heute mit mir auszudiskutieren. Ich bin ganz glücklich darüber, daß ich mir nicht immer nachgab und deshalb doch einiges schaffen konnte.
Ich schleiche mich davon und sage Danke fürs Lesen.
P.S.: Gut fand ich am 14.11.2022 den durchsortierten Kühlschrankvorrat, den gekauften Adapter, das abendliche Schaumbad.
Für morgen zog ich die Tageskarte Fünf der Münzen.
© 2022 – Der Emil. Text unter der Creative Commons 4.0 Unported Lizenz
(Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).


Ich bewundere deine Akribie, mit der du Ordnung hältst. Das würde ich wahrscheinlich nie, gar niemals nicht, durchhalten.
Ich versuche immer wieder, etwas Ordnung zu schaffen. Allein: Die Entropie ist immer größer.
Ein verordentlichteres Ding und drei, in denen die Ordnung verlorenging. Immer.
…mir nicht immer nachgab…
Klingt gut!