Was mir nachts so aufs Papier gerät.
(Ich fand es gestern Morgen schon.)
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Ist jede Unwahrheit eine Lüge?
Diese Frage scheint eine mir sehr wichtige zu sein. Eine philosophische? Eine lebensnotwendige.
Ich formuliere um und permutiere die Frage noch, ohne eine Antwort zu haben:
Ist alles Lüge, was nicht nachweisbare Wahrheit ist?
Ist wirklich alles Lüge, was nicht nachweisbare Wahrheit ist?
Ist wirklich alles Lüge, was nicht nachweisbare Wahrheit ist?
Ist wirklich alles Lüge, was nicht nachweisbare Wahrheit ist?
Ist wirklich alles Lüge, was nicht nachweisbare Wahrheit ist?
Ist wirklich alles Lüge, was nicht nachweisbare Wahrheit ist?
Steht am Ende doch glatt noch eine andere Frage:
Was sind all die Wahrheiten, die nicht beweisbar, nicht nachweisbar sind?
Wirklich, das fand ich (mit den Hervorhebungen zwischen andere Sätze und Gedanken gekritzelt) in der Kladde. Am Morgen. Wer schrieb das? Ich kann mich nicht daran erinnern, wach genug gewesen zu sein für das Aufschreiben dieser Zeilen. Es ist meine Schrift, sehr unsauber zwar und offensichtlich ohne Brille geschrieben, aber es ist meine Schrift. Was habe ich geträumt, was hat mich beschäftigt? — Solche Notate sind ein Grund dafür, daß neben meiner Schlafstatt Schreibzeug zu finden ist, Kladde, Stifte, Schmierzettel. Und solche Notizen lassen mich immer etwas ratlos zurück, solche, die ich nicht bewußt machte. Wann benutzte ich das Wort „permutieren” zuletzt?
Ich schleiche mich davon und sage Danke fürs Lesen.
P.S.: Am 27.10.2021 waren positiv viel geschreddertes Papier vom gestern sortierten Haufen, Hose und Hemd wurden geflickt, Krimilesen in der Wanne.
Die Tageskarte für morgen ist die Vier der Schwerter (abwarten, beobachten, reflektieren).
© 2021 – Der Emil. Text unter der Creative Commons 4.0 Unported Lizenz
(Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).


Viel wichtiger als die Frage, wie die Entstehung der Notizen zu erklären ist, wäre möglicherweise, worum es in ihnen geht (um Glaube?).
(Nur als Randnotiz: Vor ca. 3 Wochen wachte ich gegen Morgen auf und die Nachttischlampe stand auf dem Kopf, balancierte auf dem Lampenschirm. Außer meinem Hund wohnt niemand bei mir.)
Irgendetwas werde ich wohl in Träumen in der Nacht verarbeitet haben. Glaube? Eher nicht …
Wahrscheinlich werde ich mich irgendwann daran erinnern können. Aber es hat wenig Sinn, mir darüber jetzt den Kopf zu zerbrechen.