2021,301: Goethe

Und eine Gedichtform, die ich bisher „übersah”.

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Diesem Amboß vergleich' ich das Land, den Hammer dem Herrscher
Und dem Volke das Blech, das in der Mitte sich krümmt.
Wehe dem armen Blech! wenn nur willkürliche Schläge
Ungewiß treffen, und nie fertig der Kessel erscheint.

Johann Wolfgan Goethe: Epigramme. Venedig 1790. Nº 14
© Verlag der Nation, Berlin

 

 

Seit wann dieses Buch bei mir in einem Stapel liegt, weiß ich nicht. Aber ich habe es und es fiel mir in die Hände beim umsortieren. In (früher wahrscheinlich) lindgrünem Leinen gebunden. Erschienen im Verlag der Nation Berlin mit der Lizenznummer 400/53/58 (also wahrscheinlich 1958). Ganz hinten im Buch findet sich noch der folgende Hinweistext:

„Diese Ausgabe enthält die 104 Epigramme, die mit Ausnahme von Nr. 34 zum ersten Mal in Schillers Musenalmanach für das Jahr 1796 veröffentlicht wurden, sodann weitere 51 (Nr. 105 bis 155), die Goethe zurückhielt und die erst 1914 im 53. Bande der Weimarer Ausgabe ungekürzt erschienen.”

Epigramme. Laut Wikipedia sind das kurze, zugespitzte Sinngedichte, die später eine poetischer Erweiterung erfuhren und oft in Distichen daherkommen. Im 20. Jahrhundert sind sie aus der Mode gekommen, gar selten geworden. Kein Wunder, daß sie mir seit dem Literaturunterricht der 11. und 12. Klasse nicht mehr begegneten.

 

Ich schleiche mich davon und sage Danke fürs Lesen.

Der Emil

 

P.S.: Am 28.10.2021 waren positiv weggebrachte Bücher, ein gekauftes neues Buch (Wolfram Christ: Lange Beine lügen nicht), eine Einladung für den Sonnabend nächster Woche.
 
Die Tageskarte für morgen ist die Zehn der Münzen (Notwendigkeit, innere und äußere Welt miteinander in Harmonie bringen).

Über Der Emil

Not normal. Interested in nearly everything. Wearing black. Listening. Looking. Reading. Writing. Clochard / life artist / Lebenskünstler.
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Ein Kommentar zu 2021,301: Goethe

  1. derbaum sagt:

    klingt nach einem tollen buch und das mit der welt wird schwierig…

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