Erste, m. M. n. untaugliche Hypothese.
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Achtung: Ich denke hier nur sichtbar vor mich hin, lasse meinem Denkicht etwas Freigang.
Fragestellung:
So viele Menschen zweifeln daran, daß sie liebenswert sind. Nur die, die es meiner Meinung nach nicht sind, die Arschlöcher, die Monster, die Nxzxs; u. v. a. m.: die zweifeln nicht. Das scheint mir eine der menschlichen Merkwürdigkeiten zu sein, die ich mir gerne erklären möchte. Woran liegt das also?
Erste Hypothese:
Diese Menschen, die sich für nicht liebenswert halten, lernten die Liebe nie kennen, auch in der Kindheit die Liebe der Eltern nicht.
Dagegen spricht: daß viele dieser Menschen gerade die Liebe der Eltern, der Großeltern, der Geschwister als bekannt angeben und sich oft sogar an Jugend- und erste große Liebe positiv erinnern können. So erfahre ich es jedenfalls aus den Erzählungen der und Gesprächen mit den Menschen in meinem Umfeld, sogar bei mir selbst. Ja, das ist nicht wissenschaftlich, nicht einmal annähernd repräsentativ. Aber es ist meine Wahrnehmung. Und nur um mein Denken, um meine Wahrnehmung geht es mir gerade. Wenn also so viele der Menschen der ersten Hypothese heftig widersprechen, dann … Dann erkläre ich sie für in meinem Erleben und in meinem Erfahrungsschatz und in meinem Umfeld als nicht (alleine) zutreffende Erklärung des “Nicht-Liebenswert-Phänomens”. Es muß also mindestens noch eine zweite, vielleicht sogar treffendere Hypothese geben …
Morgen werde ich mich mit einer zweiten Hypothese zur gleichen Fragestellung beschäftigen, hier im erscheinenden Text. Kommentiert ruhig trotzdem schon munter drauflos, wenn ihr mögt!
Ich schleiche mich davon und sage Danke fürs Lesen.
P.S.: Positiv waren am 07.01.2020 ein vormittags erledigter Termin und zwei, nein drei am Nachmittag erledigte Dinge, weggebügelte und -geräumte Wäsche, Dr. Who.
Die Tageskarte für morgen ist der König der Schwerter.
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(Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).


Ich bin neugierig auf deine 2. Hypothese, darum schreib ich jetzt mal nix 🙂
Mach ruhig. Ich feile nur noch an zwei oder drei Formulierungen, sonst ist der Text schon fertig.
Vielleicht gäbest Du mir ja einen Anstoß für eine dritte oder vierte Hypothese?
Ich habe an die Vergleiche gedachte, sich selbst mit anderen, das fängt ja oft schon auch in der Kindheit an und dass man so sein will wie die/der andere, aber nicht so wie man selbst ist. Meine Enkelin ist sieben Jahre alt und meinte letztens alle anderen könnten alles besser als sie. Ich war wirklich erstaunt und so kam ich auf den Gedanken. Denn geliebt wird sie wahrlich von Vielen.
Nº 4, glaube ich.
Danke.
Menschen, die sich für liebenswert halten sind Arschlöcher und Monster?
Genau umgekehrt: Arschlöcher, Monster und Co. zweifeln nicht an ihrer Liebenswürdigkeit, andere Menschen hingegen schon. Ist das wirklich so mißverständlich?
Für mich schon: wenn ich nicht daran zweifle, liebenswert zu sein, dann halte ich mich für liebenswert. Oder habe ich jetzt einen Knoten im Gehirn, weil es noch so früh ist? Egal, ich wünsche Dir einfach mal einen guten Morgen!
Hm.
Muß mal nachdenken, ob ich das anders sicherer formulieren kann.
Vielleicht meinst Du, dass gerade Menschen, die sich nicht als liebenswert empfinden, oft das Gegenteil behaupten…..
Neeee. Sorum ist es nicht. Aber vielleicht: Die, die es (für die meisten Menschen) nicht sind, die sind davon überzeugt, liebenswert zu sein und zweifeln das nie an.
Ich denke, dass es ein gewisser Erfolgsdruck ist, ein Anspruchsdenken. Es gibt sicherlich nicht viele Eltern, die ihre Kinder absolut bedingungslos lieben. Sie denken es vielleicht, aber machen es nicht. Wenn das ansonsten geliebte Kind „versagt“, wird es die Enttäuschung, so sie ihm nicht verbal vermittelt wird, auf andere Art spüren. Das Selbstwertgefühl sinkt und im Laufe der Zeit entsteht das Gefühl, nichts richtig zu können, also auch nicht liebenswert zu sein. Dazu kommt der Druck von außerhalb des Elternhauses. Und die vermaledeite Werbung, in der alle schön, klug und erfolgreich sind. Es gibt sicher viele Gründe.
Liebenswerte Grüße schickt Elvira
Anspruchsdenken. „Erziehung“. Ja. Viele Ursachen.
Passt hierzu ganz gut:
Es ist doch seltsam, dass dort, wo wenig Selbst und noch weniger Bewusstsein zusammenkommen, am meisten Selbstbewusstsein entsteht.
Autor (mir) unbekannt
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