272.2026: Bleib noch

Zwei Worte können eine wundervolle Wirkung haben.

 

 

Es gibt diesen einen Satz, den ich morgens gern hören würde. Noch lieber wäre mir, ich könnte ihm, wenn ich ihn hörte, dann auch folgenlos nachkommen. Solange ich aber noch in die Firma muß …

Letzten Sonnabend aber, letzten Sonnabend hörte ich ihn. Geplant war, daß ich am Vormittag noch ein paar Besorgungen mache. Also wollte ich ziemlich früh aufstehen, um vor dem Gang hinaus noch einen Kaffee zu haben und all das zu tun, was morgens von mir so getan werden muß. Ich sortierte im Kopf bereits, in welcher Reihen­folge ich was wo hole. Dann hob ich die Bettdecke an und … Und da hörte ich ihn, diesen Satz: „Bleib noch.”

Es wurde ein sehr schönes Wochenende, an dem zwar keine frischen Brötchen und auch keine Trauben im Haus waren, aber: Die Zweisamkeit, die wir uns viel zu selten für eine so lange Zeit erlauben, wurde von keiner Pflicht gestört.

 

 

Heute weggegeben bzw. entsorgt:
Ein paar Bücher stellte ich ins Öffentliche Bücherregal auf dem Marktplatz.

 

Mit einem Danke fürs Lesen schleiche ich mich davon.

Der Emil

 

P.S.: Zufrieden machten mich am 07.11.2026 bearbeitete Musik, ein schöner Schwatz, die Nach­richt über meinen neuesten Enkel mit dem Namen Emil.


© 2026 – Der Emil. Text unter der Creative Commons 4.0 Unported Lizenz
CC by-nc-nd Website (Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).

Über Der Emil

Not normal. Interested in nearly everything. Wearing black. Listening. Looking. Reading. Writing. Clochard / life artist / Lebenskünstler.
Dieser Beitrag wurde unter 2026, Geschriebenes, Miniatur, One Post a Day abgelegt und mit , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen für den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert