Heute weiß ich auf eine unbestimmte Frage nicht zu antworten.
Es gibt sie ja, diese Menschen, die ein zuendegehendes Gespräch am Leben erhalten möchten. Ich höre da: „Und sonst so?”
Eine Antwort darauf fällt mir in der Regel schon schwer. Es gibt Gesprächspartner, denen ich darauf mit einer Gegenfrage antworten kann: „Möchtest Du eine Antwort in Bezug auf Familie, Sex, Arbeit, Gesundheit, Hobby, aktuelle Politik oder das allgemeine Weltgeschehen haben?” Dann lachen wir gemeinsam und gut ist's.
Heute hätte ich auch das nicht fertiggebracht. Heute fehlte mir nicht nur die Schlagfertigkeit, sondern auch der Antrieb und die Kraft für eine Antwort auf diese Frage. Nicht einmal eine Ausweich-Floskel wäre mir über die Lippen gekommen. Gar nichts. Heute hätte ich höchstens die Augen ver- und mich weggedreht. Bei wirklich allen Nachfragenden (okay, es gibt wie immer diese eine, wirklich nur eine Ausnahme). Zum Glück habe ich solche Tage wirklich nur noch sehr selten; und heute fühlte es sich auch gar nicht nach Depression an – es ist nach meinem Dafürhalten „nur” eine „einfache” Erschöpfung, die mich betrifft.
Einkaufen war ich heute trotzdem. Sechs Bushaltestellen weiter gibt es ein kleines Versorgungszentrum, in dem ich alle drei Geschäfte finde, aus denen ich heute unbedingt etwas brauchte. Ja, ich hatte auch meinen Hackenporsche mit, mit dem ich mich noch älter als ohnehin fühle. Als ich die Rückfahrt antreten wollte, fuhr mir der Bus vor der Nase weg. Dreißig Minuten warten oder dreißig Minuten Fußweg? Leise vor mich hin fluchend dackelte ich in Richtung Zuhause. Bäh. Das wollte ich wirklich nicht, das hätte ich mir heute gern erspart. Aber soooooo lange Warten? Als ich die Wohnungstür hinter mir schloß, fluchte ich erstmal laut … Mittlerweile bin ich nicht mehr stinkig, sondern wieder nur erschöpft.
Morgen wird es besser, da bin ich mir ganz sicher. Morgen …
Mit einem Danke fürs Lesen schleiche ich mich davon.
P.S.: Zufrieden machten mich am 17.03.2026 das (für mich sehr) frühe Aufstehen, der erledigte Einkauf, einige gemachten Notizen.
© 2026 – Der Emil. Text unter der Creative Commons 4.0 Unported Lizenz
(Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).


@deremil
Morgen 💪
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Meine Schwester nutzte schon in ihren Dreißigern einen Hackenporsche. Sie lebt in einem ländlichen Vorort von Wiesbaden, wo das beim Einkaufen zu Fuß in den verwinkelten Gassen die beste Möglichkeit ist. Sie hat zwar selbst über sich gelacht, aber der Porsche war einfach praktisch.
Ich hab einen Hackenporsche der eigentlich in Rente gehört,
Er hat bei mir das 2te Leben bekommen und ich hatte ihn mit mitte 20 aus dem Müll gerettet.
Heute bin ich 50 und Er wird fast so alt wie ich.
Ein Andersen Model aus Ende dee 70er oder Anfang der 80er.
Der kam sogar mit zum zelten auf jedes Festival und ist ein wahrer Freund.
Er ist der Mercedes unter den Einkaufswägen und dann hat mein Partner einen gehabt mit Snoopy dem Er auch ein zweites Leben gab.
Die Tasche lebt noch,
aber das Gestell gibt’s heute nicht mehr.
Und Andreas hat sich dann den Porsches unter den Einkaufswägen gekauft.
Der zwar kaum in meine 1 Zimmer Wohnung passt, aber mir Möbel hierher transportiert und mit dem ich alles schwere und große zwischen den Wohnungen von Ost nach West transportiere.