Wieder bestätigt: Das geht echt nicht dauerhaft.
Wenn ich, was selten genug geschieht, einmal ein paar Stunden in voller Zufriedenheit verbringen darf, dann … Ja, dann erlebe ich auch ein Dilemma.
Denn nach einer gewissen Zeit macht sich in mir eine Unruhe breit, ein Drang, etwas (anderes) zu tun. Eine (kleine) Herausforderung zu meistern, die zu meinem Alltag gehört. Hier ein wenig sortieren, da was umräumen, ein paar Daten prüfen und löschen – einfach mal kurz raus aus dieser rosa Wolke. Tse!
Ist das nicht wirklich bekloppt? Da hab ich endlich, was ich mir wünsche, und dann brauch ich davon schon nach so kurzer Zeit Pause? Kann das überhaupt irgendjemand verstehen? — Na, es bestätigt mir zumindest meine bisherige Erfahrung, daß dauerhaftes Glück mich keineswegs glücklich machen kann … Es sind die Glücksmomente, die das Leben verschönern, nicht die Glücksstunden (allerdings: es gibt auch glückliche Stunden und Tage, aber denen ist ein anderes Glück zueigen). Ich bin und bleibe ein sonderbarer Kerl.
Mit einem Danke fürs Lesen schleiche ich mich davon.
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(Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).


Dauerhaftes Glück gibt es nicht und wenn, wer könnte das ertragen? Glücksmomente hingegen sind wertvoll und können in der Erinnerung gesammelt werden. Und wenn Du zufrieden bist, Herausforderungen zu meistern, dann ist das doch auch schon wieder ein kleiner Glücksmoment. Nein, ich finde nicht, dass Du in dieser Hinsicht ein sonderbarer Kerl bist.
Nun, vielleicht war ich erstaunt darüber, daß auch eine sehr, sehr große Zufriedenheit wie Glück sich anfühlt: Ja, nicht nur vielleicht, so war es.
Ohne Dunkelheit würden wir das Licht nicht kennen, nicht wahr?
Ja, das ist wohl wahr! Und ich empfinde es genauso: Zufriedenheit fühlt sich wie ein stilles Glück an. Manchmal frage ich mich, warum ich meistens so ausgeglichen und zufrieden bin. Es muss das Alter sein.
Und ja, ich kann auch nicht dauerhaft zufrieden sein. Man muss ja auch noch ein paar Herausforderungen meistern. Und andere Emotionen und Gefühle wollen auch gelebt werden.🍀
Wenn das sonderbar ist, sind alle Menschen sonderbar. Die Runkelrübe zwischen unseren Ohren will immer wieder etwas neues haben. Wir bemerken nur die Veränderung, nie (oder nur selten), wenn etwas bleibt.
Was die Ruhe/Unruhe angeht, so nenne ich das meinen „inneren Antreiber“. Der ist mir anerzogen worden. Gegen den komme ich nur schwer an, kann ihn aber machmal überlisten (z.B., indem ich ihm sage, dass Pausen mit „Nichtstun“ notwendig sind, damit ich weiter arbeiten kann).
Ja, es stimmt. Alle Menschen sind sonderbar, und das ist gut so.
Pausen und Nichtstun kann ich gut, mich überraschte nur, wie schnell ich auch Pausen vom Schönen brauche …
Ja, das kenne ich auch. Auch schöne und gute Sachen können anstrengen.
Vielleicht ist Anstrengung selber ja auch nicht schlecht oder gut sondern einfach nur neutral?