2025 – 213: Reimblödelei

Allerdings scheint sie mir unfertig, mit zu vielen Lücken.

 

 

Ein Sonnenstrahl, so ganz allein,
fiel einst in einen Spiegel rein
und merkt, daß dieses Ding für ihn
fast ist wie so ein Trampolin.

Er hüpfte drauf und sprang sogleich
aufs Wasser im Forellenteich.
Doch dorten wollt' der Strahl nicht bleiben
und traf auf ein paar Fensterscheiben.

„Ach”, seuftz er, mehrfach reflektiert,
„ich fühl mich wirlich angeschmiert.
Ich seh' mich jetzt hier zwar zu zwein,
doch ist mein Spiegelbild nur Schein.”

Ein Sonnenstrahl, so ganz allein,
fiel nicht auf Spiegelungen rein.

 

 

Ach, wenn ich doch einfach zufriedensein könnte mit allem, das ich so verzapfe. Wenn ich etwas zu essen koche, dann bin ich immer damit zufrieden, denn es schmeckt mir – ich frage mich nicht, ob es anderen schmecken könnte. Auch bei anderen Dingen stelle ich mir diese Frage nicht. Nur bei Geschriebenem … Da fehlt mir eine Art (kindliche oder jugendliche) Unbekümmertheit.

Manchmal frage ich mich, wodurch ich die „ersetzen” könnte.

Hier zum Beispiel entstand, was ich zeige, schnell und spontan. Das dauerte nur die Zeit, die ich zum Aufschreiben der Worte benötigte. Dann aber saß ich etwa eine Stunde vorm Papier und versuchte, das zu finden, was dazwischen gehört. Aber da kam nichts. Also erledigte ich andere, notwendigere Dinge, die zum funktio­nie­renden Alltag gehören. Und später versuchte ich erneut, das in meinen Augen Fehlende zu finden. Aber da war wieder nichts. Puh.

Und dann denke ich: Hm. Ich kann das doch freigeben zum Weiterbearbeiten, Umschreiben? Hab ich gemacht (s. u.) … Vielleicht gefällt die Idee jemandem, die/der etwas draus machen kann.

 

Heute weggegeben bzw. entsorgt:
Nachdem ich jetz zwei Garnituren Bettwäsche gekauft habe, wurde drei Garnituren verschlissener entsorgt.

 

Mit einem Danke fürs Lesen schleiche ich mich davon.

Der Emil

 

P.S.: Am 1. August 2025 war ich zufrieden mit erledigtem Kram im Haushalt, mit selbstgekochter Nudelsuppe, mit einem ausgedehnten Mittagsschlaf.


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Über Der Emil

Not normal. Interested in nearly everything. Wearing black. Listening. Looking. Reading. Writing. Clochard / life artist / Lebenskünstler.
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2 Kommentare zu 2025 – 213: Reimblödelei

  1. Pit sagt:

    🤣👍

  2. Das Gedicht finde ich sehr schön. (Und vielleicht können wir die Unbekümmertheit der Kindheit und Jugend mit der Freiheit des Alter(n)s ersetzen?)

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