Einfach mal nebender Spur – sein und denken.
Nach einer knappen Stunde muß ich das Handtuch neu mit kaltem Wasser tränken. Dann legen ich es mir wieder über die Schultern. Ich habe mir einen Ventilator so gestellt, daß ich im Luftstrom sitze. Außerdem steht eine Schüssel mit Kühlakkus neben mir, auch im Luftstrom. Keine Ahnung, ob das wirlich hilft. Aber mir scheint, daß davon ein wenig Frische herrührt.
Nein, Wassermelone mag ich nicht. Und so viel Eis mag ich auch nicht essen (wenn, das eher Sorbet). Nun, zwei Gurken habe ich vorhin in Gurkensalat umgewandelt, auch der war frisch. Angenehm war es heute wirlich nur in diesem einen Discounter, in dem ich die Gurken und ein Päckchen Filtertüten holte.
Morgen werde ich meine Füße wohl in eine Schüssel kalten Wassers stellen über den Tag.
Ein frischer Wind wäre jetzt schön. Nicht nur beim Wetter, sondern auch in der Politik überall auf dieser Erde. Endlich wirklich etwas tun gegen die finanzielle (und soziale) Ungerechtigkeit, gegen das Fortschreiten der Erderwärmung, gegen Krieg und Gewalt.
Und: Frische Ideen müssen her, ich kann doch nicht die ganze Woche nur über das vom Wetter ausgelöste Mißempfinden schreiben. Also her mit Gedichten von Heinz Kahlau, Kurzgeschichten von Erwin Strittmatter, einem Roman von Charlotte Link. Lesen, lesen, lesen – und nebenher Musik hören, die ich seit Jahren nicht mehr gehört habe. Ein paar von den kurzen Dingen schreiben: Haiku, Senryū, 28er, Tanka, einfache Vierzeiler – einfach nur als Fingerübungen; ja, vielleicht gelingen mir auch ein paar fantasierte Kürzestgeschichtchen. Bemühe werde ich mich, denn da ist ja doch ein Ehrgeiz in mir. Und ich werde mich auch nicht davor scheuen, Papier einfach nur vollzukritzeln mit Zeug, das in sich keinen Sinn erkennen läßt (und vielleicht nenne ich das dann Dada). Einfach mal nebender Spur – sein und denken.
Heute weggegeben bzw. entsorgt:
Schweren Herzens eine Garnitur völlig verschlissene (fadenscheinige) Bettwäsche in den Müll gebracht.
Mit einem Danke fürs Lesen schleiche ich mich davon.
P.S.: Am 30. Juni 2025 war ich zufrieden mit der Kühlung mit einfachen Mitteln, mit weitersortiertem Papierkram, mit dem kühlschrankkalten Gurkensalat.
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(Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).


Aber diese nervtötende Hitze ist auch wichtig zu beschreiben mit all ihren Unannehmlichkeiten. Ich leide, leide, leide…