Mir ist das schon zu hell, üblicherweise.
Ich mag das Morgenlicht. Aber nur im Winter. Wenn es erst dann sichtbar wird, wenn ich wach bin. Direkt aus dem Schlaf heraus ist es mir die längste Zeit des Jahres zu hell. Zusätzlich ist da ja noch die vermaledeite, unnötige und unnütze Verschiebung des Landes in die OstEuropäische Zeitzone …
Viel lieber als das Morgenlicht ist mir dann doch die Abenddämmerung, wenn es auf meine liebste Zeit zugeht: Nacht. Dunkelheit macht mir nur sehr, sehr selten Angst; ich fühle mich in Dunkelheit eher geborgen. Aber es gibt (wie fast immer und überall) Ausnahmen. Wenn ich im Zelt erwache, nämlich. Und es nicht gerade regnet. Obwohl – so ein feiner Landregen ist auch was Schönes.
Morgenlicht also. Ja, heute war es erträglich, weil die Sonne hinter ein paar Wolken sich versteckte. Es war nicht kühl, nicht zu warm – und ich saß da und genoß den Ausblick aufs Gelände. Und ich merkte, daß ich mir gestern ein wenig Sonnenbrand im Gesicht zugezogen hatte. Aber ich war im Morgenlicht zufrieden mir mir und der Welt – nur der Kaffee fehlte ein wenig. Für einen Morgenmuffel wie mich ist das doch ganz gut, oder?
Erinnerung des Tages:
Mitternächtlicher Rum kam seit 2018 auf keinem Markt mehr vor – aber wir sangen damals sehr lustige Lieder.
Mit einem Danke fürs Lesen schleiche ich mich davon.
P.S.: Am 7. Juni 2025 war ich zufrieden mit dem eingerämten Zelt, mit vielen netten Gesprächen auch im Regen, mit dem leckeren Honigbier.
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(Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).

