Das ist der 15. Adventskalender hier. Ich widme ihn allen, die krank sind oder Unterstützung benötigen, allen, die einsam oder allein sind. Möge allen Menschen eine im wahrsten Sinne des Wortes wundervolle Weihnachtszeit beschieden sein. Meine Kerzen brennen wieder für alle Menschen und Tiere, vor allem für die, die Hoffnung und Trost brauchen.
Spielt der Name wirklich eine Rolle? Wie heißt's bei euch?
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Heute habe ich nicht viel zu schreiben, aber um so mehr nachzudenken.
Allüberall sieht man jetzt den Weihnachtsmann, diese Werbefigur, um die von den Werbetreibenden auch Legenden und Märchen geschaffen wurden. Er ist nämlich mittlerweile auch in weiten Teilen des deutschsprachigen Raumes der Geschenkebringer. Das Christkind ist nur noch lokal vertreten – in eher katholisch geprägten Landstrichen, denke ich. Der Nikolaus? Bringt der wirklich Geschenke zur Weihnacht? Und hat der nicht immer seinen Knecht Ruprecht dabeigehabt? Und wenn ich mich im Erzgebirge umsehe, dann gibt es zumindest dort, wo ich aufwuchs, schon immer und noch immer eine sonderbare Vermischung von Weihnachtsmann und Knecht Ruprecht und mancherorts auch Christkind („Bornkinnl”). Denn der Rot-Weiße wird in der Mundart angekündigt, angesprochen (und manchmal von Erwachsenen sogar drohend beschworen) als Rupperich oder Rupprich. Da gibt es viele Gedichte und Sprüche im ergebirgischen Dialekt mit diesen Namen, die dem Weihnachtsmann aufgesagt werden. Allerdings ist mir kein einziger Fall bekannt, in dem die Nennung eines falschen Namens zum Ausbleiben der Geschenke führte.
Damit lag ich heute Nacht ein Weilchen wach, dachte über die Geschenkebringer nach. Ob da vielleicht der Deutsche Sprachatlas …? Nein, der nicht, aber es gibt einen noch lesbaren Artikel des Magazins scinexx: Weihnachtsmann versus Christkind — Wer bringt denn nun die Geschenke? vom 17. Dezember 2010, der mich in dieser Frage noch mehr verwirrt hat, als ich es ohnehin schon war.
Und so hab ich heute Nacht entschieden, daß die Bezeichnung keinerlei Rolle mehr spielt für mich. Aber die Funktion, die des Geschenkebringers (nicht die des Bestrafers, die ihm auch manchmal zusprochen wird), die finde ich – ganz gleich, wie die Figur benannt wird – voll gut.
Ich schleiche mich davon und wünsche eine schöne Advents- und Weihnachtszeit.
P. S.: Zufrieden war ich gestern, am 16. Dezember 2024 mit dem abgeholten Paket (Ganz großen herzlichen Dank dafür!), mit Fischbrötchen und frischem Salat und dem Kaffee am Nachmittag, mit der dann doch noch funktionierenden Waschmaschine.
© 2024 – Der Emil. Text unter der Creative Commons 4.0 Unported Lizenz
(Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).


Santa Claus ist – denke ich – eine Form von St. Nikolaus, oder?
Als Kind kam bei uns am 24. der Weihnachtsmann. Ich durfte den ganzen Tag nicht ins Wohnzimmer und am Abend polterte immer ein Nachbar stellvertretend für den Weihnachtsmann an der Wohnungstür. (Wahrscheinlich polterte mein Vater dann beim Nachbarn.) Ich musste noch warten und nach einer Weile der Stille schlichen wir los und schauten, was sich im Wohnzimmer getan hat.
Dass ich den bärtigen Mann nie sah, war mir einleuchtend. Schließlich schlich er durch die Nachbarschaft und verteilte Geschenke. Aber den Rentierschlitten, der müsste doch irgendwo stehen. So sehr ich mir auch die Nase an der Fensterscheibe platt drückte, ich sah ihn nie.
Am anderen Ende der Welt wird meine Geschenke am 25. der Santa zum Enkel und seinen Eltern bringen.
Aber hierzulande … Christkind, Nikolaus, Knecht Ruprecht und Weihnachtsmann … Verwirrend, sehr.
Bei uns in Wittenberg kam am 24. abends der Weihnachtsmann. Als ich vier Jahre alt war, sagte ich hinterher: „Das war doch der Achim aus dem Keller, ich kenne seine Stimme!“ (Bei uns im Haus gab es eine Kellerwohnung.)
Weihnachtsmann kam auch bei uns. Aber er wird in Anlehnung an die früher übliche Bescherung durch St. Nikolaus und Knecht Ruprecht noch immer Rupperich/Rupprich genannt.
@deremil
Bei uns gibt's den Nikolaus am 6.12. Und an Weihnachten das Christkind.
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So war und ist das auch bei meiner Familie.
Also dass Luther das Christkind erfand habe ich auch schon gelesen und finde es interessant. Wann und warum sich das dann verdreht hat weiß ich nicht. Wobei es in Nürnberg räden Christkindel Markt gibt und Nütnberg ist evangelisch.
Es ist verwirrend. Ich habe auch aufgehört, darüber nachzudenken.
Ich glaube, in Frankfurt/Main war es das Christkind. Ich kenne aber aus Nordhessen noch den Christglowes, wobei der Glowesabend eigentlich der Nikolaustag ist, und der Glowes nicht nur der Klaus (Nikolaus), sondern auch ein großer, ungeschlachter Kerl, also eher so eine Art Knecht Ruprecht. (Noch mehr Verwirrung…)
Ja, auch da scheint sich der alte Brauch zumindest in der Bezeichnung seit Jahrhunderten erhalten zu haben.