214–2024: Übergroß

Ich weiß, ich soll mit meinen Wünschen vorsichtig sein.

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Auf fast alles können wir Menschen uns vorbereiten, auf so ziemlich alles, was uns geschehen kann. Selbst auf den eigenen Tod kann ein Mensch sich vorbereiten. Aber nicht auf übergroße Gefühle, nicht auf übergroße Trauer und nicht auf übergroßes Glück.

Die übergroße Trauer erlebte ich bereits. Und mich traf wohl auch schon übergroßes Glück. Von dem aber wünsche ich noch oft betroffen zu sein, so daß das Herz und Verstand völlig überwältigt kurz aussetzen und einfach frei und zufrieden schweben können. Es ist mal wieder Zeit dafür.

 

Erinnerung des Tages:
Beim Gang über die Brücke: Bis 1973 hatte ich weder Höhenangst noch Angst vor bienen­ähn­lichen Insekten.

 

Mit einem Danke fürs Lesen schleiche ich mich gelassen davon.

Der Emil

 

P.S.: Zufrieden war ich am 1. August 2024 mit einer sonderbaren Gelassenheit, mit der gebügelten Wäsche, mit dem zweimaligen Gehen über eine schmale Fuß­gänger­brücke über die Saale (120 m lang).

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Über Der Emil

Not normal. Interested in nearly everything. Wearing black. Listening. Looking. Reading. Writing. Clochard / life artist / Lebenskünstler.
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6 Kommentare zu 214–2024: Übergroß

  1. Wolfgang sagt:

    Ja, ich kenne auch das übergroße Glück und die übergroße Trauer. Leider kam diese nach dem Glück und hat dieses ziemlich mit in die Tiefe gezogen …

  2. Elvira sagt:

    Übergroße Trauer scheint, jedenfalls bei mir, tiefere Spuren zu hinterlassen. Das übergroße Glück – letztens die hoffentlich anhaltende Krebsfreiheit meiner kleinen Enkelin, wird häufig überschattet von diesem diffusen Gefühl des Zweifelns, der Sorge, der Angst.

    • Svenja Tenkes sagt:

      ja, so geht’s mir auch, bei mir hat das Traurige einfach den längeren Nachhall. z.B. habe ich den Tod einiger meiner Tiere (die Lieblingstiere/Seelentiere unter ihnen) auch heute noch, nach Jahren, nicht überwunden, da sie mir wie Familienmitglieder waren.

      • Der Emil sagt:

        Ihr habt ja Recht: Die übergroße Trauer bleibt wahrscheinlich das ganze Leben lang präsent, während wir Menschen ein übergroßes Glück zumeist schnell vergessen/verdrängen.

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