Wie weit weg die doch normalerweise ist.
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Manchmal – ja, ich gestehe: Oft sehe ich mir Krimis an, Krimiserien. Und in fast jeder von mir gesehenen Episode egal welcher Serie gibt es Zeugen und Verdächtige, die befragt werden. „Wo waren Sie denn am 13. März 2017 zwischen 1630 und 21 Uhr?” Oder – anderes Beispiel – am 17. Februar 2024 zwischen 21 und 23 Uhr?
Äääähm. Ich gestehe, ich wäre in aller Regel ein sehr, sehr schlechter Zeuge, als Verdächtiger stünde ich ebenfalls eher schlecht da. Weil ich das auch für den Sonnabend vor vier Wochen nicht mehr sicher weiß. Wahrscheinlich saß ich zu der Zeit zuhause am Rechner oder am Schreibplatz. Wahrscheinlich, vermute ich. Ich könnte nachsehen in meinen Kladden, aber da notiere ich nur das Datum und ganz, ganz selten (relativ genaue) Uhrzeiten. Ich weiß wirklich nicht, wo ich zu dieser Zeit war und was ich um diese Zeit tat. Und 2017? Was habe ich zum angefragten Zeitpunkt am 13. März vor genau sieben Jahren getan? Na?
Damit bin ich wohl keine Ausnahme. Wer von Euch könnte das noch sagen, wenn da nicht ein besonderer Anlaß gewesen wäre wie eine Geburtstagsfeier, ein Kinobesuch zu zweit, ein regelmäßiges Ereignis wie Training, Kurs, Stammtisch? Es ist doch wirklich nur vier Wochen (noch nicht ganz vier Wochen, um exakt zu sein) her, dieses Datum 17.02.2024?!
Jede:r (okay, fast Jede:r) weiß, daß das menschliche Gedächtnis so nicht arbeitet, daß Erinnerungen so nicht funktionieren. Aber Jede:r kann irgendwann einmal mit einer solchen Frage konfrontiert werden. Und dann? Ohne Hilfsmittel wie Terminkalender oder Tagebuch – und selbst mit diesen Hilfsmitteln, die oft genug auch nicht den ganzen Tag abbilden, in denen oft genug Lücken klaffen (müssen) – kann ich solche Fragen wirklich nicht beantworten. Für mich wären gerade diejenigen, die sich exakt zu erinnern vermögen (oder das zumindest vorgeben), viel eher verdächtig …
Ach ja, ich habe am 13. März 2017 etwas umgeräumt, weiß sogar wo, aber von wann bis wann genau: keine Ahnung. Und am 17. Februar 2024 sah ich Haubenmeisen und lag in meiner Badewanne; doch auch da weiß ich keine Zeitangaben dazu.
Heute weggegeben bzw. entsorgt:
Die alte Küchenwaage, die seit Jahren ungenutzt hier herumstand, habe ich tatsächlich unten im Haus freigelassen (nach 45 min schon war sie verschwunden).
Mit einem Danke fürs Lesen schleiche ich mich davon.
P.S.: Zufrieden war ich am 13. März 2024 mit den schon in den Transporter gepackten Sachen, mit der fast fertigen Scriptoriums-Kiste, mit der Anzeige der neuen Personenwaage: 98.0 kg – ich bin also wieder uHu.
© 2024 – Der Emil. Text unter der Creative Commons 4.0 Unported Lizenz
(Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).


Da kann ich dir nur zustimmen, manchmal weiß ich nicht einmal was ich am Vortag zu Mittag hatte und muss ernsthaft überlegen. Lach…
Du hast übrigens ein Tipp Fehler, der 17.03.2024 soll bestimmt der 17.02. sein. 😉
Boah!
Fehler korrigiert. (Sowas Blödes aber auch.)
Lieber Emil, bei mir ist es noch viel schlimmer. Wenn Donna mich fragt, womit du zufurieden warst warst, dann kann ich es ihr meist gar nicht sagen, obwohl ich es erst gerade gelesen hatte. Das macht mir wirklich Sorgen, denn ich bin eigentlich noch genauso jung wie du.
Nun gut, aber das ist doch nun wirklich nicht wichtig für die Welt oder für euch. Womit warst Du, womit war Donna heute zufrieden?
Wir sind immer zufrieden mit deinen Beiträgen.
„tatsächlich“?
Ääääh …?