026–2024: Verschwunden

Zwei durchaus nostalgische, früher nützliche Einrichtungen.

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Ich suchte heute nach möglichen Bahnverbindungen, trotz des Streiks möglichen Bahnverbindungen. Und stolperte nebenher über so einige Sachen, die früher beim Bahnfahren ganz normal waren. Zum Beispiel: Erinnert ihr euch noch an die Gepäckaufbewahrung? Die gab es früher an jedem Bahnhof der DR (wahrscheinlich auch bei der DB), war oft nur von sechs bis zwanzig Uhr oder noch kürzer geöffnet. Selbst in der Schalterhalle des Kraftverkehrs in unserer Kreisstadt gab es eine solche. Damals waren Gepäckschließfächer noch rar bzw. gänzlich unbekannt. Ein goßes Fenster über kniehohem Fenster­brett, hochgeschoben bei Notwendigkeit. Meist war die Gepäckaufbewahrung bei der Reichsbahn der DDR auch gleich die -annahme und -ausgabe für das damals noch separat transportierte Reisegepäck (separat in Gepäckwagen und -abteilen).

Nun habe ich all das, den Gepäckschalter und die Gepäckwagen und auch die Gepäckabteile, seit vielen, vielen Jahren nicht mehr gesehen. Bei Flugreisen funk­tio­niert ein ähnliches System mit dem Gepäck heute noch, warum nicht mehr bei der Bahn?

 

Erinnerung des Tages:
Als die Personenwaagen auf den Bahnhöfen noch Pappkärtchen bedruckten mit dem aktu­ellen Gewicht, da gab es seltene Exemplare, die das in ½ kg taten.

 

Mit einem Danke fürs Lesen schleiche ich mich davon.

Der Emil

 

P.S.: Zufrieden war ich am 25. Januar 2024 mit einem Stieglitz (Distelfink) am Futterhäuschen, mit dem weitergeschriebenen Text, mit Buletten zum Abend.

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Über Der Emil

Not normal. Interested in nearly everything. Wearing black. Listening. Looking. Reading. Writing. Clochard / life artist / Lebenskünstler.
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8 Kommentare zu 026–2024: Verschwunden

  1. Nati sagt:

    So verschwinden Aufgaben und Berufe.

  2. Der Emil sagt:

    Das geschah aber nur sehr selten, meiner Erinnerung nach.

    • Der Emil sagt:

      @muldenkind@troet.cafe @deremil@deremil.blogda.ch Ich hab im Blog geantwortet, nicht in Mastodon oder Firefish …

  3. C Stern sagt:

    Auf einem Flughafen war ich über zwanzig Jahre nicht mehr. Auf meiner damaligen Reise ist mein Koffer verschwunden und an einem völlig anderen Ort wieder aufgetaucht. Für mich war das ziemlich unangenehm, am Tag vor der Heimreise ist der Koffer endlich angekommen, nach vielen Telefonaten.
    Auf Bahnhöfen bin ich umso öfter. Ja, der Lauf der Zeit, vieles verändert sich.
    Und vieles wird noch verschwinden, Dinge, auf die wir Einfluss haben – weil wir wählen können. Ich denke da auch an Supermarktkassen und an Bargeld.
    Ich stelle mich nie bei den Selbstbedienungskassen an. Ich möchte nicht dabei mitmachen, dass Arbeitsplätze wegrationalisiert werden. Und ich kaufe möglichst wenig bargeldlos ein. Mir ist es auch nicht unbequem, Geld abzuheben.
    Auch kaufe ich meine Bücher im kleinen Buchladen und weniger in Buchladenketten, nur in Ausnahmefällen, wenn keine Zeit bleibt, um auf ein bestelltes Buch zu warten.
    Meine Nachbar*innen bekommen ständig Pakete nachhause geliefert. So wie sie machen es viele!
    Da dürfen wir uns nicht wundern, wenn ein Geschäft nach dem anderen aus dem Straßenbild verschwindet.
    Wir haben die Wahl … und die Freiheit, zu wählen!
    Liebe Grüße, C Stern

    • Der Emil sagt:

      Ich flog noch nie und werde es auch mein ganzes Leben lang nie getan haben …

      Ich bin auch ein Ladenkäufer, der immer mit Bargeld bezahlt (nach einer sehr unangenehmen Erfahrung ist mir Kartenzahlung nicht mehr möglich). Wahrscheinlich wird sich auch daran ncihts ändern bis an mein Lebensende.

  4. Aber ich habe es erlebt, dass es erst nach drei Wochen, zwei Tage vor der Abreise
    ankam. Ich musste für meine Kinder und mich am Ort neue Kleidung und Wäsche kaufen. Das war sehr schlimm!!!

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