Von Fenstern, Ferngläsern und kleinen Geheimnissen.
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Ich hatte da so eine Idee für eine Geschichte, eine Miniatur, die etwas mit erleuchteten Fenstern, mit Ferngläsern und Abendstimmung zu tun hat. Mit der bin ich schon seit einigen Tagen beschäftigt, ich habe auch schon zwei Textversionen vorliegen. Die eine ist mir zu pornografisch, die andere ist – ganz ohne die Pornografie – nicht rund, nicht schlüssig, vielleicht unverstehbar. Vorhin eben habe ich eine dritte Version zerrissen, in der ich das Subjekt der Betrachtung gegen ein weniger verfängliches ausgetauscht hatte: Da ward die ganze Geschichte frei von Spannung und Pointe. Außerdem muß ich den Text soweiso noch weiter verfremden, denn das, worüber ich da zu schreiben versuche, erlebe ich gerade.
Jetzt aber laß ich den Text Text sein und geh' zu Veit. Ein alter Bekannter aus der Szene-Kneipe, in der sich früher regelmäßig Menschen zum Spielen trafen. Nein, keine Brettspiele, nein, sondern solche, die eben nur Erwachsene miteinander spielen (sollten). Immer SSC oder RACK. Mein neues Fernglas nehme ich natürlich mit. Und dann werden wir, wie schon einige Abende lang, in seinem Schlafzimmer am offenen Fenster stehen und die beiden erleuchteten Fenster im gegenüberliegenden Hochhaus beobachten. Weil die zwei Etagen tiefer liegen als Veits Wohnung, ist die Sicht ausgezeichnet. Doch auch heute muß ich wieder höllisch aufpassen, daß ich mich nicht verplappere. Ich weiß nämlich nicht, wie Veit reagieren würde; er ist seit sechs oder sieben Wochen ziemlich schlecht drauf. Da braucht er wirklich nicht wissen, warum die Frau hinter diesen erleuchteten Fenstern sich genau so bewegt und benimmt, wie sie es tut. Aber ich werde mit ihm durch mein Fernglas sehen und mich am Anblick erfreuen und in mich hineinschmunzeln. Gewisse Freundinnen dürfen auch mal und sollten manchmal sogar ein Geheimnis bleiben.
Ach ja, richtig, das Bier darf ich auf keinen Fall vergessen …
Ich schleiche mich davon und sage Danke fürs Lesen.
P.S.: Gut fand ich am 21.10.2022 den wiederhergestellten Kontakt, die vier in die Neustädter Bücherzelle gerachten Bücher, die drei geschriebenen Texte.
Für norgen zog ich die Tageskarte XI – Die Gerechtigkeit.
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(Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).


Ich liebe Vorhänge, Läden und Rollläden und weiß jetzt wieder, warum.
(Darf ich das so schreiben?)
Natürlich darfst Du das so schreiben.
Allerdings schein die hier erwähnte Freundin durchaus mit den Spannern einverstanden zu sein, meinst Du nicht?
Ob sie es nur in der Phantasie der Spanner war oder tatsächlich? Ich glaube, manche Männer wünschen sich das sehr. Damit sich das Spannersein besser anfühlt.
(Sorry, das ist ein krasses Reizthema für mich. An Spannertum kann ich nunmal wirklich nichts gut finden.)
Ich kann Dir in diesem Fall versichern, daß sie damit einverstanden war und ist und so ihren Kink auslebt. Auch hier ist SSC eingehalten.