Ich habe ziemlich lange am Elfchen herumgetüftelt.
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Ich hatte wirklich lange Zeit echte Probleme, diese Gedichtform zu verstehen. Und schreiben konnte ich schon gar kein solches. Nun habe ich wochenlang probiert und versucht und gekritzelt (und hier nichts davon verraten); heute kam das da oben zustande. Wenn ich die Wikipedia-Seite ansehe, dann scheint dieses Elfchen doch etwas sehr einfaches zu sein, meint ihr nicht auch? Aber irgendetwas sperrte sich bisher in mir dagegen. Keiner der Versuche schien mir gelungen genug, um ihn herzuzeigen, nicht ein einziger. Da spielte auch die optische Zeilenlänge eine Rolle, nebenbei angemerkt. Immer wieder habe ich mich daran versucht, mich immer wieder ausprobiert. Nun, heute bin ich zufrieden mit dem Ding, das Elfchen genannt wird. Deshalb zeige ich es auch her. Ein ähnliches Erfolgsgefühl muß ich damals gehabt haben, als ich zum ersten Mal meine Schuhe mit einer echten Schleife selbst zubinden konnte. Nun, es ist noch immer kein Meisterwerk. Wahrscheinlich ist es auch nicht besonders interessant, mein Problem mit dem Elfchen. Aber für mich sind die elf Worte, dieses Ergebnis wochenlanger Herumprobiererei, eben doch ein kleiner Erfolg.
Ich schleiche mich davon und sage Danke fürs Lesen.
P.S.: Gut fand ich am 13.09.2022 das erste gelungene Elfchen, die Kartoffelsuppe, etwas Zusammengepacktes.
Für morgen zog ich die Tageskarte Neun der Kelche.
© 2022 – Der Emil. Text unter der Creative Commons 4.0 Unported Lizenz
(Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).


Abgesehen vom letzten Wort gefällt es mir recht gut.
Ich hätte “ Endlich“ genommen. Grins…
Es standen zur Auswahl: das verwendete Wort, Matschwetter, pitschnaß, Wolkenbruch …
Am End hab ich das Ding laut aufgesagt und mich für dieses Wort entschieden.
Vielleicht bin ich einfach nur froh, dass es nach langer trockener Zeit endlich regnet. Lach…
Laut aufsagen hilft oft.
Jetzt musste ich erst einmal googeln, was ein „Elfchen“ denn ist. Diese Gedichtform kann ich noch nicht einmal dem Namen nach.
Schon wieder etwas Neues gelernt, Dank anderer Blogger. Meine Mutter hat immer gesagt, „Lesen bildet“. Heutzutage haette sie wohl formuliert, „Bloggen bildet!“
Liebe Gruesse,
Pit
Oh, hab ich den Link so gut versteckt („Ein Elfchen“)? 😉
Es war mir jetzt ein paar Jahre ein vertracktes Ding.
Ist dir doch gut gelungen. Ich habe schon oft davon gehört, weiß aber erst seit ein paar Tagen was es ist. Daran gemacht habe ich mich aber noch nicht.
Ich versuchte mich im Lyrimo2019 damit. Und seither immer und immer wieder und war nie zufrieden …
Diese Form kannte ich auch noch nicht. Hört sich leichter an als es offenbar ist. Vielleicht versuche ich es auch mal. In Richtung kreatives Schreiben, egal in welcher Form auch immer, habe ich seit ewigen Zeiten nichts mehr gemacht. Wenn ich lese, was ich früher auf Papier gebracht habe, bedauere ich das mitunter. Aber mein kreatives Leben scheint in exzessiven Stadien zu verlaufen. Einen Zeitraum X verschreibe ich mich mit voller Leidenschaft einer kreativen Tätigkeit – und plötzlich ist es vorbei. Anders bei dir, was ich sehr bewundere.
Das schwierige für mich sind die mit den Zeilen vernüpften „Inhaltsangaben“, bei denen ich mir nie sicher war/bin, wie kreativ ich sie interpretieren darf/will.
Und auch meine Kreativität kennt diese Wellen. Es gibt Wochen, in denen ich gerade so die Blogbeiträge schaffe, und Tage, an denen ich mühelos ein Schulheft (und mehr) mit Text fülle.
Ich wusste ja noch nichtmal, was ein Elfchen ist. Wieder was gelernt.
Gratuliere zum Gelingerfolg.
Ich hielt es für nicht so exotisch (nach dem Lesen des Wikipediaeintrages), weil es ja wohl auch im Unterricht schon an Grundschulen Verwendung findet … Da saß ich wohl einem Irrtum auf.
Ich habe heute auch was probiert. Magst du lesen?
Telefon
blinkt auf
erinnert mich an
dich und an uns
Geborgenheit
***
Vorhang
verbirgt draußen
und schützt mich
vor dem was ist
umfassend
Die vierte Zeile finde ich am unverständlichsten, wenn eine wie ich noch keine große Elfchen-Leseerfahrung hat. Hat Spaß gemacht, aber ist vielleicht gar nicht „richtig“ … mir egal. 😉
Habs fein.
Die vierte Zeile … Ja, die auch 😉
Darf ich eine andere Variante wagen?
Telefon
blinkt auf
es erinnert mich
du ich gemeinsames wir
Geborgenheit
Fein 👍🏼
Bewundernswert, wem ein Elfchen aus den Fingern fließt.
Bewusst damit auseinandergesetzt habe ich mich, weil ich dieses Thema in Blogs finde.
Ich versuche mich selbst nicht darin, weil mir das „Komponieren“ nach bestimmten Schemen nicht liegt. Da staune ich lieber bei anderen 🙂
Mir geben diese Formen manchmal den Halt, den ich beim Schaffen benötige (auch manchmal). Und dann fuchst es mich, etwas unbedingt schaffen zu wollen, weil sehr Ähnliches ja auch geht (Haiku/Senryu, Tanka, 28er, Sonett, Limerick …)
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