Nº 252 (2022) – Kommod

Ich mag dieses Wort. Die beschriebene Situation mag ich nicht.

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„Alle” reden von Eigenverantwortung. Aber wenn ich dann genau aus diesem Grunde weiterhin vorsichtig bin, Abstand halte, Maske trage oder was auch immer tu, dann stehen genau die, die diese Eigenverantwortung von allen fordern und über ziemlich alles überhöhen, vor mir und bezeichnen mich als Systemling, Schlafschaf, dumm und noch vieles andere. Es wird verlangt, daß ich – aus Eigenverantwortung! – auf eben diese Eigenverantwortung verzichte. Das paßt doch nun wirklich nicht zusammen! Doch diese Diskrepanz sind sie nicht in der Lage zu erkennen.

Es ist eben nur diejenige „Eigenverantwortung” gewünscht und akzeptiert, die für deren beschränktes Querdenken kommod erscheint, nur diejenige, die in entsprechenden verschwurbelten Verschwörungsmythen paßt …
(Geschehen vor ein paar Tagen, der Autor geht kopfschüttelnd ab.)

 

Ich schleiche mich davon und sage Danke fürs Lesen.

Der Emil

 

P.S.: Gut fand ich am 10.09.2022 zwei ausgelesene Bücher (Carlos Rasch: Magma am Himmel; Frau Freitag: Chill mal, Frau Freitag), ein bei mir angekommener sehr besonderer Brief, ein angenehmer Plausch am Wegesrand.
 
Für morgen zog ich die Tageskarte Fünf der Stäbe.

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Über Der Emil

Not normal. Interested in nearly everything. Wearing black. Listening. Looking. Reading. Writing. Clochard / life artist / Lebenskünstler.
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8 Kommentare zu Nº 252 (2022) – Kommod

  1. Sonja sagt:

    Schöne Sachen stehen unten drunter…
    Und manchmal schreibst du wie ein Drehbuchautor…“geht ab“!-

  2. Elvira sagt:

    Das mit der Eigenverantwortung ist so ähnlich wie das mit dem selbst denken. Beides wird gefordert, aber wehe, man macht es. Ich werde weiterhin selbst denken und muss mich nur vor mir selbst verantworten. Aber ehrlich? Es trifft mich doch immer noch, wenn ich bemerke, wie ich mitleidig belächelt werde, weil ich im Laden immer noch Maske trage.

  3. Frau Momo sagt:

    Gut beschrieben! Wir gehören ja auch zu den Schlafschafen, aber so ist das dann halt.

  4. C Stern sagt:

    Sicherlich ist bei der von den sogenannten Querdenkern geforderten Eigenverantwortung jene gefragt, die uns von den vom Staat aufgedrückten Regeln fernhalten soll. In diesem Sinne wird man dann eben als Systemling tituliert, wenn man Eigenverantwortung so interpretiert, dass beispielsweise Maske getragen wird, ohne dazu von Regelwerken verpflichtet zu sein.
    In beiden Beispielen spielt wohl eine gewisse Eigenverantwortung eine Rolle, basiert aber auf unterschiedlichen Sichtweisen.
    Gerade das Corona-Thema wird derart hitzig debattiert, dass ich beschlossen habe, meine Entscheidungen zu treffen und nicht großartig darüber zu plaudern.
    Ich habe Freunde in beiden „Lagern“, dachte anfangs, es wird problematisch, mich mit jenen aus dem einen Lager zu verständigen, doch ich habe erfreut erkannt, dass ich Entscheidungen respektieren kann, auch, wenn sie nicht die meinen sind. Umgekehrt ist dies auch der Fall – und somit muss ich diese Spaltung, die durchaus durch die Gesellschaft ging, nicht auch noch in meinem Privatleben erleben …

  5. Gerhard sagt:

    Ich trage weiterhin Maske in Einkaufsmärkten, wenn auch es in manchen sehr weiten vielleicht unnötig wäre.
    Am Gate zu unserem Kretaflug trug fast niemand Maske, ich und meine Partnerin sehr wohl. Man steht da mind. 90 Minuten eng in einem ungelüfteten Raum.

    Angegriffen deswegen wurde ich deswegen noch nie.

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