Nº 240 (2022) – Unnütz

Aber nur, wenn man Nutzen immer nur in Geldwert bemißt.

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Ich träume seit Wochen sehr lebhaft, sehr viel lebhafter als sonst – oder ich kann mich einfach nur viel besser an meine Träume erinnern. Ich bin dabei sehr häufig an Orten, die ich aus meinen Träumen schon kenne, die aber in der Realität so nirgends existieren. Wahrscheinlich habe ich all die Personen, die in diesen Träumen eine Rolle spielen, mit denen ich im Traum interagiere, irgend­wann irgendwo im Leben getroffen. Nicht so direkt und so nah, wie ich es träume, das nicht. Aber ich bin mir sicher, ich kenne sie alle aus meinem Leben. Außerdem vermischen sich in den Träumen Orte und Begebenheiten aus verschiedenen Lebensphasen, was durchaus verwirrend sein kann. Natürlich habe ich einige Träume aufzschreiben versucht, mich aber jedesmal in den Strängen und Kleinigkeiten verloren. Doch Stimmungen, einzelne Szenen und die Grundgefühle der Träume bleiben mir zur Zeit wesentlich länger erhalten. Ich kann mich zwei Tage danach noch „erinnern” an die Träume, manchmal sogar noch länger. Ach, was gäbe ich zur Zeit dafür, ein Aufzeichnungsgerät für Träume zu haben! Aber würde ich beim Ansehen dieser Aufzeichnungen auch wieder all das fühlen, was den Traum so einzigartig, so eindrücklich machte?

Ich beschäftige mich mal wieder mit Sachen, die niemandem einen echten Nutzen (also monetären Zufluß) bringen. Aber das ist in Ordnung so. Nicht alles, was getan werden muß, muß auch in Geld oder Geldwert entgolten werden. Das ist einer meiner Grundsätze: Du mußt für meine Unterstützung nicht zahlen, denn es wird die Zeit kommen, zu der Du jemanden unterstützen kannst, der dafür einfach nichts zahlen kann. Und dann handle bitte ohne Bezahlung.

 

Ich schleiche mich davon und sage Danke fürs Lesen.

Der Emil

 

P.S.: Gut fand ich am 29.08.2022 einen notierten Traum, die erledigten Haus­ar­beiten, die weggebrachten Bücher.
 
Für morgen zog ich die Tageskarte Ritter der Schwerter.

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Über Der Emil

Not normal. Interested in nearly everything. Wearing black. Listening. Looking. Reading. Writing. Clochard / life artist / Lebenskünstler.
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3 Kommentare zu Nº 240 (2022) – Unnütz

  1. Frau Momo sagt:

    Ist echter Nutzen immer nur monetär? Eher nicht, oder? Ich denke, es gibt mehr Menschen, die helfen, ohne dabei an Geld zu denken, als wir vielleicht vermuten. Im Freundeskreis, in ehrenamtlicher Tätigkeit, die zwar nie uneigennützig ist, aber eben auch nicht auf einen monetären Vorteil aus ist.

  2. C Stern sagt:

    Solcherart, wie hier beschriebene Träume, kenne ich auch von mir, allerdings weitaus seltener bringe ich sie mit in den Tag. Und zwei Tage später sind sie nur noch selten präsent, obwohl sie mich des Nachts doch intensiv bewegen.
    Es ist von größter Bedeutung, Menschen aus Menschlichkeit zu unterstützen – nicht, um daran zu verdienen, sondern um sich in reiner Absicht einfach zuzuwenden. Nicht selten auch im Sinne von Zivilcourage.
    Ich erinnere mich, auch ich darf Bücher wieder wegbringen – und im Austausch vielleicht ein paar mitnehmen.

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