2021,202: Verwunderlich

Was bestimmt was? Oder bestimmt nichts nichts?

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Dieser verwunderliche Zettelwust, der uner­war­tet aus einem Buch­stapel auftauchte. Notizen zu verschiedensten Ereignissen und (verworrenen) Gedankengängen, zu Vorstellungen, Phantasien und Wünschen. Wütende. Sehnsüchtige. Entnervte. Vertäumte. Traurige. Solche in sauberster Handschrift und einfach so dahingeschmierte. An viele gibt es keine Erinnerungen mehr, an andere, wenige aber schon. Wie einfacher ist es doch, in einer Art Tagebuch nachzulesen. Chronologisch geordnet. Aber an eine feste Form gebunden, nicht so frei wie auf den Zetteln. Beeinflußt die Form also doch den Inhalt? Oder braucht Inhalt eine bestimmte Form? Vielleicht wird das nie herausgefunden, nie abschließend geklärt. Und selbst wenn: Wäre das für irgendjemanden von Bedeutung?
 
Was bei Text aber wohl nicht gilt: »form follows function«.

 

Ich schleiche mich davon und sage Danke fürs Lesen.

Der Emil

 

P.S.: Am 21.07.2021 waren positiv der Fortschritt bei der Einrichtung des neuen Rechners, ein nebenbei gelöstes Problemchen, zwei übersetzte Postkarten.
 
Die Tageskarte für morgen ist VII – Der Wagen.

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Über Der Emil

Not normal. Interested in near everything. Listening. Looking. Reading. Writing. Clochard / life artist / Lebenskünstler.
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5 Antworten zu 2021,202: Verwunderlich

  1. Klausbernd sagt:

    Lieber Emil,
    `form follows function´ – klar, das sollte ein Prinzip bei jedem Text sein.
    Schön war’s, dich `mal wieder zu besuchen.
    Mach’s weiterhin gut
    The Fab Four of Cley
    🙂 🙂 🙂 🙂

    • Der Emil sagt:

      Danke für den Besuch hier.

      Ich kaue noch darauf herum, insbesondere weil es mir eher um die Form des Papiers und um die Schrift geht, in der ICH etwas AUFSCHREIBE: Hat der Text da schon eine Funktion, der die Papierform und die Schrift bestimmt, oder wird der Text je nach Papierform und Schrift anders sein?

      • Klausbernd sagt:

        Lieber Emil,
        also ich schreibe mit meinem Lieblingsfüller auf dem feinen Papier meines Tagebuchs anders als wenn ich z.B. mit dem Computer schreibe. Ja, ich kann deutlich bemerken, dass sich mein Stil ändert. Aber du stellst die Frage anders herum, ob der Text die Papierform und die Schrift bestimmt. Na klar, wenn ich meine Einkaufsliste schreibe, nehme ich häufig ein auf der anderen Seite gebrauchtes Papier und gebe mir keine Mühe mit schöner Schrift. Wenn ich dagegen schreibe, worüber ich länger nachgedacht habe, schreibe ich in mein Tagebuch mit Schönschrift. Also es gibt eine Beziehung zwischen Schrift, Papierform und dem, was ich schreibe. Das kann zumindest bei mir beobachten. Wenn ich schreibend Gedanken entwickele, meine ich immer anmutig schreiben zu müssen, da ich wie Einstein davon ausgehe, dass wenn ich etwas anmutig entwickele, es auch eher ‚richtig‘ ist. Vielleicht ist das auch eine Art Aberglaube.
        Liebe Grüße vom kleinen Dorf am großen Meer
        Klausbernd 🙂

        • Der Emil sagt:

          Oh. „Was bei Text aber wohl nicht gilt: »form follows function«.“ Ich frage mich, ob Papierform und Schrift den Text anders werden lassen.

          Ansonsten geht es mir ähnlich. Ich schreibe in Kladden anders als auf Zetteln, auf kleineren Formaten anders als auf größeren, auf besserem Papier anders als auf einfachem, groberem. Direkt in den Rechner tippe ich nur wenig ein (aber Antworten auf Kommentare beinahe immer).

          • Klausbernd sagt:

            Naja, ist das Papier z.B. nur ein gebrauchter Briefumschlag schreibe ich darauf nachlässiger als z.B. auf einem Bogen Büttenpapier.
            Außer tgl. Tagebuch schreibe ich alles sogleich in den Rechner. Ich schrieb auch alle meine Bücher sofort in den Rechner.
            Liebe Grüße
            Klausbernd 🙂

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