Das Vertrauen in die eigenen Sinne scheint weitverbreitet zu schwinden.
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(Vorweg: Das sind meine Erfahrung und meine Meinung. Ich weiß, daß viele Leute das ganz anders sehen.)
Wetter. Regenwetter. Auch so ein unberechenbares Phänomen. Und doch glauben viele Menschen der oft privatwirtschaftlichen Wettervorhersage, erst recht, wenn sie aus einer App auf dem Smartphone stammt. Hm. Was hilft es mir aber, wenn draußen angenehmes Wetter ist und es werden 80% Regenwahrscheinlichkeit für die nächste Stunde angezeigt? Oder noch schlimmer: 30% Regenwahrscheinlichkeit? Naßwerden kann ich in beiden Fällen. Heute blies hierzustadt eine recht frische Brise, die Wolken zogen ziemlich schnell dahin, ab und an fielen ein paar große Tropfen. Von daher bestand durchaus die Möglichkeit, von einem Regenguß überrascht zu werden. Ein Wolkenbruch oder Platzregen war nicht zu erwarten, Regen aber schon. Mir blieb nichts anderes übrig, als mit diesem Wissen trotzdem unterwegs zu sein: Endlich habe ich das besorgt, was für ein zu versendendes Päckchen noch fehlte, und gleich noch etwas anderen für mich nicht lebenswichtigen, aber doch notwendigen Krimskrams. Und siehe, es fielen nur wenige Tropfen und und ich war ziemlich trocken unterwegs.
Wetter-Apps sind für mich, der ich das Wetter mit meinen Sinnen erfassen kann (und eben auch anhand von Wolken-, Niederschlags- und Windverhältnissen aus der Erfahrung heraus vorhersagen kann mit ähnlich hoher Sicherheit wie diese Apps), wirklich überflüssige Energie- und Datenvolumen-Fresser.
Ich schleiche mich davon und sage Danke fürs Lesen.
P.S.: Am 22.05.2021 waren positiv zwei Ferngespräche, endlich gekauftes Kleinzeug, jetzt noch in der Wanne zu liegen.
Die Tageskarte für morgen ist die Sechs der Stäbe (verspricht eine positive Wendung der Dinge).
© 2021 – Der Emil. Text unter der Creative Commons 4.0 Unported Lizenz
(Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).


Für mich sind die Apps nur Anhaltspunkte, die mich mehr in Sachen Temperatur als in Sachen exakte Regenmenge interessieren. Meistens regnet es deutlich weniger als angezeigt. Aber gerade beim Fernwandern oder -radeln sind die Entwicklungstendenzen gut zu wissen.
Andererseits geht nichts über die eigene Erfahrung! Und ein bisschen nasszuwerden hat mir noch nie geschadet. 😉
Mittlerweile kenne ich einige (viele) Menschen, die nur noch der App vertrauen und bei blauestem Himmel und Windstille nicht losgehen, weil eben mehr als zwei Drittel Regenwahrscheinlichkeit vorhergesagt sind …
Ich habe eine Regen Radar App auf dem Handy und auf die gucke ich schon gelegentlich. Gerade wenn ich vom Büro nach Hause will. Manchmal lohnt es sich doch, etwas früher oder später zu fahren, wenn ich nicht komplett durchnässt Zuhause ankommen will. Auf dem Roller finde ich Regen einfach ziemlich unangenehm.
Das verstehe ich doch. (Deshalb ist’s ja auch nur für mich so überflüssig.)