Ein verschwundener Klang.
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Am Nachmittag hätte ich gern mit einer Tasse Kaffee am Fenster gesessen und tanzenden oder auch jagenden Flocken zugesehen. Mitten im Winter, also zum Beispiel heute, sollte das möglich sein. Nur: Die gestern Abend in einem kleinen Schneesturm mit Blitz und Donner gefallene weiße Pracht ist schon wieder verschwunden, weggetaut. Alle Vorhersagen sehen für uns hier in der Stadt kaum noch Schnee fallen. Liegenbleiben gleich gar nicht. Ach, wo bleibt denn dann die Winterfreude? Die kindlich unverstellte Lust an unberührten weißen Flächen, am Schneemannbauen und am Werfen von Schneebällen und am Rutschen über spiegelblanke Pfützen? Wer erinnert sich noch an den Ton, der erklingt, wenn das Eis der ersten zugefrorenen Pfützen unter den Schuhen oder Stiefeln bricht?
Ich befürchte, von unseren vier Jahreszeiten bleiben uns über kurz oder lang nur noch zwei übrig: »zu trocken« und »matschig«.
So sah der Text direkt nach der Niederschrift aus, Wie zu erkennen ist, habe ich nur wenige Änderungen vorgenommen.
Ich schleiche mich davon und sage Danke fürs Lesen.
P.S.: Am 14.01.2021 waren positiv exzessiv genossene Faulheit, flüssiges Schreiben, ein ausgelesenes (schwierigeres) Buch.
Die Tageskarte für morgen ist das Ass der Kelche.
© 2021 – Der Emil. Text & Bild unter der Creative Commons 4.0 Unported Lizenz
(Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).



Kann über Nacht wieder kommen…Hoffnung immerdar!
Der Schnee? Darauf wird hier keine Hoffnung gemacht. 😉
Die kindlich unverstellte Lust, die ist sehr sehnsüchtig noch da. Muß (noch) nicht wiederkommen.
schnee – da war mal was – seufz.
Ja, dieses Klirren, wenn Eis auf Pfützen bricht!
Am magischsten war beim Überqueren eines wirklich tief zugefrorenen Sees so ein ganz kurzes, dumpfes, hallendes Knacken, als hätte man für einen kleinen Moment eine sehr große Glocke mit dem Hammer angeschlagen.
Hier schneit es, was mich nicht froh macht. Würde Dir das Wetter gerne abgeben!