Rainer Maria schrieb auch dazu.
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Meinen 11. Adventskalender hier widme ich allen, die kämpfen, allen, die krank sind, allen, die Unterstützung benötigen. Ich wünsche allen Menschen (und mir) eine im wahrsten Sinne des Wortes wundervolle Weihnachtszeit. Meine Kerzen brennen für Menschen, die Hoffnung brauchen.
Es treibt der Wind im Winterwalde
Rainer Maria Rilke (∗ 1875 – † 1926)
Es treibt der Wind im Winterwalde
die Flockenherde wie ein Hirt
und manche Tanne ahnt wie balde
sie fromm und lichterheilig wird;
und lauscht hinaus. Den weißen Wegen
streckt sie die Zweige hin – bereit
und wehrt dem Wind und wächst entgegen
der einen Nacht der Herrlichkeit.
Es gibt so viele Weihnachts- und Adventsgedichte. Und wieviele kennt ihr wirklich? Das von Goethen, nicht wahr? (Doch, die Schreibweise ist zwar alt, aber korrekt.) Mal sehen, wieviele nicht-mundartliche mir noch in den Sinn kommen … (Ohne mich zu wiederholen.)
Ich schleiche mich davon und wünsche eine schöne Adventszeit.
Wer eine Gelegenheit sucht, zur Weihnachtszeit anderen zu helfen, der kann das im Dezember täglich ab 21 Uhr des Vorabends bei der Versteigerung von #hand2hand20 tun. Die Aktion ist eine gute Idee von Meg, ihr und allen Mitwirkenden danke ich dafür.
P.S.: P.S.: Positiv waren am 07.12.2020 ein notwendiger langer Mittagsschlaf, zwei Ideen für Märchen, Gammelzeit ohne schlechtes Gewissen.
Die Tageskarte für heute ist die Vier der Schwerter.


Na ja, mir fällt da ganz spontan das Adventsgedicht von Loriot ein. Sollte man nicht lesen, sondern von ihm höchstselbst vorgehen lassen.
Mittagsschlaf tut (fast) immer gut, und man sollte ihn sich öfter gönnen. – Das Rilke-Gedicht haben wir in der Grundschule auswendig lernen müssen, und schon damals ging mir „und manche Tanne ahnt wie balde / sie fromm und lichterheilig wird“ gegen den Strich. Nicht dass Tannen nicht träumen könnten. Das will ich nicht bezweifeln. Aber doch bestimmt nicht davon abgesägt, in eine viel zu warme Stube gestellt und mit Lametta behängt zu werden. – Für den Panther hatte Rilke da ein feineres Gespür.
Was wissen wir schon über sie damalige Psychische Verfaßtheit von Nadelgehölzen … Und was über die Intentionen der Dichterinnen und Dichter, über die Metaphernhaftigkeit ihrer Worte?
Scherz beiseite. Ich verstehe Deine „Abneigung“, mag ihr aber nicht folgen, weil für mich Herz und Schmerz, Schnulz und Schmalz, Verklärung und Plattitüde in der Lyrik Platz haben wie auch in der Literatur insgesamt.
Dieses Gedicht gehört zu meinen absoluten, absoluten Lieblingsgedichten!
Danke dem Poeten! Segen und eine gute Zeit!