Nein. Anders. Und sicher keine Gefühlsduselei.
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Vor langer Zeit gab es Gefühle, die ich unter keinen Umständen zulassen konnte (es waren alle Gefühle), ja, ich habe sie nichteinmal mehr gefühlt. Mittlerweile ist das nicht mehr so, mittlerweile gehöhren Gefühle zu meinem Alltag hinzu. Heute aber ist es zum Beispiel oft so, daß ich anstelle des Schmerzes, der mich hin und wieder überfällt, gerne Wut hätte, so richtige, heftige Wut. Wut fühlt sich oft so viel besser an als Schmerz. Manchmal aber kommt keine Wut, einfach keine Wut.
Und dann, so voller Schmerz und wutlos (sonderbar, das klingt dem Wort mutlos sehr ähnlich): Plötzlich ist auch der Schmerz weg und ich bin gefüllt und umhüllt von einer tiefen, friedvollen Trauer.
Ich schleiche mich davon und sage Danke fürs Lesen.
P.S.: Positiv waren am 26.05.2020 das abgeschlossene Aufräumen, acht weitere aussortierte und freizulassende Bücher. jetzte Dr. Who.
Die Tageskarte für morgen ist die Sieben der Schwerter.
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(Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).


Ich erlebe es so: Zuerst nicht zulassen, dann die Wut, dann der Schmerz und zuletzt die Trauer. Insofern bin ich heute fast ganz bei Dir! Liebe Grüße! Regine
Oh, das ist ein Weg, den ich noch nicht so ganz geschafft habe. Aber dank Therapie mache ich zurzeit ähnliche Erfahrungen. Dass die Gefühle wieder fühlbar werden können (dürfen), ist dabei eine notwendige innere Entscheidung gewesen.
(Die Angst vor Schmerz hat bei mir Fühlenkönnen/-wollen arg gedimmt.)
Und ja: Die Trauer ist darunter und dahinter und hat eine andere Farbe als der Schmerz (bei mir).