Die Flammen der Streichhölzer und Kerzen.
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Meinen Adventskalender hier widme ich allen, die kämpfen, allen, die krank sind, allen, die Unterstützung benötigen.
Ich wünsche all diesen Menschen und mir eine im wahrsten Sinne des Wortes wundervolle Weihnachtszeit. Meine Kerzen brennen für alle, die Hoffnung brauchen.
Ihr erinnert euch? An die Streichhölzer, die Schwefelhölzchen? Die man benutzt, um eine Kerze oder viele Kerzen anzuzünden? Die einen so sonderbaren Geruch hinterlassen, wenn sie gleich nach dem Anzünden wieder ausgeschüttelt werden? Es gibt viele Geschichten über sie, sehr viele Geschichten. Und auch Witze, viele mehr oder weniger intelligente Witze über sie, mit ihnen, und kleine Tricks, die sie vollführen können. Meine Meinung ist ja, daß diese Hölzchen zu Advent und Weihnacht gehören und zu den Raunächten. Und es ist eine schöne Tradition, meine schöne Tradition, die Lichter im Advent mit Streichhölzern anzuzünden. Immer, jedesmal, an jedem Abend, überall. Völlig unabhängig von der Art der Kerze. Schachtel auf, Hölzchen raus. Je nach Wetterbedingungen bleibt die Schachtel zur Hälfte geöffnet oder wird geschlossen. Dann das Reiben über eine der Seiten, das Rauschen und Zischen, das das Aufflackern der Flamme begleitet. Der typische Geruch. Ach, auch der Geruch, der nach dem Ausblasen einer Kerze zurückbleibt. Auch der ist charakteristisch für die Weihnachtszeit, stimmts? Obwohl: Bei mir brennen oft Kerzen. Teelichte. So gut wie jeden Abend, jede Nacht. Ihr Licht nimmt mir die Angst vor der Dunkelheit; ihr unstetes Flackern läßt meine Gedankensprünge ziemlich solide und stetig erscheinen.
Streichhölzer und Kerzen. Advent und Weihnacht ohne Schnee, ohne Weihnachtsbaum sind möglich. Aber ohne diese Düfte, ohne Streichhölzer und Kerzen? Nein, keine Lichterkette aus Glühleuchten oder LEDs kann Kerzenschein ersetzen. Kein künstliches Licht kann das. Nur Kerzen erzeugen auch Wärme, Wärme, die sich in mir in zusätzliche Herzenswärme wandeln kann. Die sich in jedem Menschen in Herzenswärme wandeln kann … Es brennen seit Tagen zwei Adventskerzen bei mir, immer, wenn ich mich zum Essen an meinen Tisch setze, immer, wenn ich an einem Tisch eine meiner Kladden aufschlage, um etwas zu notieren. und immer werden sie mit Streichhölzchen, Schwefelhölzchen entzündet.
Das Licht des Advents, der heimeligen Zeit, es leuchtet für mich und in mir. Möge es auch euch wärmen und euer Leben heller machen.
Ich schleiche mich davon und sage wünsche eine schöne Adventszeit.
Wer eine Gelegenheit sucht, zur Weihnachtszeit anderen zu helfen, der kann das täglich ab 21 Uhr des Vorabends bei der Versteigerung von #hand2hand tun. Die Aktion ist eine gute Idee von Meg, ihr und allen Mitwirkenden danke ich dafür.
P.S.: Am 10.12.2019 waren positiv der deponierte Umschlag, ein paar Zeilen handgeschriebene Fraktur, Dr. Who.
Die Tageskarte für heute ist XVII – Der Stern.
© 2019 – Der Emil. Text unter der Creative Commons 4.0 Unported Lizenz
(Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).


Sehr schön geschrieben Emil.
Ich empfinde genauso. 🕯
Ich benutze Streichhölzer und für die Kerzen, die am Fenster hängen, diese Flammenwerfer (ich weiß gerade nicht, wie die wirklich heißen).
Liebe Grüße,
Elvira
Diese Sturmfeuerzeuge, die wie Bunsenbrenner fauchen?
Nein. Habe mal recherchiert. Sie werden Stabfeuerzeuge genannt.
😉
Ja, Kerzen und Zündhölzer mit allen Sinnen. – Die Enkelgeneration hantiert mit den überlangen Feuerzeugen, was eine sichere Sache sein mag. Aber wenn ich ihnen anbiete, unter meiner Aufsicht und mit geführter Hand ein Streichholz anzuzünden, lehnen sie ab und fürchten sich.
Ich würde ihnen ja gern den Weihnachtsdurft vorführen, der beim kurzen Glimmen von Tannenzweigen entsteht. Für mich auch ein wunderbarer Weihnachtsduft. – Aber ich halte mich zurück und vermeide den möglichen Ärger mit den Eltern.
Hast du schon? Ein kurzes Zweiglein vom Adventskranz angezündet, durch hin und her Wedeln ausgelöscht und dann weiter wedeln, um den köstlichen Geruch zu verteilen?
Ach, brennende Nadeln. Unvergeßlich. Weil im „Haisel“ der Großeltern eben auch Reisig verbrannt wurde und Kuttern (Rindenstücke von Fichten) und Zapfen, viele, viele Fichtenzapfen. Und ab und zu kokele ich hier mit einem kleinen Zweiglein.
Kokeln!! Das Wort ist mir fast aus dem Sinn. Aber das war es, was wir mit Kerzen, Zweiglein, Streichhölzern machten: kokeln. Immer unter der Mahnung: kokelt nicht so viel.
(Gut, im Erzgebirge klanng es immer mehr nach “googln” – mit langem Ooooo gesprochen, nichts mit dem Datenkraken zu tun habend.)
ja, in Thüringen auch, genauso „googln“.