Nº 319 (2019): Ach, ach, ach und ach.

Alltagsgenuschel, verschwurbeltes Alltagsgenuschel.

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»Denn erstens kommt es anders und zweitens als man denkt.«

»Lächle, denn es könnte schlimmer kommen.« Und ich lächelte und siehe: Es kam schlimmer.

Irgendwie waren beide Bonmots am heutigen Morgen zutreffend. Ein Plan ist ein Plan ist ein Plan, solange kein Vorfall dazwischenkommt. Dann wird eine Scheißsituation daraus, mit der ich erstmal fertigwerden muß (und andere Menschen noch viel mehr). Also: Ein Plan ist Makulatur. Das hat nicht nur Nachteile, nein, denn ich kann andere geplante Dinge früher in Angriff nehmen. Aber … Aber mir entgeht … Das klingt Scheiße! Ich hatte mich auf etwas gefreut, sehr gefreut. Das findet jetzt nicht statt. Das fehlt mir jetzt, das ist auch nicht so bald nachzuholen. Nun ja. Bleibt meine Bedürftigkeit mir noch ein Weilchen erhalten (ich denke, die bleibt mir sowieso erhalten bis ans Ende meines Daseins).

 

Auf zum aktuellen Tagesgeschäft. Den Cliffhanger hab ich (noch) nicht geschafft. Und im bereits fertigen Teil sind einige Zeitfehler (ohweh, das war mir wirklich manchmal sehr, sehr peinlich) bereinigt. Ich überlege, was damit werden könnte. Dabei macht mir die Skurrilität der Türgriff-Episode schon zu schaffen. Außerdem: So ganz beendet erscheint mir das Ganze nun doch nicht, da ist noch irgendetwas, was der Kerl mir anbieten möchte, irgendetwas, das ich noch nicht sehe/spüre/erkenne, das aber irgendwie fehlt und … Schwammiges, nebelwerfendes Geschwafel. Gackern über ungelegte Eier.

Viel eher und viel mehr mußte und muß ich mir jetzt Gedanken darüber machen, was ich anstelle des Planes in den nächsten Tagen erledige. Näharbeiten wären da notwendig: Ein paar Flicken, ein paar Druckknöpfe müssen angenäht werden, mindestens an einer Hose werden die Beine gekürzt. Natürlich mit der Hand, mit Sternzwirn und Sattlernadeln funktioniert das bei Jeans am besten. Gescannt habe ich dann heute auch wieder, Visitenkarten, Notizzettel, Post, Artikel aus Zeitschriften und Zeitungen. Jetzt gerade, da ihr den Text lest (kurz vor 21 Uhr), übertrage ich Termine aus dem 2019er Kalender in den 2020er; leider habe ich bisher keinen meiner Stammarke bekommen und muß mit einem eher ungeliebten Ersatz vorliebnehmen. Es kann ja sein, daß ich mich daran gewöhne, aber wahrscheinlicher ist, daß ich bei erstbester Gelegenheit mir doch noch »meinen« Kalender kaufe … Ja, Markenfetischist. Dummerweise aber eben nur beim Terminkalender, den ich unbedingt in Papierform haben muß. (Wie seltsam der Mensch, ich in diesem Falle, doch tickt, nicht wahr?)

Vor lauter Dies und Das kam ich heute kaum dazu, irgendetwas zu notieren, zu schreiben. Die Ausbeute scheint mir mager. (Da: Es scheint mir. Waren meine Erwartungen an mich mal wieder zu groß?) Auch die Schrittzahl ist heute nicht überragend gewesen (es waren so wenige Schritte, daß ich mich schäme, diese Zahl hier zu nennen). Den Brief, den ich hatte heute schreiben wollen, habe ich auch nicht verfaßt – am Montag muß er aber in die Post.

Und mit dieser kruden Mischung aus Alltag und Notwendigkeiten für die (nahe) Zukunft lasse ich euch jetzt allein. Ich hab schließlich zu tun.

 

Ich schleiche mich davon und sage Danke fürs Lesen.

Der Emil

P.S.: Am 15.11.2019 waren positiv gescannter Kleinkram, gekochter Gemüseeintopf für heute und morgen, acht ins OGG-Vorbis-Archiv übernommene CDs.
 
Die Tageskarte für morgen ist die Zehn der Münzen.

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Über Der Emil

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3 Kommentare zu Nº 319 (2019): Ach, ach, ach und ach.

  1. Gudrun sagt:

    Heute habe ich es sehr bedaurt, nicht in Halle zu wohnen. In eurer Moritzburg läuft gerade eine Ausstellung, die ich mir liebend gerne angesehen hätte. Sollte es dich irgendwann dahin treiben, erzähl mir bitte davon.
    Ach Emil, heute waren es vielleicht mal weniger Schritte. Dafür läufst du öfter die Treppe hinauf bis in den neunten Stock.
    Grüße aus dem Kaff nebenan.

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