Nº 275 (2019): Herbstzeit

Bei einem speziellen Geräusch Gereimtes.

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Draußen windet's. Sturm sogar
brauset um das Haus.
Diese Zeit ist sonderbar,
strahlet Wehmut aus.
Herbstlich ist nun auch das Licht,
herbstlich ist's im Herz.
Aber das betrübt mich nicht,
geht's doch weihnachtswärts.

 

 

Ja, das stand heute schon im S(chreibvers)ucher, dort hab ich es inzwischen wieder offline gestellt. (Daß ich irgendwann einmal depubliziere …) Und ja, in den Läden steht seit einiger Zeit schon Weihnachtszeug herum, dessen Kauf ich noch verweigere; wie in jedem Jahr gibt es das erst nach dem Totensonntag. Aber hallo: Es ist Herbst und das Zuwarten beginnt. Oh ja, ich freu mich auf die Zeit, wie jedes Jahr.

Es ist auch die Zeit, da ich in den Wald gehen und tief einatmen mag. Der Pilzduft, das gefallene Laub, harzige Nadelbäume. Nebel am Morgen und in Tälern, im Dickicht. Der Landregen fehlt, der früher im Herbst oft fiel. Was soll's, es werden in Zukunft wohl noch mehr fehlen von den jahrelang üblichen Naturereignissen. Solange es sie noch gibt, werde ich sie wahrnehmen, genießen (ja, das geht auch mit Regen und Frost), mich daran erfreuen. Vielleicht finde ich sogar ein paar Pilze, die ich mir auf Sternzwirn aufgefädelt trocknen werde.

 

Ich schleiche mich davon und sage Danke fürs Lesen.

Der Emil

P.S.: Am 02.10.2019 waren positiv 4 kg Möhren und 3 kg Rosenkohl, erste Pläne für den Adventskalender, ein Bier.
 
Die Tageskarte für morgen ist die Zwei der Kelche.

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Über Der Emil

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4 Antworten zu Nº 275 (2019): Herbstzeit

  1. fata morgana sagt:

    Zeilen von dir, die man wieder in Bildern sehen kann und Waldluft die ich hier am PC in Gedanken tief einatme… Danke, etwas sehr Schönes nach einer langen Schicht.
    Und ein Wort, das ich ewig nicht gehört, geschweige denn gelesen hab und was Erinnerungen weckt, an früher, die Kindheit, den Nähkasten meiner Mama…’Sternzwirn‘.

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