Vielleicht trotzdem in Zukunft zuwenig, da es ja jetzt schon zu oft fehlt.
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Zur Zeit ist da draußen in meinem Leben ziemlich viel los, um das ich mich gerade sehr kümmern muß. Ich mein, ich brauchte ja schon vier Wochen, ehe ich mich für das neue Telefon entschieden hatte, und auch vier Wochen, um den Vertrag dafür zu ändern. Immer wieder hab ich gerechnet und gehadert, nochmal gerechnet, beides wieder angesehen, nochmal gerechnet, nein zu beidem gesagt, davon geträumt, wieder alles angesehen und durchgerechnet, um dann endlich! das Telefon zu erwerben und kurz vor knapp (also vor der automatischen Verlängerung) den Vertrag zu verändern.
Ebenso turbulent – nein, das ist nicht richtig. Ich sag mal so und damit vielleicht zu deutlich: Es verändert sich in meinem Beziehungsgefüge gerade etwas. Weil ich sogar noch zugeraten habe, immernoch zurate und auch gönne, was da geschieht. Weil ich eben ziemlich weit weg bin und eine klassische Beziehung, auch eine klassische “richtige” Fernbeziehung nicht funktioniert. Nicht richtig funktioniert, jedenfalls bei uns nicht richtig funktionieren kann. Was ist, was war es dann? Manche bezeichnen es als Freundschaft Plus. Die Freundschaft bleibt, das Plus wird wegfallen, wie ich befürchte. Auf mein, mein Zuraten hin. Bin ich blöd? Ja. Nein! Ganz im Gegenteil. Ich gönne.
Mir als (ziemlich) altem Mann sollte das nicht (mehr) viel bedeuten, dachte ich. Aber da mir sowieso an Nähe und (realer) Berührung mangelt … Vieles zu diesem Thema kritzele ich in Kladden, ich schreibe mehrere Kladdenseiten täglich voll. Zum einen in meinem alltäglichen Tagebuch, dann in einer Kladde, die ich die P18-Version (eben zu dem Thema der Freundschaft Plus) nenne und in einer, in der sich zunächst mal alle Texte und Fragmente ansammeln, die irgendwann einmal in einem Blog auftauchen sollen. Die eine habe ich überall dabei, die zweite liegt neben der Bettstatt, und die dritte begleitet mich beinahe immer (nicht aber bei meinen Discountereinkäufen). Also ja, ich gestehe: Ich fürchte mich vor der Zeit, in der das Plus der Freundschaft Plus ganz wegfallen wird und mir nur noch die Erinnerungen daran bleiben, schöne, sehr schöne Erinnerungen. Ich hab noch keine Ahnung, was dann vielleicht kommen kann, was mir dann noch an Möglichkeiten bleibt. Wenn es nur nicht das Ende dessen bis zu meinem Lebensende bedeuten würde.
Jaja, so geht es zu in meinem Kopf und in meinem Herz. Darum steht hier manchmal mehrere Tage nur wenig Text. Aber Text muß sein, denn ohne Blogbeitrag hier habe ich den Tag nicht wirklich gelebt. (Ja, das klingt, als würde der Zwang, hier zu veröffentlichen, der Ersatz für mein wirkliches Leben außerhalb des Internets sein; aber so ist es nicht, ganz und gar nicht. Mittlerweile gehört es zum Tag wie das Zähneputzen – und wenn ihr das mal vergeßt, dann fühlt sich das für euch doch auch etwas bäh an, oder?) — Bitte verzeiht mir, daß ich mal wieder was aus meinem allerinnersten Privaten über euch auskippen mußte.
Ich schleiche mich davon und sage Danke fürs Lesen.
P.S.: Am 12.07.2019 waren positiv der Austausch der SD-Karte im Tablet, ein begonnenes Buch, endlich Nachricht.
Die Tageskarte für morgen ist die Zwei der Stäbe.
© 2019 – Der Emil. Text unter der Creative Commons 4.0 Unported Lizenz
(Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).


Ach du … kipp nur.
Da bewegt sich was. Möge es ein gutes Lösen werden, ein heilsames.
Aber … Genau davor hab ich ja Schiß, bzw. vor dem, was danach (nicht mehr) kommt …
Diese Gedanken kenne ich auch.
Wenn du tatsächlich völlig allein werden solltest, wäre eine (therapeutische) Begleitung gut. Man kann als Mann leicht versacken.
Ich werde ganz sicher nicht völlig allein werden, hab ja andere Freunde, gute Bekannte. Nur die körperliche Seite (also das bei Freundschaft Plus dazugehörende nackte Kuscheln, der Sex, die alltäglichen Berührungen) wird mir wirklich fehlen, davon hatte ich ja auch jetzt schon nicht wirklich genug.
Es geht ja darum, nicht abzurutschen. Ob da alleine Freunde helfen können?!
Aber jeder steht für sich und geht anders damit um.
Das Gefälle im intimen Austausch ist fast bei jedem Paar gegeben. Soviel Einblick habe ich schon.
„Abhängig“ von Sex sein ist (für mich) nicht schön.
Jedenfalls weiß ich, daß Freund Johnny da keineswegs hilft. Der begleitete mich eine ganze Zeit meines bisherigen Lebens. Ich erlebte drei (? — Ja, doch: drei.) Partnerschaften ohne großes Gefälle bzw. mit eher ungekehrtem Gefälle (als allgemein erwartet).
Abhängig … Der Zölibat jedenfalls wäre definitiv nichts für mich.
Was willst Du also tun?
Offen sein für Begegnungen, für alles mögliche …
Wenn DIR das Ausschütten gut tut, dann mach das weiter. Ich wünsche Dir, dass das Gute, dass Du Dir wünscht, zu Dir kommt!
Das hier (also das Blog) ist eine Art Ventil. Auch, wenn ich vieles verklausuliert und geschickt depersonalisiert hier rauslasse: Ja, es ist nötig.
(Und außerdem hab ich ja noch andere Blogs, in denen ich mich auslassen kann.)
Und das ist gut so, dass Du das hast ;)!
Die Erinnerung bleibt dir doch, die kann dir niemand nehmen – aber das ist dir kein Trost. Leider!
Weißt Du, ich lebe schon in so vielen Bereichen nur mit Erinnerungen … (Du auch, ich weiß …)
Trost ist es nicht, aber daraus wächst das WIssen, daß es auch anders sein kann, weil es ja schonmal anders war, und damit auch die kleine Hoffnung, daß es wieder anders werden kann …
Auch als Frau kann ich Deine Gedanken gut nachvollziehen. Freundschaft Plus habe ich noch nicht erlebt, aber eine Scheidung nach 30 Jahren Lebensgemeinschaft schon. Ich bin gerade 67 geworden und denke daran, dass sich mein Beziehungsstatus vermutlich nicht mehr ändern wird. Woran ich natürlich den Hauptteil dazu beitrage. Trotzdem: manchmal macht es mich ziemlich traurig. Auf der anderen Seite ist mein Leben bunt und spannend. Meistens jedenfalls. Liebe Grüße! Regine
Oh. Ich dachte immer, daß Frauen … nun ja, daß die Frauen immer viel leichter (als Männer) Partner finden (können, wenn sie wollen).
(Ah! Jetzt weiß ich die Zahl in Deinem Nutzernamen zu deuten. Bei mir stünde da eine 63.)
Und ich dachte immer, dass Männer viel schneller eine Partnerin finden, als Frauen. 😂Ist natürlich Quatsch, ich weiß. Ich kenne viele Frauen, die sich schnell wieder verlieben. Mir fällt das schwer und es wird mit den Jahren nicht gerade leichter! Trotzdem: Das Leben ist schön, oder?
Selbst oder GERADE OHNE das Verlieben, wenn es also mal „nur um Sex geht“, haben es Männer ungleich schwerer … (sofern es nicht um bezahlte Sexarbeit geht).
Lustig…ich dachte immer, es wäre umgekehrt! Vielleicht sollte ich mein Männerbild gelegentlich überdenken? Ich wünsche Dir einen schönen Sonntag!
Wer nicht mit unwahrscheinlich viel Geld und sonstigem Status punkten kann …
Aber vielleicht sollte ich mein Frauenbild überdenken?
Der letzte Satz wäre sowas von nicht nötig gewesen, finde ich.
Gruß von Sonja, die mit dem Eierlikörgeseufze
Hm. Scheint so, als wäre die Koketterie wieder mit mir durchgegangen …
(Aber mal ganz im Ernst: Jemandem so ungefragt meine Probleme an die Backe zu labern trau ich mich normalerweise nicht, und oft find ich’s auch unangemessen.)
Es muss doch kein Mensch lesen…es WOLLEN welche lesen (viele Männer schweigen sich kaputt…)
Mag sein, sowohl das mit dem Lesen als auch das mit dem Schweigen. Manche Preisgaben fühlen sich trotzdem irgendetwas zwischen „verräterisch“ und „übergriffig“ an, und für die bitte ich dann eben um Verzeihung.
(Zusatz: Hm. Ich weiß, wieso ich mehrererere Blogs habe. Ja, ich habe manchmal Schwierigkeiten, hier richtig deutlich zu werden, und wenn ich es doch werde, dann schäme ich mich auch für das, was ich preisgebe.
Manchmal habe ich so verschiedene Dränge in mir, die ich einfach nicht miteinander in Einklang bringen kann. Und dann kommt so eine halbe Offenbarung, völlig „unmännlich“.
Ach, ich würde so vielen Menschen gerne so viele Fragen stellen …)
Ach, Emil, du bist noch jung, weil du voller Sehnsüchte steckst. Zieh dich nicht zurück. Ich glaube es wäre nicht richtig. Jeder Topf findet seinen Deckel, sagte meine Mutter immer. Sie sagte aber auch, dass keiner klingelt und um Einlass bittet. Ich wünsche dir, dass du den Mut findest, dort unterwegs sein zu können, wo deine Wünsche liegen.
Keine Sorge, für einen vollständigen Rückzug würde ich „Es“ dann doch zu sehr vermissen …