Verwirrendes, atemloses Lesen.
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Elfriede Jelinek. “Bambiland”. Uff.
Gestern spätabends begonnen. Nur mit dieser lauten, atemlosen, teilweise abgehackten Stimme im Kopf lesbar; eindringlich eindrücklich und atemlos fast durchhetzend, hingurchgaloppierend bis zum Ende gelesen. Ein Abenteuer.
Heute dann mit “Babel” begonnen. “Irm sagt”: Das gab mir mehr Lesegenuß, weil es darinnen Wendungen und Wörter hat, an denen ich mich nicht sattlesen kann, die ich gedehnt und gebunden und gefüllt und feucht und prall und schaukelnd, zuckend! mir auf der Zunge zergehen lasse. Und doch. Nach den paar Seiten brauch ich andere Literatur, anderes Denkfutter. Morgen weiter mit diesem mich anstrengenden Buch, für heute genug davon …
Ich schleiche mich davon und sage Danke für’s Lesen.
P.S.: Am 29.06.2019 waren positiv meine Flasche Wasser an die unter der Hitze leidende ältere Dame an der Haltestelle weitergegeben, Arbeit im klimatisierten Radiostudio, Elfriede Jelinek.
Die Tageskarte für morgen ist der Bube der Schwerter.
© 2019 – Der Emil. Text unter der Creative Commons 4.0 Unported Lizenz
(Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).


Jelinek geht, sofern man überhaupt reinkommt, oft nur in Dosen. Der Buchhändler meines Vertrauens zu Zeiten als ich mir noch neue Bücher leisten konnte und wollte, hat mich immer sehr merkwürdig angesehen wenn ich etwas von ihr bei ihm bestellt habe. Er hätte mehreres von ihr versucht, käme aber partout nicht rein. Hab in dann auf „Die Ausgesperrten“ für den Anfang verwiesen, wegen der noch recht klassischen Struktur, ob er es je gelesen hat weiß ich nicht.
Das Bambiland ging nur am Stück. Da aufzuhören und wiedereinzusteigen ist unmöglich für mich. Aber die drei Babel-Teile, die gehn einzeln, denk ich.
Schön, das mit der alten Dame und der Wasserweitergabe!
Lesestoff ist bei mir anders.
Ja, ich lenke mich ab mit Pratchetts „Die Lange Erde“-Zyklus
Und Ina Bruchlos‘ „Da ist ein Riß in der Welt“.