Nº 145 (2019): Alles ganz anders

Ihr kennt es doch auch.

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Na gut, nicht alles. Aber.

(Mittlerweile soll “aber” in geäußerter Meinung ja nicht mehr so ganz koscher sein?)

Aber.

Mein Schreiben nach Konzeption gestaltet sich schwieriger als erhofft. Für mich war alles ganz logisch beim Notieren der drei Stichpunktlisten, wirklich so logisch, daß ich glaubte, danach (also nach den inhaltlichen Zusammenfassungen) recht einfach und problemlos Texte herunterschreiben zu können. Pustekuchen. Mich hinzusetzen und dazu eine fer­tige Miniatur aus einem Guß aufs Papier zu bringen, das habe ich einfach nicht geschafft und den Arbeitsaufwand wider besseren Wissens einfach unterschätzt. Und doch möchte ich es hinbekommen. Dennoch möchte ich aus den jetzt existierenden Bruchstücken zum zweiten Teil etwas Rundes formen. Überhaupt wäre es mir wirklich sehr recht, wenn das zu einer mir auch möglichen Schreibweise wird, dieses Schreiben nach Storyline oder Konzeption oder Konstruktion oder Plan. Ja, es fühlt sich gut an, einen Text am Stück herunterschreiben zu können, weil da die Eingebung, die Idee ist und sich die dazuge­hörigen Worte wie von selbst aus dem Füllfederhalter aufs Papier fließen. Das andere aber schon oft heimlich versucht zu haben und bisher nie damit zurechtgekommen zu sein, das fühlt sich überhaupt nicht gut an, überhaupt nicht gut. Deshalb dachte ich, daß meine öffentliche Arbeit auf diese für mich besondere Art mich besser motiviert (tut es, und ich empfinde es nicht als Druck oder Zwang) und daher schneller auch Ergebnisse herzeigbar seien.

Aber es ist schwieriger, dauert wesentlich länger und das, was ich jetzt habe, holpert eben so, daß ich es für noch nicht vorzeigbar halte.

 

Auch andere Arbeit dauert nun schon wesentlich länger an als geplant. Heute machte der nachnittägliche Regenguß mir einen Strich durch die Rechnung. Ich habe das Erwach­se­nen-Lego noch immer nicht fertigstellen können. Ja, Richtfest habe ich gefeiert, mit einem Feigenlikörchen. Aber auch auf dieser tatsächlichen Baustelle bin ich unzufrieden. Ja, mit mir und meinen Ergebnissen bin ich heute (wie viel zu oft) alles andere als zufrieden. Es hatte jedoch auch keinen Sinn, in strömendem Regen auf einer Leiter herumzuklettern. Da sich zudem die Dinge gegen mich verschworen zu haben scheinen (Wie oft hat sich z. B. heute Werkzeug vor mir versteckt, wie oft!), kann ich nichts anderes tun, als es zu ertragen und zu jammern. Scheint auch eines meiner Grundbedürfnisse zu sein, dieses Jammern. Und sehr gut kann ich mit meinen eigenen Unzulänglichkeiten hadern. (Ja, der gerade voangegangene Satz wurde hier auch eingefügt, weil ich das Wort “hadern” mal wieder verwenden wollte – nein, Scherz beiseite, der Satz stimmt und es stimmt auch, daß ich das Wort “hadern” mag.)

 

Und nun hoffe ich, daß ich trotz der bleiernen Müdigkeit, die ich nach diesem Tag verspüre, noch ein paar Dinge im Text zurechtrücken kann.

 

Ich schleiche mich davon und sage Danke fürs Lesen.

Der Emil

P.S.: Am 25.05.2019 waren positiv die Pause beim Pflichtstundeneinsatz, ein Gespräch über meine Zeit als Gartenheimwirt, Entspannung pur in der Badewanne.
 
Die Tageskarte für morgen ist der Ritter derMünzen.

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Über Der Emil

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