Mal wieder Turbulenzen.
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Da ist nichts, was zu Sorgen Anlaß böte. Nur im Kopf, im Kopf purzelt alles durcheinander. Oder: vieles. Manchmal passiert das eben an Wochenenden, die voller Arbeit sind. Und ganz besonders die voller gern gemachter Arbeit neigen dazu, diese Turbulenzen im Kopf zu befördern. Da ist dann das berühmte “Was wäre wenn” direkt neben dem “Hätt ich doch bloß” und dem “Warum hab ich nicht einfach”. Alles Dinge aus der Vergangenheit, die mich an solchen Tagen vermehrt beschäftigen.
Und worüber soll ich an solchen Tagen nur schreiben?
Vielleicht über den Variantenreichtum der möglichen Fehlentscheidungen? Aber am Ende waren's gar keine, sondern einfach nur Entscheidungen, die getroffen werden mußten, von mir. Oder von anderen Menschen, weil ich mich (wie so oft) zu keiner Entscheidung durchringen konnte, oft aus falsch verstandener Rücksicht oder weil ich auf den richtigen Moment wartete.
Die gesamte Vergangenheit eines Menschen ist gespickt mit Entscheidungen. Und die schlechteste je getroffene Entscheidung war die, einfach abzuwarten. Und über solche Sachen nachzudenken habe ich Zeit, wenn ich in Arbeit versunken bin, die nicht gerade höchste Konzentration erfordert, die mich direkt und unmittelbar an meine eigene Vergangenheit erinnert. Wie zum Beispiel der Bau dieser Holzmiete gestern, an einer solchen habe ich zuletzt vor meiner Jugendweihe (der kirchenfreie Ersatz für die Konfirmation in der DDR) gebaut. Als Kind. Als (noch recht) glückliches Kind. Und es ging mir dann durch den Kopf, an was aus meinem Leben ich mich erinnern kann. Getroffene Entscheidungen. Zum Teil mit Allmachtsphantasien (wär ich nicht 1987 aus der SED ausgetreten, wäre die DDR nicht untergegangen u. ä.).
Über was soll ich also an den Tagen schreiben, an denen ich nichts im Kopf habe, das zur Veröffentlichung geeignet scheint?
Übers Wetter vielleicht. Ja, genau, übers Wetter: Das war heute ziemlich durchwachsen …
Ich schleiche mich davon und sage Danke für’s Lesen.
P.S.: Am 28.04.2019 waren positiv ganz früher Kaffee, am Morgen schon notierte Gedanken und Erinnerungen, ruhiges Tätigsein.
Die Tageskarte für morgen ist 0 – Der Narr.
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(Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).

