Nº 049 (2019): Sätze aus dem Unveröffentlichten

[F.M.: Gehn zu (z)weit (unveröff.)]

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Immer mal wieder tauchen in meinem Kopf, selten hier, Sätze auf, die ich aus (m)einem unveröffentlichen Roman zitiert haben könnte.

 

 

“Ich höre Deine Zweifel Alarm schlagen. Aber glaub mir: Sie haben nur Angst, Dir nicht mehr wichtig zu sein.”
 
“Ich möchte meine Vernunft gegen Deine Gier und Hemmungslosigkeit eintauschen.”
(Beide vom 08.12.2018.)

“Viel lieber würde ich Dir zuhören, deiner Stimme und deinem Atem lauschen. Aber ich sitze hier und Du liegst bei einem Anderen. Ich freu mich trotzdem, daß Du genau das tun und glücklich sein kannst.”
(Vom 31.01.2019)

“Sieh mal, da vorn ist das Meer. Es scheint, als würde es gegen den Strand ankämpfen; aber nur, weil das Meer da ist, ist da auch der Strand. Das ist wie bei uns.”
(Vom 14.02.2019)

“Nachts sitze ich alleine am Tisch und schreibe auf, woran ich mich erinnere. Die Farbe Deines Lidschattens zum Beispiel und die Gänsehaut oberhalb Deiner Schamlippen.”
 
“Ich träume neuerdings, daß ich Deine Finger spüre. Auch an Stellen, an denen Du mich noch nicht berührt hast, obwohl ich darauf wartete.”
(Beide aus der Nacht vom 17. zum 18. Februar 2019)

 

 

Es sind aber immer nur ein oder maximal fünf solche Bröckchen, die mir einfallen, die ich aufschreibe. Manchmal sind es Zweisatz-, Dreisatzdialoge. Aber mehr davon geht nicht, kommt nicht. Partout nicht. Ich weiß, daß all die Sätze zu diesen beiden Menschen gehören, die ich nicht kenne, die nur Schemen sind, nur erahnte (und wahrscheinlich doch von mir selbst empfundene, nach-empfundene) Gefühle, Sensationen, Sinneseindrücke, Gedankenblitze.

Alle Sätze zu diesem Thema sind wahrscheinlich auch für bei Twitter unangemeldete Neugierige unter diesem Link zu finden (ich habe einige Schreibungen angepaßt). Ja, sie landen bei Twitter, bei dem Microblogging-Dienst, und sind mit der Zeit auf mehr als 140 Zeichen Länge angewachsen. An diese Beschränkung, diese notwendige Kürze erinnert nur noch die Abkürzerei in den eckigen Klammern. Manchmal vermisse ich die notwendige Verdichtung der Sprache auf nur 103 Zeichen (die “Signatur” ist 36 Zeichen lang), manchmal. Manchmal ist es aber auch bequem, nicht so sehr verdichten zu müssen. (Und doch klappt es immer mal wieder.)

 

Und was mach ich nun mit diesen und all den anderen Sätzen, die hinterm Link zu lesen sind?

 

Ich schleiche mich davon und sage Danke für’s Lesen.

Der Emil

P.S.: Am 18.02.2019 waren positiv frühes Wachsein mit viel Kaffee, ein leerer Kopf (tut manchmal auch gut), zweimal den Behälter des Schredders gefüllt.
 
Die Tageskarte für morgen ist die Drei der Stäbe.

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Über Der Emil

Not normal. Interested in nearly everything. Wearing black. Listening. Looking. Reading. Writing. Clochard / life artist / Lebenskünstler.
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0 Kommentare zu Nº 049 (2019): Sätze aus dem Unveröffentlichten

  1. socopuk sagt:

    Reihe sie aneinander wie ein ausgekipptes Puzzle und überlass den LeserInnen die Arbeit 🙂

    • socopuk sagt:

      Hab jetzt alles bei Twitter gelesen, vielleicht schreit es wirklich nach einer „alternativen Form“?…!
      Jeder Schnipsel auf einer Spielkarte, eine grobe Ordnung zu Kapiteln, aber keine feste Reihenfolge. Die Geschichte erzählt sich bei jedem Lesen anders…

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