Nº 015 (2019): Kraft meiner Wassersuppe

Schreibvermögen und Fluchtmöglichkeit.

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Ich zerbreche mir seit Tagen den Kopf, ob es da eine ganz bestimmte Voraussetzung gibt, die mich solche Geschichtchen schreiben läßt. Gerade scheint es mir wieder so. Ja, wirklich. Brauche ich diesen ganz bestimmten Zustand, um vom Holzhaus oder vom Schnapstrinker schreiben zu können? Weil ich nur dann genügend Kraft aufbringe, mir eine solche Zuflucht zu schaffen? Weil ich nur dann keine Kraft mehr habe für reales Tun und mich nur dann in die Fiktion flüchten kann, flüchten muß …

 

Ich will diese Krankheit loswerden, weil sie mir nicht guttut. Aber nur dann, wenn sie mich ganz im Griff hat, nur dann kann ich so schreiben wie ich will – scheinbar. Genau. Scheinbar ist es so. Nur scheinbar! Nur! Scheinbar! Also mache ich mich jetzt auf an meinen Schreibplatz und versuche, in meine Fiktion einzutreten. Mal sehen, in welche der verschiedenen ich heute gelangen werde, Kraft meines Wollens und nicht Kraft meiner Kraftlosigkeit.

 

Denke ich zuviel darüber nach?

 

Ich schleiche mich davon und sage Danke für’s Lesen.

Der Emil

P.S.: Am 15.01.2019 waren positiv eine Zeit im Radio, etwas Gelesenes über das Lebensende, Schreiblust.
 
Die Tageskarte für morgen ist die Acht der Schwerter (an zwei Tagen nacheinander).

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Über Der Emil

Not normal. Interested in nearly everything. Wearing black. Listening. Looking. Reading. Writing. Clochard / life artist / Lebenskünstler.
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0 Kommentare zu Nº 015 (2019): Kraft meiner Wassersuppe

  1. piri ulbrich sagt:

    http://archiv.pahaschi.de/genies.htm

    Schau dir mal diesen Link an, es ist dir wahrschlich kein Trost. Aber mach dich nicht auch noch zusätzlich fertig. Für dich muss es stimmig, gut sein – und ob du dann Geschichten schreibst oder nicht, unter Zwang erzwingen kann man nichts. Ja, das schreibt genau die richtige – ich will doch auch nur …

  2. Kabra sagt:

    Nicht das mir diese Gedanken fremd wären. Ich dachte immer, dass ich einen gewissen Gemütszustand, eine bestimmte Umgebung brauche um zu schreiben, bis ich den Vortrag von John Cleese über Kreativität gehört habe -gibt es auf Youtube- und Neil Gaiman in einem Interview sagte: Wenn du meinst nur an Tagen schreiben zu können, wenn die Muse küsst oder die Umstände stimmen, dann blockierst du dich nur. Kurz gesagt, oft kommt setzt die Kreativität ein, in dem man es einfach gut. Das Tun bringt zum Pegasusflug. Jedenfalls ist es bei mir so.

  3. wildgans sagt:

    Das kannst du laut sagen …(nur schreiben, wenn ich SO bin…)

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