(2018: Nº 351) Das 17. Türchen. Schnee.


Nicht ganz uninteressante Dinge über das sonderbare Zeug.

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Meinen Adventskalender hier widme ich allen, die kämpfen, allen, die krank sind, allen, die Unterstützung benötigen.
 
Ich wünsche all diesen Menschen und mir eine im wahrsten Sinne des Wortes wundervolle Weihnachtszeit. Alle meine Kerzen brennen für all jene, die Hoffnung brauchen.

 

Gestern fiel dann doch etwas Schnee. In dicken, ziehmlich flauschig erscheinenden Flocken. So habe ich als Kind nie auch nur eine einzige Schneeflocke gezeichnet. Nein, meine waren immer diese sechsstrahligen Sterne mit den kleinen und feinen Verästelungen. Die, die immer etwas Ähnlichkeit mit einem Scherenschnitt haben. Aber Schnee ist, wie so ziemlich alles, was aus H2O besteht, etwas ziemlich Paradoxes. (Flüssiges Wasser ist viel dichter als festes Wasser, z. B.)

Die durchschnittliche Schneeflocke wiegt 4 mg, erst 250 Stück also ergeben ungefähr ein Gramm Schnee; für ein Kilogramm Schnee müssen es dann 250.000 Schneeflocken sein. Fällt eine Schneeflocke auf Wasser, so soll dabei ein Ton zwischen 50 kHz und 200 kHz entstehen, der aber für das menschliche Ohr viel zu hoch und daher nicht hörbar ist. Diese Töne entstehen aber nur beim Fall auf Wasser. Und nur, weil Schneeflocken ungeordnet aufeinanderfallen, sieht die Masse dieser druchsichtigen Winzlinge weiß aus; weil sie nämlich das Licht in alle möglichen Richtungen brechen und zurückwerfen, weil das Licht diffus reflektiert wird. Und ich weiß, daß es wahrscheinlich keine zwei identischen Schneeflocken auf dieser Erde gegeben hat noch jemals gegeben haben wird. Wikipedia beschreibt das so: “Mit hoher Wahrscheinlichkeit gibt es und gab es noch nie zwei komplexe Schneekristalle, die exakt gleich waren.” Ähnlich, ähnlich sind sie sich oft sehr. Aber nicht gleich, nicht identisch. Es gab einen Briten, der noch mit Plattenkameras in den Anfängen der Photographie Schneeflocken aufgenommen hat, insgesamt mehrere Tausend. Auch ich habe gerne Schnee fotografiert. Viel Schnee am liebsten. In diesem Jahr schaff ich das bestimmt noch …

Schnee. Der die Landschaft leise macht. Schnee, der den Boden vor dem Auskühlen schützt. Schnee, der unter den Stiefeln und den Kufen knirscht. Der Spuren deutlich sichtbar macht. Der die mondhellen Nächte noch heller scheinen läßt. Schnee, dessen Glitzern in der Sonne unnachahmlich ist, in dem auch Kerzenlicht anders aussieht. Dieses kalte, weiße Zeug, ohne das für mich Ẃeihnachten nicht so recht weihnachtlich ist. Und ich weiß auch, daß Viele den Schnee nur vom 24.12. bis höchstens Neujahr haben wollen. Weil er die Straßen und Wege glatt macht. Weil der Matsch häßliche weiße Ränder überall hinterläßt (nein, das tut nicht der Schnee, das macht das Salz, das viel zu oft gestreut wird). Und dann muß der Schnee ja auch geschoben und geschippt werden. Aber die Kinder! Die können Schneemänner bauen, rodeln. Schneeballschlachten machen! Und Schneeengel! Ich erinnere mich sogar noch daran, daß wir um 1970 herum vorm Mietshaus Iglus bauten, am Rande des Erzgebirges, richtig große, in denen wir Kinder dann zu sechst und zu noch mehr saßen und den Kerzen beim Brennen zusahen.

 

Schnee. Bitte für mich viel und lange liegenbleibend. Danke.

 

Euch allen wünsche ich eine Zeit vieler glücklicher Momente.

Ich schleiche mich davon und sage Danke für’s Lesen.

 
Ich kann in diesem Jahr keine besondere Aktion empfehlen, denn es gibt so viele, die der Unterstützung wert sind. Ich bin in diesem Jahr einer von den Menschen, die auf der Straße genauer hinsehen und dort helfen, wo Hilfe nötig und mir möglich ist.

 

Der Emil

P.S.: Das Gute am gestrigen 16.12.2018 waren Spekulatius zum Frühstück, Schnee am Nachmittag, Rührei zum Abend.
 
Aussortiert habe ich gestern nie benutzte Messer (Billigschrott).
 
Die Tageskarte für heute ist die Sieben der Schwerter.

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Über Der Emil

Not normal. Interested in nearly everything. Wearing black. Listening. Looking. Reading. Writing. Clochard / life artist / Lebenskünstler.
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0 Kommentare zu (2018: Nº 351) Das 17. Türchen. Schnee.

  1. Nati sagt:

    Schön und interessant beschrieben.
    Dann wünsche ich dir viel und langanhaltenden Schnee.

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