Eine der letzten Kirchen (Nº 111/2018)

Es sind aber noch mehr als gedacht.

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Meine Nacht war … doof. Nach nur einer Stunde Schlaf war ich putzmunter.

Ich saß dann von eins bis halb sechs und versuchte zu schreiben. Es blieb beim Versuch. Ich las. Aber weder das erste noch das zweite Buch und auch nicht das dritte gewährten mir Zugang zu ihrem Inhalt. Genervt gab ich das Lesen auf. Zu anderen Dingen war ich auch nicht in der Lage. Ich versuchte wieder zu schreiben. Zuviele Zettel, zuviele abgebrochene Sätze. Halb sechs war ich wieder müde und schlief dann endlich. Bis kurz vor zwölf. Als ich wach wurde, war es meiner Meinung nach zu spät für den heute geplanten Ausflug: Zu Fuß wollte ich von Halle (Saale) zum Kloster Petersberg gehen. Das wären, je nach Startpunkt, 10 km (ab Halle Trotha) oder 15 km (ab Marktplatz) oder 16 km (ab zuhause) geworden.

Zum Glück hatte ich gestern noch gesehen, daß heute 125 Jahre Kirche im Diakoniewerk gefeiert und deshalb einiges an Führungen angeboten wurde. Obwohl ich vor Jahren Patient der dazugehörigen Tagesklinik war, habe ich das Gelände noch nie wirklich gesehen. Also war ich dort, habe die Führung über das Gelände mitgemacht, die durch die Kirche (mit Erklärung und Vorführung der pneumatischen Rühlmann-Orgel). Da wurde auch über das einzige Auferstehungs-Fenster in Halles Kirchen gesprochen. Es gibt über 40 Kirchen in Halle, bis gerade eben dachte ich, nach der Anstaltskirche im Diakoniewerk fehlten mir noch zwei, aber es sind sieben oder acht, die ich noch nicht besucht habe … Ich habe also noch einiges vor, denke ich.

Ich habe mit den Blaukreuzlern gesprochen, die von ihrer Arbeit erzählten und davon, daß auch bei ihnen absolute Abstinenz gefordert ist. Darüber, wie ich dazu stehe, schrieb ich schon öfter. Ich sprach auch mit den Menschen, die dort in der Altenpflege und im betreuten Wohnen tätig sind. Irgendwann werde wohl auch ich eine solche Möglichkeit in Anspruch nehmen müssen und dürfen (und können) – im Diakoniewerk gibt es viele Möglichkeiten dazu.

Es war ein angenehmer Nachmittag, den ich dort verbrachte. Einer, bei dem ich auch einiges lernte. Es war also sogar gut, daß ich meinen Plan änderte. Denn sonst hätte ich noch immer nicht die Kirche im Diakoniewerk gesehen, nichts über dieses (in der Geschichte sonderbar genutzte) Krankenhaus wissen, nichts über die Diakonissen, nichts über die vielen Möglichkeiten, später dort unterkommen zu können als älterer, nicht mehr gesunder Mensch.

 

Ich schleiche mich davon und sage Danke für’s Lesen.

Der Emil

P.S.: Positiv am 21.04.2018 waren der Besuch des Diakoniewerkes, der wundervolle Klang der Rühlmann-Orgel, viel Tzatziki.
 
Die Tageskarte für morgen ist die Königin der Schwerter.

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Über Der Emil

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0 Kommentare zu Eine der letzten Kirchen (Nº 111/2018)

  1. wildgans sagt:

    Das Positive, was unter dem P.S. steht, das bringe man fröhlich auf einen Nenner! Diakonie, Rühlmann-Orgel, Tzatziki…es macht auf jeden Fall schön warm.

  2. Ich wünsche dir das deine heutige Nacht besser wird.
    Wenn ich eine Nacht nicht schlafen kann, dann ist die nächste Nacht umso besser.


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  3. diefarbeev sagt:

    Eine gute Nacht Dir – nicht nur eine: Viele. Sehr viele!

  4. piri ulbrich sagt:

    Planänderungen zeugen von Spontanität und das wiederum hält frisch und jung. Einen schönen Sonntag wünsche ich dir…

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