Beobachtung am Heiderand.
To get a Google translation use this link.
Die Sanftheit des Frühlings, die ich in meiner Kindheit und Jugend und im Anfang der Adoleszenz beobachten konnte, scheint auch nur noch Vergangenheit zu sein; die Goldkettchenträger balzen heutzutage wesentlich aggressiver, beinahe so, als hätten sie eine Keule dabei, die Mächen zu “erobern” …
Ein Pfiff, eine Beleidigung. Beides aus einer Gruppe testosterongeschädigter, noch nicht ganz jugendlicher Knaben heraus. Gerichtet an alles, was Rock oder Kleid trägt und – entschuldigt bitte den Ausdruck – (erkennbar) Titten hat, altersunabhängig, pöbelnd. Selbiges Verhalten läßt mein minnigliches Bemühen um das Wohlergehen der holden Weiblichkeit dünn und blaß erscheinen …
Ich schleiche mich davon und sage Danke für’s Lesen.
P.S.: Positiv am 20.04.2018 waren zwei Stunden in der Badewanne, ein Spaziergang am frühen Abend, die mit dem Dunkelwerden sinkende Temperatur.
Die Tageskarte für morgen ist die Zwei der Stäbe.
© 2018 – Der Emil. Text unter der Creative Commons 4.0 Unported Lizenz
(Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).


Aber wer will als Frau schon angepöbelt werden? Ich nicht.
Ich verstehe das Verhalten ja auch nicht.
Das ist gut.
So etwas kann man auch nicht verstehen.
Es gibt so schöne Alternativen um einer Frau zu werben.
zu umwerben. (Sorry)😀
Ich bin grad ….
Emil, kein grau mehr, keine alten Texte …du so nah im „Er“leben.
Einerseits bin ich froh, dass ich anscheinend nicht die Einzige bin, der nach einer Busfahrt mit Jugendlichen manchmal die Ohren klingeln. Andererseits finde ich es sehr traurig, dass die Mädchen so ein Verhalten des anderen Geschlechts als „normal“ kennen lernen, wenn es um Kontaktaufnahme geht.
Obwohl wir heutzutage ja die ausgefuchsteste Technik haben, scheint manches menschliche Verhalten zurück zur Urzeit zu gehen. Sendemasten und Antennen in Armesdicke. Und Ellenbogen zur Abwehr braucht es auch.
So wird es gelernt heute. Ja, es ist eine Frage des Einübens.
Die feineren Antennen der Älteren wollen auch „fein“ empfangen.
Schwierig in einem Bus voller Schüler meine Ohren so abzuschotten, dass die Flimmerhärchen unbeschadet ihr Ziel erreichen.
Und eine gewisse Neugier ist natürlich auch da, ich auf der Beobachtungswarte. Aha, so geht das heute.
https://polldaddy.com/js/rating/rating.js
Minniglich – ach! Was für eine schöne Sprache wir doch haben und was für noch mehr unendlich schöne, fast vergessene Worte. Danke, knicks ich artig und höflich!
https://polldaddy.com/js/rating/rating.js
Minniglich ist das fürwahr nicht, aber auch keine neue Verhaltens-Erscheinung. Die mich und andere als Teenager damit verschreckt haben, sind heute alte Männer von mittsechzig aufwärts, die als ältere unbeaufsichtigte Schüler aus Fenstern gröhlten oder aus Baugruben und von Gerüsten ihrer „Lustigkeit“ und Freude am Erschrecken freien Lauf liessen.
Du hast es jetzt wahrgenommen, aber ich erschrecke in Gesprächen mit Männern immer wieder, wie wenig das in ihrem Erlebnishorizont Platz hatte., während ich fast keine Frau kenne, die nicht ausgerechnet in den Jahren der grössten Verunsicherung mit steifen Schulterblättern solche Situationen durchgestanden haben.
Steinzeit-Verhalten stirbt nicht, nur weil man es digital verfeinern kann.
Also die, die zehn Jahre älter sind als ich. Kann an der DDR, der FDJ und der EOS liegen oder an meinem Umfeld (Dorf, Freunde), aber ich kann mich nicht erinnern, daß wir so agierten …
Vermutlich verdrängt! Rüde Anmachmethoden gibt es seit je her.
Nein. So wirklich nicht.
Man merkt sich ja nicht, wer einem alles nicht negativ auffällt, sondern die Speziellen.
Aber ich glaube tatsächlich inzwischen, dass es da unterschiedliche Wahrnehmungswelten gibt, was diese Form von “ harmlosen Scherzen“ angeht, nämlich, die derjenigen, die es erfahren haben, die derjenigen, die es nicht getan haben, und dann noch die derer, die es zwar getan haben, aber sich dabei überhaupt nichts gedacht haben, für die das nichts anderes war, als Mädchen an den Zöpfen zu ziehen, sie im Freibad unterzutauchen oder ihnen Wespen unter die Nase zu werfen. Und das ausgerechnet bei denen, von denen sie sich eher angezogen fühlten. Auch das würden viele nicht glauben, weil sie es nicht getan haben, und viele andere immer noch lustig, aber harmlos finden. Generationen von Mädchen kennen das so.