Vorauswissen (Nº 085/2018)

Schreiben und abschreiben.

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Am Straßenrand stand heute nachmittag, als ich mich kurz nach 17 Uhr vom Radio aus auf den Heimweg machte, ein Karton voller Bücher. Alles Werke zur Jurisprudenz. Fallbeispiele. Gesetzestexte und Kommentare. Nichts für mich, leider nichts für mich. Zumal ich ja auch kein Krimiliebhaber bin, der vielleicht an den Fällen ein wenig Gefallen gefunden hätte. Ja, ich war von halb Sieben in der Früh bis Fünf am Nachmittag im Sender. Eine normale Frühschicht, danach Dienstberatung und Technikerrunde. Anschließend noch ein wenig dies und das erledigen, hier und da noch eine Software nachinstalliert. So kann ich morgen ab elf einen Praktikanten in seine ihm zugedachten Aufgaben einweisen.

Zum Schlafen kam ich tagsüber nicht, ich denke, das werde ich nachher gleich nachholen … Ich war sonderbarerweise auch nicht müde, jedenfalls nicht sehr müde. Allerdings quälte ich mich auch mehrere Stunden durch eine Sendung, aus der Zeitbezüge und die schlimmsten Ähms herausgeschnitten werden mußten. Das, was ich da vormittags bear­beitete, hörte ich dann am Nachmittag im Radio – das ist wirklich ein sonderbares Erleb­nis, wenn ich schon im Voraus weiß, was gleich im Radio gesagt werden wird. Selbst jetzt zieht es mir die Augen noch nicht zu; wenn ich aber gleich auf meiner Schlafcouch liege und mein Buch zur Hand nehme, dann wird es nicht lange dauern, bis ich wegdu­sele. Da ist es egal, wie spannend der Lesestoff ist, da geht es meist sehr schnell.

Oder … Oder ich versuche, noch ein paar Zeilen zu Papier zu bringen. Da gärt einiges in mir, das herausgeschrieben sein will. Nur: Wenn ich über dem Schreiben einschlafe, dann bricht der Schreibfluß ab – und wie schwer ich wieder in einen Text hineinfinde, das habe ich schon öfters dargelegt. Ich weiß also nicht, ob das eine gute Idee ist.

Doch. Jetzt, beim Abtippen dieses Textes, jetzt werde ich müde werden. Und ich muß mich schon ziemlich anstrengen, nicht allzuviele Fehler zu fabrizieren. Ja, ich habe eine Vorlage, die ich “nur” auszufüllen brauche. Aber auch dabei werde ich, wenn ich müde bin, Fehler machen. Solche, die ich … Naja, ich habe in den letzten Tagen in mehreren alten Blogbeiträgen einige blöde Fehler gesehen, ich war also wahrscheinlich schon öfter müde beim Abtippen. Oder ich hatte es zu eilig. Oder ich war abgelenkt, ja, auch das kam zu Zeiten vor.

Übrigens ist es auch sehr sonderbar, jetzt schon zu notieren, was nachher bim Abtippen geschehen wird. Aber ich kann es, denn ich weiß, wie ich “arbeite” und ticke. Nun, ich werde mal anfangen damit …

 

Ich schleiche mich davon und sage Danke für’s Lesen.

Der Emil

P.S.: Positiv am 26.03.2018 waren eine geschaffte Frühschicht, eine liebe Geste, endlich schlafen (hoffe ich).
 
Die Tageskarte für morgen ist die Königin der Kelche.

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Über Der Emil

Not normal. Interested in near everything. Listening. Looking. Reading. Writing. Clochard / life artist / Lebenskünstler.
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0 Antworten zu Vorauswissen (Nº 085/2018)

  1. wildgans sagt:

    Hier und da ein o zu wenig oder ein m zuviel – was macht das schon!
    Hauptsache, es wird an der Lebenserzählung fortgeschrieben, lieber Emil!

  2. Ich glaube das passiert jedem. Obwohl ich immer zig mal gegen lese bevor ich es rausschicke. Aber ab und an korrigiere ich dann doch den einen oder anderen Satz wenn er schon on ist weil es mir noch nicht gefällt.
    Ich hoffe dein Schlaf war gut und erholsam.

  3. socopuk sagt:

    Bei welchem Sender bist du denn? Ich bin auch Radiofrau, im nichtkommerziellen Bereich. 🙂

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