Pornös (2017: 362)

Beim Schreiben in Schlüpfrige abgerutscht.

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Im Moment scheine ich (wiedermal) ziemlich bedürftig zu sein. Ja, es gibt andere Worte dafür, natürlich, aber gehören die wirklich hier in den Blog? Muß ich meine … meine Sucht nach Haut hier ausbreiten? Ich denke: nein. Es ist allerding tatsächlich so … so schlimm, daß ich es selbst mehr als deutlich bemerke:

Ich saß und schrieb. Zu dieser Thematik, von dieser Geschichte (das Wort “Story” finde ich unpassend) existieren außer den veröffentlichten noch ein paar mehr Stücke oder Kapitel oder Szenen. Nachdem ich die neu und aufmerksam gelesen hatte, waren mir ein paar Brüche aufgefallen. Jaja, daß ich hier im Blog auf eine solche Ungereimtheit “Rotwein – Sekt” aufmerksam gemacht wurde, war ein sehr hilfreicher Anstoß dazu (vielen Dank nochmal dafür). Da wurde aus der Milch, die geholt werden sollte, ein mitgebrachtes Stück Butter, das Auto änderte beim Durchfahrern eines Tunnels sein Fabrikat und die Farbe, immer wieder waren es andere Getränke und Speisen. Aber: Nur ein einziges Mal vertat ich mich bei den Namen der in den Szenen anwesenden Personen und Tieren. Erstaunlich, wirklich erstaunlich. Trotzdem legte ich sicherheitshalber zu verschiedenen Manuskripten tatsächlich Personenverzeichnisse an.

Nun, weil ich dann doch wieder fest in einem der Handlungsstränge des einen Projektes steckte, packte mich die Fabulierlust. Ich griff zur Feder, tauchte sie ins Tintenfaß und schrieb. Und schrieb. Und schrieb. Vier Blatt, nein, fünf Blatt DIN A4. Machte Pause. Trank eine Tasse Kaffee und aß Stollen dazu. Kehrte zur Schreiberei zurück, tauchte in ein anderes Projekt ein und schrieb wieder. Dabei dann fiel es mir auf. Daß ich zur Zeit sehr, wirklich sehr bedürftig sein muß

Das, was ich da auf dem Papier las – was ich gerade geschrieben hatte! –, war sehr anregende, aber doch blanke Pornografie. Solche, die ich hier nicht veröffentlichen würde, denn … naja, zwar ist sie an den bisher vorliegenden Text gut anschließend, aber doch viel, viel zu deutlich. Also nahm ich die Seiten und legte sie auf einen anderen Stapel, zu den mit rotem Stift geschriebenen Texten. Und auch das vor der Pause verfaßte Kapitel des anderen Projektes kann ich so pornös, wie es jetzt ist, nicht für diesen Blog hier verwenden. Also landete das damit beschriebene Papier … nein, nicht auf dem rotschriftlichen Stapel, sondern gleich wieder oberhalb des Schreibpapiers. Ich hoffe noch immer, daß ich die guten Ideen daraus morgen so sortieren kann, daß einiges zum Manuskript dazukommt. Und sicherlicht wird auch einiges Rotschriftliches bleiben und dann irgendwann irgendwo ins WWW gelangen.

 

Nur hoffe ich, daß ihr mich und diesen anderen Blog nicht miteinander in Verbindung bringen könnt – ich würde mich zu sehr schämen.

 

Ich schleiche mich davon und sage Danke für’s Lesen.

Der Emil

P.S.: Das Gute am 28.12.2017 waren der hervorragend erinnerte Traum am Morgen, Gemüseeintopf allabonnör, Gespräche mit der allerallerallerbesten Freundin.
 
Die Tageskarte für morgen ist die Zehn der Stäbe.

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Über Der Emil

Not normal. Interested in nearly everything. Wearing black. Listening. Looking. Reading. Writing. Clochard / life artist / Lebenskünstler.
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0 Kommentare zu Pornös (2017: 362)

  1. wildgans sagt:

    „Pornös“ ist aber auch ein verdammt hübsches Wort!

  2. Myriade sagt:

    Schade, wär sicher interessant

  3. Wenn nicht diese Neugierde wäre……


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  4. mikesch1234 sagt:

    Was ist das denn für eine Seite?
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    ich sehe nur kauderwelsch 😉

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  5. Madddin sagt:

    Emil, schick mir doch die Manuskripte zu, ich bewahre sie für dich auf 😛 🙂


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