Nº 025 (2016): Muster.

Nur ein Grund meiner Aufregung.

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Es geht mir gerade ein wenig … Ich bin angespannt, sehr. Das liegt zum einen an (latenten) Schmerzen unter anderem links an den Rippen, da bin ich wohl im heftig bremsenden Bus am Entwerter angestoßen. Zum anderen passiert gerade viel bei mir, verdammt viel. Innen. Und Außen. Ich habe ein Muster entdeckt, das meine Beziehungen bestimmt(e), meine Beziehungen zu Frauen. Es sind sogar zwei Muster! Jaaaaaahaaaaaa, genau so hab ich auch aus der Wäsche geschaut! Ziemlich bedröppelt nämlich. Und wahrscheinlich ist eines von beiden auch der Auslöser für eine andere Katastrophe in meinem Leben gewesen. Das andere ist ewiges Hoffen. Selbst wenn ich irgendwie bemerke, daß da etwas im Argen liegt, die Beziehung nicht mehr das ist, was sie für mich sein soll, nicht mehr so ist, wie sie für mich sein soll, wie ich mir das für eine Beziehung – wie soll ich das nur ausdrücken? –, selbst dann hoffe ich noch, daß das nur eine Phase, vorübergehend, nicht wirklich schlimm ist. Dann tu ich und mach ich und vor allem verschließe ich Augen und Ohren vor den Veränderungen.

Angestoßen wurde die Musterfinderei durch die Bücher über die Funkstille. Weil ich sehr intensiv über meinen Grund für meine Funkstille und Flucht nachdachte, nach ihm suchte. Mich endlich selbst begreifen und/oder verstehen wollte und will. Und dann sah ich irgendwo noch eine Dokumentation über eine der meinen sehr ähnlichen Vergangenheit. Da. Da war was. Und Texte über eine schwierige Beziehung zur Mutter (und zum Vater) las ich in einem Blog, und in Ulla Hahns “Das verborgene Wort” (Du hattest damit so sehr Recht). Ja, auch da war was, heftig sogar schon am Anfang des Buches. So sah ich plötzlich wieder, was ich damals als Kind/Jugendlicher/junger Mann und in fast jeder scheiternden Beziehung sah. Was ich im Moment des Entschlusses zur Flucht mir zum Gehörten sehr deutlich vorstellen konnte. Wie soll ich das jetzt hier besser erklären, ohne Roß und Reiter zu nennen? Der Ausdruck bestimmter Emotionen und der Umgang miteinander, diese beiden Dinge kamen zusammen und ich ging.

Plötzlich stand diese Erklärung vor mir (von der ich aber überhaupt nicht weiß, ob es die Erklärung ist).

So richtig zufrieden bin ich mit meinen Denkprozessen und Entwicklungsschritten aber nicht. Kann das nicht alles etwas wohldosierter kommen, eines nach dem anderen, peu à peu? Es gibt da ja auch noch eine andere Seite meiner Aufregung …

 

Während der Denkerei habe ich in einer Woche etwa 30 von diesen ungefähr streichholzschachtelgroßen Bildchen gemalt, surreale, nicht-gegenständliche. Das oben gezeigte ist eines davon. Wo ich doch so überhaupt nicht zeichnen kann. Wie das mit der Zeichnerei weitergeht, wenn ich mir auch meine Stricheleikladde neben die Schlafstatt lege?

 

Der Verfasser des Blogs schleicht davon und dankt für’s Lesen.

Der Emil

P.S.: Positiv am 24. Januar 2016 waren der ruhige Morgen, hocherfreuliche Post am Abend.
 
Tageskarte 2016-01-25: X – Das Rad des Schicksals.

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Über Der Emil

Not normal. Interested in nearly everything. Wearing black. Listening. Looking. Reading. Writing. Clochard / life artist / Lebenskünstler.
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0 Kommentare zu Nº 025 (2016): Muster.

  1. Simmis Mama sagt:

    Hm ja das mit dem Bindungen …
    Klingt aber als ob du weiter kommst 🙂

  2. Sofasophia sagt:

    Mir hilft kritzeln sehr.
    Ich freu mich für dich und mit dir über die sich abzeichnenden Heilprozesse.

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