Nº 025 (2016): Kronjuwelenproblem.

Einmal zur Notoperation, bitte

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Am Montag Morgen war ich beim Zahnarzt; freiwillig, und ohne ganz akute Schmerzen. Der hat es geschafft, den einen Zahn zu ziehen, der ein klein wenig muckerte. Am Freitag hatte ich schon ein wirklich sehr gut verlaufendes Vorgespräch mit dem Herrn, und daher auch das anxiolytische und eine anterograde Amnesie verursachende Medikament Dormicum intus. Schmerzfrei, angstfrei und wirklich gut vorbereitet und schnell.

Den Rest des Montags wollte ich verschlafen.

Ging nicht ganz, weil Menschen, die wußten, daß ich beim Zahnarzt war, wissen wollten, wie es mir geht.

Gegen 14 Uhr allerdings war etwas anders. Etwas tat weh. Männer, hört lieber auf mitzulesen! Wie erkläre ich das jetzt … Ohne zotig zu werden.

Die linke meiner Kronjuwelen schmerzte. Wie nach einem Tritt oder heftigen Stoß, bis hoch rauf in die Leiste. Okay, zunächst versuchte ich als Mann, den Schmerz wegzuignorieren, was in Männerkreisen ja als übliche und erfolgreiche Heilmethode gilt. Das funktionierte aber nicht. Denn: Es wurde nicht weniger Schmerz. Berührung, Bewegung – Schmerz. Kein Vernichtungsschmerz, nein, nur Schmerz. Außerdem nahm ich eine Lageveränderung gegenüber dem Normalzustand und der rechten meiner Kronjuwelen wahr sowie eine Vergrößerung des Volumens.

Zack, sprang die alte Heilpraktikermaschine an: Unbedingt zum Arzt schicken bei diesen Symptomen, könnte Hodentorsion sein!

Ja, wenn diese Lageveränderung, der Schmerz beim Anheben (der wohl doch “nur” Berührungsschmerz war) und die Schwellung nicht gewesen wären … Die allerallerallerbeste Freundin fuhr mich zur Notaufnahme des hiesigen Universitätsklinikums. Es kam, wie’s kommen mußte: Stationäre Aufnahme, 22.30 schon OP (was das wie gemacht wird lest euch bitte selbst aus dem Netz). Kurz nach Mitternacht zurück auf Station, schnell per Twitter eine Verlautbarung hinterlassen.

Und nun? Eine Torsion war es nicht, aber es war da etwas, was nicht da sein durfte (kein Krebs!). Links ist außerdem alles heftig entzündet.

Jetzt ist Dienstag. Irgendwann gibt es Frühstück und ich gehe eine rauchen. Nachher nochmal zum Ultraschall. (Nein, der Ultaschall war gerade hier. Und ich habe auch endlich seit gestern früh wieder etwas essen können.)

Nun noch herausfinden, wie lange ich hierbleiben soll. Hoffentlich nicht lange.

 

Der Verfasser des Blogs schleicht davon und dankt für’s Lesen.

Der Emil

P.S.: Positiv am 25. Januar 2016 war die schmerzfreie Behandlung beim Zahnarzt, die übestandene Kronjuwelenoperation.
 
Tageskarte 2016-01-26: Die Zwei der Stäbe.

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Über Der Emil

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0 Kommentare zu Nº 025 (2016): Kronjuwelenproblem.

  1. Sofasophia sagt:

    Was haben Zähne und Kronjuwelen … nein, ich frage nicht.
    Bin einfach froh, ist es ausgestanden.

  2. Kai sagt:

    Gute Besserung! Gut, dass Du nicht zu lange gewartet hast.
    Es geht doch nichts über beste Freundinnen und Freunde.

  3. wildgans sagt:

    Davon zu lesen, war nicht schlimm, eher traf mich ein halber Mitempfindungsschock – was Du alles so durchmachst, lieber Emil. Jetzt aber mal hurtig in Richtung daheim und gesund!

  4. Gudrun sagt:

    Wie. die Wildgans schon schrieb: Erstmal hurtig in Richtung daheim und gesund.
    Und zähme deine Ungeduld, lass die Weißkittel mal machen.

  5. eckisoap sagt:

    ach je, das klingt ja schrecklich. ich schicke dir mal liebe genesungswünsche in deine richtung.

  6. Ulli sagt:

    Na du machst ja Sachen, lieber Emil … herrjeh! Gute Besserung und baldige Heimkehr!
    Schon seltsam, erst der Zahn, dann … öhm, mein Holzmann ist gerade beim Zahnarzt, sollte ich heute Abend vielleicht doch … ;o)
    Herzensgrüsse an dich
    Ulli

  7. minibares sagt:

    Mein Mann hatte mal Ärger damit. Er bekam Antibiotika, die halfen nicht.
    Dann nahm der Propolis und die Entzündung ging zurück.
    Dass bei dir eine OP nötig war, ist ja was völlig anderes.
    Alles Gute und möglichst baldige Besserung
    Bärbel

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