Weltuntergang

Vielleicht auch nur Nachwehen eines Feiertages. Eine Erinnerung.

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Heute ist er wieder. Heute ist der 30. Mai, den Will Glahé (auch unter dem Pseudonym «Karl Erpel» bekannt) in einem seiner berühmten Lieder als den Tag des Weltuntergang besang. Will Glahé? Ja, der, der die “Rosamunde” (in den USA als “Beer Barrel Polka” bekannt) und “Bier her, Bier her, oder ich fall um” und die Liechtensteiner Polka gesungen und gespielt hat. Will Glahé ist übrigens schon vor 25 Jahren gestorben; seine Lieder aber kennen die Menschen noch heute. Wie eben dieses vor sechzig Jahren – 1954! – auf einer Polydor-Single veröffentlichte Lied:

 

 

Wie schön ist doch das Leben auf dieser bunten Welt.
Wir können einen heben so oft es uns gefällt.
Das macht uns allen Spaß.
Herr Ober, noch ein Glas!

Am dreißigsten Mai ist der Weltuntergang,
wir leben nicht mehr lang,
wir leben nicht mehr lang.
 
Doch keiner weiß in welchem Jahr,
und das ist wunderbar.
Wir sind vielleicht noch lange hier,
und darauf trinken wir.

Der Wirt “Zur blauen Schnecke” ist wirklich sehr auf Draht:
Da steht in einer Ecke: “Paß auf, dein Ende naht!
Jedoch bei Bier und Wein, da schläfst du selig ein.” [ … ]

Text: Bert Roda; Melodie: Karl Erpel

 

Für den einen oder anderen “Herrn” oder “Vater”, der gestern etwas über die Stränge geschlagen hat, mögen sich Magen und Kopf heut tatsächlich nach Weltuntergang anfühlen. Aber wir anderen, die wir den Feiertag nicht auf diese Art begehen konnten oder wollten, wir haben diese Beschwerden nicht.

Der Weltuntergang, besungen in einem (in dem 1955er) Karnevalsschlager. Viele kennen das Lied (teilweise), manche wissen, daß es “Die Toten Hosen” sangen. Ich habe mir erlaubt, auch an seine Schöpfer zu erinnern, an Will Glahé und Karl Golgowsky (Pseudonym Bert Roda).

 

Der Emil

Der Verfasser des Blogs schleicht davon und dankt für’s Lesen.

P.S.: Positiv am 29.Mai 2014 waren das pünktliche Aufstehen um 4.00 Uhr, die entspannte Frühschicht im Sender, der entspannte Nachmittag.
 
Tageskarte 2014-05-30: I – Der Magier.

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Über Der Emil

Not normal. Interested in nearly everything. Wearing black. Listening. Looking. Reading. Writing. Clochard / life artist / Lebenskünstler.
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0 Antworten zu Weltuntergang

  1. Sofasophia sagt:

    wenn man tolle sachen vor sich hat, geht früh aufstehen besser, stimmts?
    den vatertagsbrauch kannte ich nicht bis vor paar jahren. in der schweiz ist es ein „kirchlicher feiertag“ genannt auffahrt, arbeitsfrei einfach. 🙂

  2. Gudrun sagt:

    Oh, das Lied ruft ein wenig schlechtes Gewissen hervor. Vor ganz vielen Jahren sangen wir solche Lieder manchmal, wenn wir von Leipzigs Innenstadt auf dem Weg in die Studentenbude am Stadtrand waren, zu Fuß, weil die letzte Bahn längst weg war. Und manchmal mahnte uns dann der „Freund und Helfer“. Wenn ich ganz ehrlich bin: Ich würde das mal wieder machen wollen. 🙂

    • Der Emil sagt:

      Hihi, ich habe die andere Nationalhymne mal in der Schule auf dem Klavier geklimpert, also eher das 1797 von Haydn geschriebene Kaiserlied … Das gab Ärger 😉

      Mit den Trink- und Sauf- und Scherzliedern gab es meist keine Probleme.

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