Ganz unterschiedliche Wünsche ans Christkind
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Meinen Adventskalender hier widme ich allen, die kämpfen, allen, die krank sind. Und ganz besonders schreibe ich meinen Adventskalender in diesem Jahr für eine Bloggerin.
Ich wünsche mir und Dir, Chaoskatze, eine im wahrsten Sinne des Wortes wundervolle Weihnachtszeit. Alle meine Kerzen brennen für Dich und für alle Menschen, die Hoffnung brauchen.
Als ich mit einem Stück Papier am Tisch saß und gerade etwas darauf notieren wollte, schwirrten plötzlich wieder so seltsame Fragen und Gedanken durch meinen Kopf: Woher kommen nur all diese Weihnachtswünsche? Schon kleine Kinder verfertigen Wunschzettel, auf denen es von Spielkonsolen, Marken-Puppen, elektronischen Geräten nur so wimmelt. Woher kommt das nur? Von der vielen (Fernseh-) Werbung allein? Das wäre wohl zu kurz gedacht!?
Was habe ich mir als Kind gewünscht? Spielzeug, ja, aber nicht in diesen Mengen. Und Bücher, Bücher habe ich mir oft gewünscht. Einmal ein Schachspiel. Sogar Noten für die Konzertzither, die zu spielen ich damals lernen wollte und eine zeitlang lernte. Und immer auch etwas Nützliches für die Schule. Oder Kleidung. Narrt mich da meine Erinnerung? Ist sie durch die heutige Beschreibung des Landes verfälscht, in dem ich meine Kindheit erlebte? Die DDR war doch ein Staat des Mangels und der unerfüllten Wünsche …
Wie wird das denn gewesen sein, als es noch kein Fernsehen gab, als das Leben noch viel dörflicher, handwerklicher, “rückständiger” verlief als heute? Wünschten sich die Kinder da Kleider, Hemden, Hosen, Strümpfe, Mützen, Schuhe? Süßigkeiten, die damals sicher noch ganz anders waren als heute? Spielzeuge wie Kreisel, Reifen, Puppen, Soldaten (jaja, Zinnsoldaten waren einst Spielzeuge, wie auch Indianer- und Cowboy-Figuren später), Roller? Und wie war das damals mit Wünschen, die nicht materiell, nicht besitzbezogen waren?
“Superstar werden” habe ich auf einem Wunschzettel von heute gelesen. “Reitunterricht” auf einem anderen. “Das neue Eifohn” (wirklich so geschrieben)! Was sind das für Wünsche? Muß das Gewünschte denn wirklich immer teurer und / oder größer sein als das der Nachbarskinder oder der anderen Kinder in der Schulklasse?
Ich freute mich als Kind darauf, meine Geschenke mit den Freunden aus der Nachbarschaft zusammen auszuprobieren. (Dabei fällt mir auf: Wo haben die Kinder heute Freunde in der Nachbarschaft? Vor allem hier in der Stadt sehe ich wenige Kindergruppen, die sich nach Schule und Hort versammeln und gemeinsam spielen. Ist das auf dem Dorf noch anders? Oder sind Kinder heutzutage nur noch online miteinander befreundet?) Neid, ja, Neid gab es damals auch, wenn der Freund eben etwas ganz Besonderes bekommen hatte und ich nicht. Aber ich habe den Eindruck, heute ist der Neid allgemein mißgünstiger als in meiner Kinderzeit.
Ach ja, und was schreibe ich nun auf meinen Wunschzettel? Den ganz persönlichen, den ich ans Christkind, an Santa Klaus, an den Weihnachtsmann schicken werde? Hm.
- einen richtigen schnellen Internetanschluß
- einen funktionierenden Scanner
- viele gute Ideen für Texte
- Zeit mit Freunden (auch aus der Ferne)
- die Möglichkeit, ein paar besondere Bilder zu machen
- Ruhe vor Verfolgungsbetreuung durch das JC
- mindestens so gesund bleiben, wie ich jetzt bin
- ein bis zehn Kilogramm leckere Schokolade ohne Kalorien
- mehr Zufriedenheit und weniger Neid für alle
Zwei weitere Wünsche stehen noch auf meinem Zettel, aber die verschweige ich hier lieber. Es heißt doch manchmal, daß nur das in Erfüllung geht, was man nicht verrät? Und außerdem erscheint mir mein Wunschzettel viel zu lang; soll ich dazuschreiben, daß ich auch mit der Erfüllung von zwei oder drei Wünschen zufrieden wäre?
Und nun, nun bin ich auf eure Wuschzettel, eure Wünsche gespannt, die ich hier in den Kommentaren hoffentlich zu lesen bekommen werde …
Eine friedvolle, besinnliche Zeit wünsche ich allen Leserinnen und Lesern.
Der Verfasser des Blogs schleicht davon und dankt für’s Lesen.
P.S.: Positiv am 15. Dezember 2013 waren mehrere angenehme Gespräche.
© 2013 – Der Emil. Der Text steht unter der Creative Commons 3.0 Unported Lizenz
(Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).
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Mal ein paar Monate lang:
– mindestens 2 Tage im Voraus wissen, was ich zu tun haben werde
– wissen, dass das Geld am Ende reichen wird, alle wichtigen Verpflichtungen zu erfüllen
Zeit und Möglichkeit, ein paar der virtuellen Bekannt real (wieder) zu sehen.
Zeit haben doch alle Menschen gleichviel oder gleichwenig?
Und: Zwei Tage vorher wissen? OMG — das möcht ich nicht.
Wenn Du über viele Monate bis Jahre immer erst wenige Stunden vorher erfährst, ob und was Du einige Stunden später zu tun hast, tun MUSST. Wenn es schon schwierig bis unmöglich ist, auch nur 2-3 Tage für ein Treffen oder andere Termine zu verplanen, weil es Menschen (Kunden) gibt, dieganz selbstverständlich davon ausgehen, dass Du immer innerhalb von wenigen Stunden reagieren wirst, weil sie wissen, dass Du von ihnen abhängig bist, dann lernst Du zwei Tage Planbarkeit schätzen.
Und ja, Zeit haben alle Menschen gleich viel, nur können nicht alle Menschen über gleich viel davon verfügen.
Okay, wenn es sich auf die Arbeit beschränkt. Aber wenn ich zwei Tage vorher schon erfahre, was für schreckliche Briefe auf mich zukommen …
Ja, so meinte ich das. Und das mit den Briefen, nein das brauche ich auch nicht, wie es überhaupt nicht erstrebenswert ist bzgl. schlechter, vielleicht aber auch guter Nachrichten in die Zukunft sehen zu können.
Vor lauter Stress bin ich eigentlich noch gar nicht dazu gekommen, aber es gibt doch drei Dinge, die recht schön wären:
– bei meinen Kleinen sein
– endlich mit meinem Engelchen zusammen zu leben
– endlich die Probleme mit der „Pumpe“ los werden.
Das sind meine persönlichen Wünsche, ja und dann noch die Sache mit dem Weltfrieden usw. 😉
Hm. Ist einiges, zu dem Du selbst beitragen kannst, oder?
Gewiss! Ich arbeite daran …
Ich selber kann mich gar nicht an Wunschzettel erinnern.. hab aber bestimmt Wünsche gehabt als Kind.
Heute bleibt eigentlich immer nur ein Wunsch ;Gesundheit (für meinen Mann & mich)
LG, Petra
Ja, Gesundheit … Dabei sollte Mensch doch annehmen, daß die heutzutage sowieso besser ist als zu früheren Zeiten …
Eifohn ist schbasig:)
Ich finde es eher traurig …
naja….ist ja englisch und nicht deutsch….
ja, deshalb. solln die Kinder doch mehr deutsch kernen.
Auf meiner Wunschliste standen auch oft Bücher und Schallplatten. Und neue Teile für den Stabilbaukasten und das Ost-Lego (Pebe hieß es wohl.). Aber Klamotten habe ich mir auch gewünscht. Die berühmten Jeans zum Beispiel 😉 oder von der Omi so selbstgestrickte Sachen. Schon deshalb, weil diese dann individuell waren.
Heute fällt mir das Wünschen schwer. Eigentlich hab ich alles oder stufe es als nicht erforderlich ein. Gesundheit, Gelassenheit, Gewichtsreduzierung und mehr Freizeit wünsche ich mir schon, weiß aber, dass alle diese Dinge nicht vom Baum fallen. Also wünsche ich mir einfach eine gute Zeit 😉
Und ja, natürlich den Weltfrieden.
Stabilbaukasten hatten mein Bruder und ich auch, und eine kleine TT-Anlage. Jeans … weiß ich nicht mehr, aber Mutter war im Handel tätig 😉
Gewichtsreduktion ist auch so ein Ding!
Ich verschenke oft auch „Zweimal acht Stunden Hilfe beim Renovieren“ oder „zwei Stunden bügeln“ oder „zweimal mit zum Amt“ oder sowas …
Guten Morgen Emil,
ich wünsche dir, dass sich für dich die Wünsche ER-füllen,
die dich glückselig und zufrieden machen.
Auch ich Emil habe meinen ganz persönlichen Wunschzettel.
Mein Herz hofft auf ER-füllung dieser Wünsche … nun ich darf v-ER-trauen. Keiner dieser Wünsche ist durch käuflichen Erwerb zu erfüllen.
Segen dir und die Gnade dieser heiligen Zeit.
M.M.
Ich weiß nicht,. ob ich glückselig werden möchte. Zufrieden wäre doch schon genug?
Gesundheit allerdings kann auch teuer werden hierzulande und heutigentags.
Klar wünsche ich mir, das es meinen Kindern gut geht, aber dieses Jahr steht ein Wunsch für mich persönlich allein auf der Liste. Ich würde gerne meine Arbeit behalten und mir keine Sorgen machen müssen, wie es beruflich weitergeht.
Auch ein Wandel, oder? Früher wünschte mensch sich Urlaub, Aufstieg, Lohnerhöhung – heute „Arbeit behalten“, Lohnkonstanz, u.ä.
Als ich Kind war, deutete sich das nahende Weihnachtsfest schon lange vorher an. Es war halt die Zeit der Geheimnisse, der Heimlichkeiten. Spannend war es. Zum Beispiel verschwand meine Puppe. Am Weihnachtsabend saß sie mit frisch genähten Kleidern und mit selbst gestricktem Mantel unter dem Weihnachtsbaum. Meine Mutter war Putzmacherin und sehr geschickt, was solche Dinge betraf.
Meine Puppenstube hatte neue Gardinen, neben meinem Spielofen lag neues „Zubehör“ zum Kochen, Schinken, Wurst, Käse, Kartoffeln aus solchen Schaumzucker. Mein Spielzeug, welches ich schon seit Jahren hatte, wurde wieder interessant für mich. Irgendetwas Neues kam immer dazu, meist ein neues Buch. Das musste mir in den ersten Jahren vorgelesen werden. Und das war besonders schön.
Ich kann mich an keinen Wunschzettel erinnern. Meine Eltern hörten mir ganz gut zu, und ich glaube, dass es recht bescheiden zuging bei uns zu Hause. Wir waren nicht reich, aber arm auch nicht.
Und jetzt? Jetzt wünsche ich mir immer, dass ich ein bissel weitergeben kann von der guten Stimmung in den letzten Dezembertagen. Das ist völlig unabhängig vom Geld und großen Geschenken. Es macht viel Mühe. Oh ja. Aber es tut gut, wenn sich im Gesicht der anderen ein Lächeln breit macht. Gedanken kann ich nicht lesen, aber ich sehe, dass es gute sind.
Ein lieber Gruß von gleich nebenan.
Verschwand bei mir auch Krimskrams? Kann mich nicht daran erinnern …Für den vom Großvater (Böttcher, Tischler) selbstgebauten Kaufmannsladen gabs was, ja.
Deinen Weitergebewunsch adoptiere ich – oder gibst Du auch den weiter?
Ich erinnere mich, dass ich als Kind den Wunschzettel oft gemalt.habe.
Ansonsten gilt für mich der Leitspruch: Wer nicht sagt, was er will, wird es nie bekommen. In diesem Sinne dürfen alle Wünsche geäußert werden. An geeigneter Stelle natürlich 🙂
Oh. Darf ich das noch erweitern? Wer nicht sagt, was er will, oder es nicht so sagt, daß es verstanden wird …
Ja, das ist eine gute Ergänzung.
Das Weihnachtsgeschenke-Gedicht ist sehr sehr schön.
Ich habe mir gar keine Gedanken gemacht, ob und was ich mir wünsche. Nein, ich bin nicht wunschlos glücklich, allerdings wären meine Wünsche wohl eher immateriell. Mögen der beste Ehemann von allen und ich gesund bleiben, ich würde mir etwas mehr Frieden in einem Teil der Familie wünschen und für mich etwas mehr Gelassenheit. Wir haben viel erreicht in den letzten Jahren und ich wünsche mir, das wir weiter die Kraft und den Zusammenhalt haben, uns weiterzuentwickeln.
Siehst. Aber bei Kindern ist das ja noch ganz wichtig, das Wünschen.
Und mich freut, daß Erwachsene wieder drüber nachdenken
Das Wort „Verfolgungsbetreuung“ ist `ne Wucht!
Leider.
Dir wünsche ich viel Gutes, praktisch all das, was Du….
Nicht von mir, aber traurige Wahrheit. Schon lang.
ich wünsche mir Klarheit (für den neuen Weg oder bleibt es doch beim Alten?) …
Kraft und Gesundheit für den Weg und für H.
Inspiration
und viele gemütliche Stunden mit meinen Liebsten …
Frieden wünsche ich mir auch und vor allen Dingen der Welt …
das wäre es auch schon, lieber Emil!
und was du von Kindheit damals und heute schreibst, ja, das ist wohl so … ich habe es nicht anders erlebt, ich wünschte mir immer wieder einen neuen gemütlichen Schlafanzug, Bücher, und dann je nach Alter immer mal etwas anderes, als 8Jährige eine Schreibmaschine und ich bekam sie tatsächlich, eine kleine Reiseschreibmaschine, dir mich sehr, sehr lange begleitete … vielleicht war das ja das Eifon der 60iger Jahre – lach …
hier auf dem Dorf sehe ich übrigens noch Kinder miteinander spielen und heute auch auf Restschnee rodeln und mit Restschnee einen Schneemann bauen :)- da hab ich gelacht …
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Manchmal wünsche ich mir so viel – auch materiell gesehen und dann auch wieder nicht. Oft komm ich drauf, dass es ja auch ohne ganz gut geht.
Ansonsten wünsche ich mir, auch wenn es noch so abgedroschen klingt, Gesundheit für all meine Lieben. Wenn man gesund ist, kann man einfach mehr bewerkstelligen.
Was wünsche ich mir sonst noch? So ganz egoistisch.
– mehr innerliche Ruhe
– mehr positive Gedanken
– mehr Selbstvertrauen
– mehr Zuversicht
– und vor allem mehr Gelassenheit.
Ach ja, und dass mal alles so funktionieren würde, wie es sollte. Egal ob das jetzt irgendwelche Gerätschaften betrifft oder einfach Dinge, die man sich vorgenommen hat.
Dir wünsche ich, dass viele Deiner Wünsche in Erfüllung gehen.
Lg Gabi