Fred-Feuerstein-Ausruf (Nº 333)

“Jappadabbadabbaduh” – oder ”Tchakka”?

To get a Google translation use this link.

Hört ihr das?
Aaaaaaaaaaaahhhhhhh, aaaaaaaaaaaahhhhhhhh aaaaaaaaaaaaaaahhhh!”

Das war mein Seufzer der Erleichterung.

In den letzten drei Wochen habe ich mich gequält, täglich, richtig schwergetan habe ich mir mit der Schreiberei. Aber anders, als so mancher denken wird. Für mein Blog hier hatte ich genug Texte, genug Ideen. Aber das Adventskalenderthema hat mir keine Ruhe gelassen. Da wollte einfach nichts gelingen, nichts fließen, kein Text entstehen. Wäre jetzt Sommer, so hätte ich mir einen erklecklichen Vorrat an Skizzen und (fast) fertigen Texten erschrieben und könnte getrost in einen Urlaub fahren. Oder zumindest zwei bis drei Wochen ohne das tägliche Schreiben-Müssen verbringen. Wobei ja auch das der falsche Ausdruck ist, denn Schreiben muß ich ja sowieso, das ist ständige Lust und Sucht.

Schreibsüchtig. Ja, das bin ich auch. Es gibt seit vielen jahren keinen Tag, an dem ich nicht irgendetwas zu Papier bringe. Wirklich zu Papier, selten nur schreibe ich direkt und Live am PC (wie doch ausnahmsweise jetzt). Der Stapel der Notizbücher wächst und wächst weiter. Vielleicht wird mir noch in diesem Jahr ein Scanner geschenkt, mit dem ich diese Notizen digitalisieren kann. Zunächst in Form von Digitalbildern. Später werden daraus LATEX- und am Ende saubere PDF-Dokumente, oft im Fraktursatz.

Aber auch beim Schreiben komme ich mit Zwang nicht zurecht. Deshalb nehme ich auch nicht am NaNoWriMo (zu faul, den Link herzusuchen) teil. 50.000 Wörter in einem Monat, d. h. einen ganzen Roman im Monat Novemder zu schreiben, ist dort das Ziel. Ich fühle mich aber mit den kurzen Texten viel wohler. Aus der Erfahrung weiß ich, daß ich durchaus 50.000 Wörter im Monat schreibe – aber eben nicht zu einem einzigen Thema, nicht als einen Roman. Sondern als etwa 30 Texte hier, ein halbes Dutzend Texte dort, fünf Geschichtchen noch anderswo und viele Seiten in einem Tagebuch und als Morgenseite.

(Ich sollte zumindest meine Pornografie einmal einem einschlägigen Verlag anbieten, vielleicht wäre das eine ganz gute Einnahmequelle. Huch – das wollte ich hier garnicht verraten.)

Je nun, gestern ist der Knoten also endlich geplatzt. Die ersten Adventstexte sind fertig. Zumindest soweit fertig, daß ich sie nur noch abtippen und in die entsprechenden Blogs eintragen muß. Das ist ein gutes Gefühl, welches ich richtig genossen habe. Und noch immer genieße. So entspannt wie gestern habe ich schon lange nicht mehr meinen Wäschesessel leergebügelt. Da kann ich heute auch ganz entspannt von 20 bis 21 Uhr im Studio sitzen und Bücher, nein: Literatur im Radio vorlesen. Nur noch etwas Musik suche ich mir heraus für die Buchfinksendung, die live natürlich auch im Stream per Internet hörbar ist. Und falls irgendjemand gerne selbst einmal auf UKW oder im Stream zu hören sein mag: Der Buchfink ist eine Anruf-und-Mitmach-Sendung (Tel. 0345 47 00 744).

Genug Werbung für heute. Hoffentlich konnte ich meine Freude und meine Zufriedenheit mit mir deutlichmachen.

Der Emil

Der Verfasser des Blogs schleicht davon und dankt für’s Lesen.

P.S.: Positiv am 29. November 2013 waren der geplatzte Knoten und die erledigte Bügelwäsche und die äußerst positive Bewertung einiger meiner Schreibereien durch eine Lektorin.

© 2013 – Der Emil. Text & Bilder stehten unter der Creative Commons 3.0 Unported Lizenz
CC by-nc-nd Website (Namensnennung, keine kommerzielle Verwertung, keine Veränderung).

333 / 365 (WP-count: 541 words)

Über Der Emil

Not normal. Interested in nearly everything. Wearing black. Listening. Looking. Reading. Writing. Clochard / life artist / Lebenskünstler.
Dieser Beitrag wurde unter Geschriebenes, One Post a Day, postaday2013 #oneaday abgelegt und mit , , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen für den Permalink.

0 Kommentare zu Fred-Feuerstein-Ausruf (Nº 333)

  1. Ja, das ist in der Tat deutlich geworden. Glückwunsch!
    Das fasst sogar beide Worte zusammen: Jappadabbatschakkaaa! 😀

  2. leonieloewin sagt:

    Das hört sich doch sehr schön an. Und wir können uns auf die Texte freuen. Wenn nichts dazwischen kommt, werde ich heute auch hören. liebe Grüße Leonie

  3. ja emil.. was sind denn eigentlich deine anderen blogs? oder mehr: wo?

  4. Brigitte sagt:

    Ich hätte da noch einen scanner rumstehen und zu verschenken, ist allerdings schon paar Jahre alt. Melde dich einfach, falls du Interesse hast.
    Tschüsi Brigitte.

  5. Brigitte sagt:

    Bitte Tippfehler korrigieren 🙂

  6. Sofasophia sagt:

    gratuliere!

    beim novemerschreiben musst du übrigens nicht zwingend an stück schreiben. einmal habe ich nur täglich kurz- und nonsense-texte geschrieben plus tagebuch und blog. es zählt der flow und dem novemberschreiben.ch verdanke ich, dass ich überhaupt in die pötte gekommen bin.

    (ps: als weihnachtsmuffelin werde ich mich allen nach weinhachten duftenden blogs fernhalten. ich bitte um verständnis und nimms nicht persönlich.)

    • Der Emil sagt:

      Trotzdem ist das ein Zwang, den ich nicht … ja, nicht brauche, nicht haben will. Die Schweizer Seite kenne ich noch überhaupt nicht, schau ich mir an. Vielleicht nächstes Jahr …

  7. Gabi sagt:

    Ja, Du konntest Deine Freude deutlich machen. Und ich freu mich mit Dir. Ich bin ja zwar auch eher ein Weihnachts- und Wintermuffel, aber auf Deine Texte freue ich mich trotzdem und werde sie, so es mir die Zeit erlaubt (man weiß ja nie was kommt) auch wieder lesen.
    Übrigens Dein link in der zweiten Überschrift wird leider nicht gefunden.

  8. Gudrun sagt:

    Ach Emil, dich hat die Muse geküsst und ich sitze heute vor meinem Grafiktablett und nichts wird. Vielleicht bremst mich das Geweihnachte aus. Ich weiß es nicht. Im Moment hilft nicht mal das Spinnrad zum Kopf frei machen. Ich freu mich sehr für dich, hätte aber trotzdem ein klitzekleines Fatzelchen Inspiration ab.
    Gruß von Nebenan

Antworte auf den Kommentar von farbigeaussichten Antwort abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert